Bild-Rezension (Andy
"Lumpazie" Schmid)
Weiter geht’s mit einem Bild, das wir in ähnlicher
Form in diesem Zyklus schon von Dirk Schulz hatten (PR-Roman
Nr. 2341).
Zu sehen ist ein Mensch, der mit angehobenem Strahler zwei Mor´Dear
beobachtet.
Doch wer ist dieser Mensch?
Es kommen im Roman nur zwei
Menschen vor, Kantiran und Mondra. Zu beiden passt die Zeichnung nicht.
Da hat sich Swen etwas viel Freiheit genommen – aber gut, es
ist ein schönes Motiv dabei herausgekommen. Also sei es ihm verziehen
;-).
Leider hatte ich in Garching nicht die Chance genutzt, ihn zu
fragen, wer auf diesem Titelbild zu sehen ist.
Dafür konnte ich
erfahren, warum er die Staffel von Alfred Kelsner übernommen hat.
Alfred hatte wie vermutet wirklich gesundheitliche Probleme, und Swen
sprang kurzfristig ein. Vielleicht lässt sich dadurch auch der
Unterschied zwischen Bild und Romaninhalt erklären – lagen
Swen nur die Exposés und nicht die Romane vor?
Sei es, wie es
sei – ich finde es auf jeden Fall schwach, dass die Redaktion
nicht mal auf der PERRY-RHODAN-Homepage eine kurze Meldung gibt, die
erklärt, warum Swen zwei Staffeln hintereinander machte.
Das hat
Alfred nicht verdient ... !
Die
Innenillustration hat
dasselbe Motiv wie das Titelbild, nur diesmal mit den agierenden Personen aus
dem Roman: Polm Amber und ein insektoider Friedensfahrer im Kampf gegen die
Mor´Dear. Mmmmhhhh, irgendwie ärgerlich, auch
wenn die Szene etwas anders ist, als das Titelbild (Kampf). Aber zu Swens Verteidigung
muss man sagen, dass der ganze Roman ja auch den Raum-Zeit-Router spielt, daher
ist eine Variationsmöglichkeit der Motive nicht wirklich gegeben.
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Handlungsrezension
(Erich "E-Man Wall-1" Wallner)
Der Raum-Zeit-Router ist ein Gerät an Bord der
Opal-Station, sozusagen das GPS-Navi der Kolonne. Sicher wichtig, um
aus anderen Dimensionen punktgenau zu landen.
Der Fehlsprung allerdings
hat erstmal die gesamte Anlage außer Kraft gesetzt.
Nur, was
soll es den Friedensfahrern bringen? Sie müssten erst in ein anderes
Universum, um weitere Kolonnen in ein weiteres fremdes Universum umzuleiten.
Oder glaubt man, etwas zu finden, um die davon abhängigen Einheiten
zu irritieren?
Eine wahre Freude, die vielfältigen Fähigkeiten und Eigenschaften
der Friedensfahrer, auf einer zwar angeschlagenen Station der TRAITOR-Kolonne,
einmal effektiv ausgelebt zu sehen. Mit Verturlidux haben wir einen
Posbi-Schyl im Reigen der Friedensfahrer.
Fühlt sich der Sprachexperimente
liebende Arndt Ellmer angestachelt, dem Berglarenhumor Kontrabass zu
blasen? Ein paar Mor’Daer, die in Tiefschlafkammern überlebten,
stoßen erstmals auf ernsthaften Widerstand.
Als wäre endlich das Eis gebrochen, werden wir von schillernder
Action überwältigt. Es sind fast schon zu viele Einzelkämpfe,
so ganz anders als das Raumschlachtgetümmel.
Richtig warm ums
Herz wird es, aber auch Sorgen werden erweckt, als sich Chyndor als
Beistand mit 80 weiteren Friedensfahrern einfindet. Mondra bewegt sich
als neue Router-Nutzerin in einer besonderen Hemisphäre.
Meinen
Dank schon einmal dafür, dass es sich mit nichts Bisherigem vergleichen
lässt. Zwar verlieren sie gegen den Transit-Inspektat, können
aber den Router vernichten. Der abgebrochene Datenstift kann ausgelesen
werden. Die gefundene galaktische Karte ist leider kaum übertragbar.
Dass keine Friedensfahrer bei dieser gemeinsamen Aktion ums Leben kamen,
das ist schon einen Triumph und eine Feier wert.
Ein Band, der es wert ist, zum Nochmal-Lesen beiseite gesteckt zu werden.
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