PERRY RHODAN unter der Lupe


DER   T E R R A N O V A-Zyklus
(Band 2300 - ...)


Updates dieses Bereiches wird es in der Regel 1x monatlich geben. Möglich aber auch, dass es öfter geschieht, wenn die beiden Rezensenten und der Webadministrator mitmachen.

Eure Reaktionen, Meinungen zu den Rezis schickt bitte an die Webredaktion - diese werden dann den zugehörigen Rezis angehängt.

Last not least an dieser Stelle ein Dankeschön von der TCE-Webredaktion an Euch, Andy "Lumpazie" und Erich "E-Man Wall-1", die ihr diese Sparte ins Leben gerufen habt und damit unsere Clubhomepage um einen neuen attraktiven Bereich für alle Perry Rhodan-Fans erweitert.

Joe & Prospero


Tibi 2300

Hinweis:
Ein Klick auf ein Tibi bringt dich - wie hier - zur vergrößerten Abbildung des Titelbildes.


Einleitende Gedanken von Andy "Lumpazie" Schmid, dem Bild- Rezensenten:

Das A und O eines Heftromans ist sein Titelbild. Es dient dazu, die Aufmerksamkeit des Kunden zu wecken und ihn zum Kauf zu anmimieren. Spricht das Bild den Kunden an, kauft er das Heft, und im günstigsten Fall gefällt ihm der Inhalt des Romans.
Ein neuer Leser wurde gewonnen.
Auf der Leserkontaktseite oder in Gesprächen mit Fans findet man immer wieder diese Aussage.
Stimmt sie wirklich?
Nun, in meinen Fall schon.
Ich war schon immer ein sehr visuell eingestellter Mensch, zeichne selbst sehr gerne und kann mich an den Werken anderer Künstler (ob nun Amateur oder Profi), sehr erfreuen.

Nach einem kurzen Mailverkehr mit Joe reifte in mir die Idee zu dieser Sparte für den TCE.
In dieser Mail ging es um das Titelbild von Perry Rhodan-Heft Nr. 2299 mit dem Portrait von dem verstorbenen PR-Vater Walter Ernsting (Clark Darlton).
Meine Meinung dazu könnt ihr in meinem Leserbrief in Paradise 62 erfahren.

Als Vorbild für diese Sparte dienen sicherlich die Titelbild-Rezensionen von Michael Thiesen und Steven Barton in der Perry Rhodan Perspektive.
Allerdings möchte ich nicht so eine professionelle Erörterung der Bilder liefern, sondern die Beurteilung kommt aus dem Bauch raus. Wie hat es mir gefallen, was war auffällig, passt das Bild zum Roman - so oder so ähnlich.
Das eine Cover wird ausführlicher besprochen, das andere kürzer - da möchte ich mich auf nichts festlegen!

Auf eine Benotung verzichte ich bewusst!
Das wäre mir zu vermessen - um mir das zu erlauben, müsste ich selbst so gut zeichnen können wie die Künstler der Titelbilder.
Ich möchte nur meine Meinung kundgeben und vielleicht schaffe ich es sogar, den einen oder anderen Denkanstoß zu geben.
Das würde mich freuen!!!

Nun aber genug der Worte ...


Einleitende Gedanken von Erich "E-Man Wall-1" Wallner, dem Rezensenten der Handlung:

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus

Auf der Rückseite von Band 2296 wird die erste Vorschau präsentiert.
Wobei GarchingCon-Besucher bereits wussten, dass der neue Zyklus TERRANOVA heißen wird.
Ich zumindest sehe hier erstmals das Titelbild des Jubiläumsbandes 2300.
Stimmt, wir sind schon wieder im sechsten Jahr nach der Band 2000-Feier in Mainz.
Ein stilistisch sehr einfaches und einprägsames Bild, das mir in einer solchen Platzaufteilung sehr bekannt vorkommt. Nur, dass der Raumfahrer diesmal vor einem Shuttle steht, und keinen Helm in der Armbeuge trägt.
Der Titel „Vorboten des Chaos“ will wohl verraten, dass in diesem Band fast der gesamte kommende Zyklus bereits angerissen werden soll.

Die Hyperimpedanz war nur der erste Schritt in prophezeite tausendjährige Unbill.
Während in der ATLAN-Serie die Horden von Garbyor schon mal ausgelagert wurden, als Feinde der Vergangenheit und eine der möglichen Schrecklichkeiten, so ist hier natürlich die Spekuliernase angestupst, welche anderen Missetäter neu aufgelegt werden könnten?
Ich hege große Hoffnung, dass sie wie Gon Orbhon oder Sternenozean dem P.R.-Leser eben noch nicht untergekommen sind und auch keine Neuauflage von SEELENQUELL oder Sporenschiffen darstellen.
Die Endlose Armada war ja ein Kosmokrateninstrument. Die ARMADA der Chaosmächte ist demnach noch mieser drauf. Vielleicht ist es schon ein Trost, wenn es nicht so unausgegoren wie der Dekalog der Elemente verbraten wird.
Es war uns schon klar, nachdem sich der Dritte Weg ins Negative gebogen hat, und der Schutz THOREGONS zusammengebrochen ist, dass die Chaotarchen ihre Finger ungebremst in die Mächtigkeitsballung von ES ausstrecken. Was auch heißt, sie brauchen sich einen feuchten Kehricht um die Hyperimpedanz kümmern.
Eine Wiederkehr der Druuf steht noch aus. Doch wird sich noch jemand an diesen stinkenden Käse heranwagen?
Beunruhigend ist der Terminus „Terminale Kolonne Traitor“. Und noch dazu im Verborgenen.
Heißt das, es kommen vermehrt Abenteuer mit Zeitagenten auf uns zu?
Aus der schrecklichen Zukunft des Sterne-Erlöschens, in die Vergangenheit ausgewichene Flüchtlinge bilden etwa Kolonien?
Das mag ja ein Anreiz für ENTERPRISE-Fans sein.
Aber nach OLD MAN und auch dem aktuellen LEMURIA-Zyklus ist die Zeitparadoxon-Schiene nicht mehr sehr belastbar.

Die Residenz schwebt auch wieder, wenn auch nicht mehr so hoch.
Auch das Humanidrom hatte seine Renaissance, und die war kurz. Also ein schlechter Trost.
Die Stahlorchidee war ohnehin ein schäbiges Aushängeschild des armen Nachbarn, angesichts des Pomps auf Arkon.
Na gut, wenn sich alle abwägenden Befürchtungen nicht einstellen, kann der neue Zyklus recht witzig werden. Und wenn es Anspielungen auf Abenteuer aus den TERRA NOVA, ASTRA, EXTRA und Sonderbänden hagelt, umso netter für alte Hasen.
Bei allen Unkenrufen auf die Jamondi-Amazonen, ich hatte mich in diese Flintenweiber durchaus verliebt. Das soll der neue Zyklus erst mal nachmachen.
Wir sprechen uns an dieser Stelle in zwei Jahren wieder.

Der LKS-Onkel verkündet eine Neuerung ab 2300, orakelhaft als "NATHAN-Projekt" bezeichnet. Nachdem das PR-Lexikon jetzt als Glossar weitergeführt wird und der PR-Computer als Kommentar vom Datenspeicher Castor kam, schätze ich mal, dass aus diesen Ebenen eine neue Historie geschaffen wird, die evtl. besser den Internet-Medien angepasst ist.
Vielleicht läutet man auch eine zweite Ära der Werkstattbände, Kosmos-Chroniken und sonstigen Handbücher ein - die später gar als interaktive CD-ROM od. DVD zu einem PR-universellen Nachschlagewerk aufgebaut wird. Das nicht alphabetisch sondern nur über Nutzung aller Querverweise vollständig gelesen werden kann.

Die LKS von Band 2296 erweist sich als weitere Fundgrube:
In Hangay soll also eine Negasphäre entstehen ...
Eine Möglichkeit, eine lange links liegen gelassene Unsterbliche zu entlasten:
Dao Lin H’ay!
Und die Spekulation von Michael Justus über das Weiterleben von ES sind so köstlich, wie die Essenz aus einem 300-bändigen Zyklus.

Tibi Perry Rhodan Extra-2

Einen weiteren Einblick vorab in den TERRANOVA-Zyklus erfährt der Leser mit dem
PERRY RHODAN EXTRA 2

Die drei in Plastiktasche verschweißten Gimmicks lassen sich am besten in zwei verschiedenen Sammlungen so unterbringen, dass man das Hörbuch im CD-Ständer unterbringt und den Jubiläumsband nach dem Lesen später mit in die schonend geöffnete Tüte dazugibt.
Schließlich ist diese Sonderausgabe ja als Bonbon zu diesem Ereignis gedacht.
Und die mittelgehefteten Farbseiten zu Verkehrssystemen der Zukunft schön drinnen lassen, damit man sie am leichtesten wiederfindet. Vergessen kann man sie ohnehin schwerlich.

1. Beilage: Hörbuch
"Beinahe ein Mensch"
von Hubert Haensel

Passt wohl weder in die Gucky-Reihe noch in die Serienvertonung ab Band 1.
Eine Chance bestünde noch unter den vertonten PR-Taschenbüchern.
Das Problem besteht eher darin, dass an den Hörspielen bisher kein kontinuierliches Arbeiten möglich war. Allein schon die verschiedenen Medien, wie Kassette, Langspielplatte und jetzt CD machen es dem Sammler schwer, sich eine leicht handhabbare Hörbibliothek aufzubauen.
So finde ich die Wiederauflage bisheriger Werke als CD sehr beruhigend. Da kann man über die Verschiedenheit der Editionen und Herstellungsteams leichter hinweggehen.
Erstaunlich, wie trotzdem Kontinuität im Styling der Höreffekte gewahrt wird.

Ich bin jetzt nicht sicher, ob es das Hörspiel bereits in Buchform gibt, oder ob das Skript ausschließlich für die vertonte Form konzipiert war. Wird sich aber in SOL bestimmt mal nachlesen lassen. Auf alle Fälle ist die Geschichte ein nostalgischer Rückgriff in die Zeit der ersten Roboter. Wem ist der mechanische Mann Meech Hannigan noch ein Begriff?

2. Beilage: Einzelheftroman
"Das Antares-Riff"
von H.G. Francis

Die Perry Rhodan-Serie hat ja viele Auswüchse. Dieses Sonderheft ist eine weitere schwer einzuordnende Absonderlichkeit. Als Rezensent habe ich auch desöfteren Einzelabenteuer beklagt, die die Spannung im Hauptstrang unterbrechen bzw.hinauszögern, sogar als billige Notlösung verdammt.
Da mit Band 2300 bis Band 2500 ein 200-Bände Abenteuer aufwartet, das den Leser vier Jahre anbindet - offenbar auch noch mit zeitlichem Direktanschluss ans bisherige Geschehen - ist dieses Übergangsventil der 101. Band des STERNENOZEAN-Zyklus.
Aber auch zugleich die Nullnummer des neuen Geschehens.
Und der Leser darf sich sicher sein, dass diesmal gleich in die Vollen gegangen wird.
Kein zögerliches „Ich weiß noch nicht, wo es lang geht, aber wenn ich es so schildere, ist es eine ganz nette Idee, auch wenn es mit Sicherheit sehr bald verworfen wird.“
Für das, was in den letzten Schachzügen gegen Gon-Orbhon in den ausufernden Zerstörungsaktionen verloren ging, reicht der auf positiv getrimmte Schlussband nicht aus, ein Bild der Konsolidierung wachsen zu lassen.

Die Medien sind zum Anleitungsmarkt für Heimwerker verkommen.
Ein insolventer Senderinhaber versucht sich als ständig abgelehnter Gelegenheitsjourmalist. Dabei greift er eine ehemalige Kollegin auf, die es noch härter erwischte.
Ein Junkie in den letzten Zügen hält sie sich mit Beschaffungskriminalität über Wasser. Durch eine frühere Begegnung mit Bully kommt er jedoch an einen anspruchsvollen Medienauftrag inklusive Sponsoring.
Für eine spektakuläre Reportage über Hyperstürme am Antares Riff wird sogar eine Expedition mit der MARQUITTE VENDETTE organisiert. Ausgerechnet in das Gebiet, aus dem die gefährliche Droge kommt, der Halle Marie verfallen ist. Der ungeklärte hyperenergetische Einfluss, der da mitspielt, lässt ungute Erinnerungen an den Imprint-Faktor aufkommen. Jetzt könnten es Nachwehen der Hyperimpedanz sein. Es ist ja auch ein Randgebiet der aus den Hyperkokons gefallenen Sternenozeane.
Und die Warnung vor der in Hangay entstehenden Negasphäre stellt eine weitere Gefahrenmöglichkeit in den Raum. Tryortanschlünde setzen Parallelen zu Taifunen und Hurrikans. Wenn der Raum der Kokons vorhandenen Raum besetzt, sind hier wohl Verdrängungsmechanismen am Werke. Eine Selbstregulierung des raumzeitlichen Gleichgewichts, als normalen naturgesetzlichen Vorgang sollte die einfachste Erklärung sein.

Jetzt kommen Hyänenhumanoide als Piraten an Bord. Diese Plünderaktion würden sie immer vor und nach dem Besuch der Chaotarchen betreiben.
Was auch tief blicken lässt. Wohl eine bewährte Abfolge auf vernichtete Thoregons. So eine Art Wundbrand des Kosmos. Der ohne Hyperimpedanz noch schlimmer ausfallen könnte.

H.G. Francis war oft auch ein Autor, der leichtfertig mit seiner überbordenden Phantasie um sich warf. Inzwischen hieß es ja bereits, dass HGF sich bereits in seinen Altenteil zurückzuziehen hätte.
Ist dies sein Abschiedswerk?
Außerhalb des Teams entwickelt er das ganze Spektrum althergebrachter Qualität der Serie. Ruhig werden kosmische Besonderheiten eingesprenkelt und würzig mit der Handlung aufbereitet. Vielleicht ein Vergleich, wie die nächsten 200 Bände ausgesehen hätten, wären sie von der vorherigen (oder bereits schon der vorletzten) Generation geschrieben worden.


Letztes Update dieser Seite am 05.02.2007