Einleitende Gedanken von Andy "Lumpazie"
Schmid, dem Bild- Rezensenten:
Das A und O eines Heftromans ist sein Titelbild. Es
dient dazu, die Aufmerksamkeit des Kunden zu wecken und ihn zum Kauf zu
anmimieren. Spricht das Bild den Kunden an, kauft er das Heft, und im
günstigsten Fall gefällt ihm der Inhalt des Romans.
Ein neuer Leser wurde gewonnen.
Auf der Leserkontaktseite oder in Gesprächen mit Fans findet man
immer wieder diese Aussage.
Stimmt sie wirklich?
Nun, in meinen Fall schon.
Ich war schon immer ein sehr visuell eingestellter Mensch, zeichne selbst
sehr gerne und kann mich an den Werken anderer Künstler (ob nun Amateur
oder Profi), sehr erfreuen.
Nach einem kurzen Mailverkehr mit Joe reifte in mir die Idee zu dieser
Sparte für den TCE.
In dieser Mail ging es um das Titelbild von Perry Rhodan-Heft
Nr. 2299 mit dem Portrait von dem verstorbenen PR-Vater Walter Ernsting
(Clark Darlton).
Meine Meinung dazu könnt ihr in meinem Leserbrief in Paradise 62
erfahren.
Als Vorbild für diese Sparte dienen sicherlich die Titelbild-Rezensionen
von Michael Thiesen und Steven Barton in der Perry
Rhodan Perspektive.
Allerdings möchte ich nicht so eine professionelle Erörterung
der Bilder liefern, sondern die Beurteilung kommt aus dem Bauch raus.
Wie hat es mir gefallen, was war auffällig, passt das Bild zum Roman
- so oder so ähnlich.
Das eine Cover wird ausführlicher besprochen, das andere kürzer
- da möchte ich mich auf nichts festlegen!
Auf eine Benotung verzichte ich bewusst!
Das wäre mir zu vermessen - um mir das zu erlauben, müsste ich
selbst so gut zeichnen können wie die Künstler der Titelbilder.
Ich möchte nur meine Meinung kundgeben und vielleicht schaffe ich
es sogar, den einen oder anderen Denkanstoß zu geben.
Das würde mich freuen!!!
Nun aber genug der Worte ...
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Einleitende Gedanken von Erich
"E-Man Wall-1" Wallner, dem Rezensenten der Handlung:
Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus
Auf der Rückseite von Band 2296 wird die erste
Vorschau präsentiert.
Wobei GarchingCon-Besucher bereits wussten, dass der neue Zyklus TERRANOVA
heißen wird.
Ich zumindest sehe hier erstmals das Titelbild des Jubiläumsbandes
2300.
Stimmt, wir sind schon wieder im sechsten Jahr nach der Band 2000-Feier
in Mainz.
Ein stilistisch sehr einfaches und einprägsames Bild, das mir in
einer solchen Platzaufteilung sehr bekannt vorkommt. Nur, dass der Raumfahrer
diesmal vor einem Shuttle steht, und keinen Helm in der Armbeuge trägt.
Der Titel „Vorboten des Chaos“ will wohl verraten, dass in
diesem Band fast der gesamte kommende Zyklus bereits angerissen werden
soll.
Die Hyperimpedanz war nur der erste Schritt in prophezeite
tausendjährige Unbill.
Während in der ATLAN-Serie die Horden von Garbyor schon mal ausgelagert
wurden, als Feinde der Vergangenheit und eine der möglichen Schrecklichkeiten,
so ist hier natürlich die Spekuliernase angestupst, welche anderen
Missetäter neu aufgelegt werden könnten?
Ich hege große Hoffnung, dass sie wie Gon Orbhon oder Sternenozean
dem P.R.-Leser eben noch nicht untergekommen sind und auch keine Neuauflage
von SEELENQUELL oder Sporenschiffen darstellen.
Die Endlose Armada war ja ein Kosmokrateninstrument. Die ARMADA der Chaosmächte
ist demnach noch mieser drauf. Vielleicht ist es schon ein Trost, wenn
es nicht so unausgegoren wie der Dekalog der Elemente verbraten wird.
Es war uns schon klar, nachdem sich der Dritte Weg ins Negative gebogen
hat, und der Schutz THOREGONS zusammengebrochen ist, dass die Chaotarchen
ihre Finger ungebremst in die Mächtigkeitsballung von ES ausstrecken.
Was auch heißt, sie brauchen sich einen feuchten Kehricht um die
Hyperimpedanz kümmern.
Eine Wiederkehr der Druuf steht noch aus. Doch wird sich noch jemand an
diesen stinkenden Käse heranwagen?
Beunruhigend ist der Terminus „Terminale Kolonne Traitor“.
Und noch dazu im Verborgenen.
Heißt das, es kommen vermehrt Abenteuer mit Zeitagenten auf uns
zu?
Aus der schrecklichen Zukunft des Sterne-Erlöschens, in die Vergangenheit
ausgewichene Flüchtlinge bilden etwa Kolonien?
Das mag ja ein Anreiz für ENTERPRISE-Fans sein.
Aber nach OLD MAN und auch dem aktuellen LEMURIA-Zyklus ist die Zeitparadoxon-Schiene
nicht mehr sehr belastbar.
Die Residenz schwebt auch wieder, wenn auch nicht mehr
so hoch.
Auch das Humanidrom hatte seine Renaissance, und die war kurz. Also ein
schlechter Trost.
Die Stahlorchidee war ohnehin ein schäbiges Aushängeschild des
armen Nachbarn, angesichts des Pomps auf Arkon.
Na gut, wenn sich alle abwägenden Befürchtungen nicht einstellen,
kann der neue Zyklus recht witzig werden. Und wenn es Anspielungen auf
Abenteuer aus den TERRA NOVA, ASTRA, EXTRA und Sonderbänden hagelt,
umso netter für alte Hasen.
Bei allen Unkenrufen auf die Jamondi-Amazonen, ich hatte mich in diese
Flintenweiber durchaus verliebt. Das soll der neue Zyklus erst mal nachmachen.
Wir sprechen uns an dieser Stelle in zwei Jahren wieder.
Der LKS-Onkel verkündet eine Neuerung ab 2300, orakelhaft
als "NATHAN-Projekt" bezeichnet. Nachdem das PR-Lexikon jetzt
als Glossar weitergeführt wird und der PR-Computer als Kommentar
vom Datenspeicher Castor kam, schätze ich mal, dass aus diesen Ebenen
eine neue Historie geschaffen wird, die evtl. besser den Internet-Medien
angepasst ist.
Vielleicht läutet man auch eine zweite Ära der Werkstattbände,
Kosmos-Chroniken und sonstigen Handbücher ein - die später gar
als interaktive CD-ROM od. DVD zu einem PR-universellen Nachschlagewerk
aufgebaut wird. Das nicht alphabetisch sondern nur über Nutzung aller
Querverweise vollständig gelesen werden kann.
Die LKS von Band 2296 erweist sich als weitere Fundgrube:
In Hangay soll also eine Negasphäre entstehen ...
Eine Möglichkeit, eine lange links liegen gelassene Unsterbliche
zu entlasten:
Dao Lin H’ay!
Und die Spekulation von Michael Justus über das Weiterleben von ES
sind so köstlich, wie die Essenz aus einem 300-bändigen Zyklus.
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Einen weiteren Einblick vorab in den TERRANOVA-Zyklus erfährt
der Leser mit dem
PERRY RHODAN EXTRA 2
Die drei in Plastiktasche verschweißten Gimmicks lassen sich
am besten in zwei verschiedenen Sammlungen so unterbringen, dass
man das Hörbuch im CD-Ständer unterbringt und den Jubiläumsband
nach dem Lesen später mit in die schonend geöffnete Tüte
dazugibt.
Schließlich ist diese Sonderausgabe ja als Bonbon zu diesem
Ereignis gedacht.
Und die mittelgehefteten Farbseiten zu Verkehrssystemen der Zukunft
schön drinnen lassen, damit man sie am leichtesten wiederfindet.
Vergessen kann man sie ohnehin schwerlich.
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1. Beilage: Hörbuch
"Beinahe ein Mensch" von Hubert Haensel
Passt wohl weder in die Gucky-Reihe noch in die Serienvertonung ab Band
1.
Eine Chance bestünde noch unter den vertonten PR-Taschenbüchern.
Das Problem besteht eher darin, dass an den Hörspielen bisher kein
kontinuierliches Arbeiten möglich war. Allein schon die verschiedenen
Medien, wie Kassette, Langspielplatte und jetzt CD machen es dem Sammler
schwer, sich eine leicht handhabbare Hörbibliothek aufzubauen.
So finde ich die Wiederauflage bisheriger Werke als CD sehr beruhigend.
Da kann man über die Verschiedenheit der Editionen und Herstellungsteams
leichter hinweggehen.
Erstaunlich, wie trotzdem Kontinuität im Styling der Höreffekte
gewahrt wird.
Ich bin jetzt nicht sicher, ob es das Hörspiel bereits in Buchform
gibt, oder ob das Skript ausschließlich für die vertonte Form
konzipiert war. Wird sich aber in SOL bestimmt mal nachlesen lassen. Auf
alle Fälle ist die Geschichte ein nostalgischer Rückgriff in
die Zeit der ersten Roboter. Wem ist der mechanische Mann Meech Hannigan
noch ein Begriff?
2. Beilage: Einzelheftroman
"Das Antares-Riff" von H.G. Francis
Die Perry Rhodan-Serie hat ja viele Auswüchse. Dieses Sonderheft
ist eine weitere schwer einzuordnende Absonderlichkeit. Als Rezensent
habe ich auch desöfteren Einzelabenteuer beklagt, die die Spannung
im Hauptstrang unterbrechen bzw.hinauszögern, sogar als billige Notlösung
verdammt.
Da mit Band 2300 bis Band 2500 ein 200-Bände Abenteuer aufwartet,
das den Leser vier Jahre anbindet - offenbar auch noch mit zeitlichem
Direktanschluss ans bisherige Geschehen - ist dieses Übergangsventil
der 101. Band des STERNENOZEAN-Zyklus.
Aber auch zugleich die Nullnummer des neuen Geschehens.
Und der Leser darf sich sicher sein, dass diesmal gleich in die Vollen
gegangen wird.
Kein zögerliches „Ich weiß noch nicht, wo es lang geht,
aber wenn ich es so schildere, ist es eine ganz nette Idee, auch wenn
es mit Sicherheit sehr bald verworfen wird.“
Für das, was in den letzten Schachzügen gegen Gon-Orbhon in
den ausufernden Zerstörungsaktionen verloren ging, reicht der auf
positiv getrimmte Schlussband nicht aus, ein Bild der Konsolidierung wachsen
zu lassen.
Die Medien sind zum Anleitungsmarkt für Heimwerker verkommen.
Ein insolventer Senderinhaber versucht sich als ständig abgelehnter
Gelegenheitsjourmalist. Dabei greift er eine ehemalige Kollegin auf, die
es noch härter erwischte.
Ein Junkie in den letzten Zügen hält sie sich mit Beschaffungskriminalität
über Wasser. Durch eine frühere Begegnung mit Bully kommt er
jedoch an einen anspruchsvollen Medienauftrag inklusive Sponsoring.
Für eine spektakuläre Reportage über Hyperstürme am
Antares Riff wird sogar eine Expedition mit der MARQUITTE VENDETTE organisiert.
Ausgerechnet in das Gebiet, aus dem die gefährliche Droge kommt,
der Halle Marie verfallen ist. Der ungeklärte hyperenergetische Einfluss,
der da mitspielt, lässt ungute Erinnerungen an den Imprint-Faktor
aufkommen. Jetzt könnten es Nachwehen der Hyperimpedanz sein. Es
ist ja auch ein Randgebiet der aus den Hyperkokons gefallenen Sternenozeane.
Und die Warnung vor der in Hangay entstehenden Negasphäre stellt
eine weitere Gefahrenmöglichkeit in den Raum. Tryortanschlünde
setzen Parallelen zu Taifunen und Hurrikans. Wenn der Raum der Kokons
vorhandenen Raum besetzt, sind hier wohl Verdrängungsmechanismen
am Werke. Eine Selbstregulierung des raumzeitlichen Gleichgewichts, als
normalen naturgesetzlichen Vorgang sollte die einfachste Erklärung
sein.
Jetzt kommen Hyänenhumanoide als Piraten an Bord. Diese Plünderaktion
würden sie immer vor und nach dem Besuch der Chaotarchen betreiben.
Was auch tief blicken lässt. Wohl eine bewährte Abfolge auf
vernichtete Thoregons. So eine Art Wundbrand des Kosmos. Der ohne Hyperimpedanz
noch schlimmer ausfallen könnte.
H.G. Francis war oft auch ein Autor, der leichtfertig mit seiner überbordenden
Phantasie um sich warf. Inzwischen hieß es ja bereits, dass HGF
sich bereits in seinen Altenteil zurückzuziehen hätte.
Ist dies sein Abschiedswerk?
Außerhalb des Teams entwickelt er das ganze Spektrum althergebrachter
Qualität der Serie. Ruhig werden kosmische Besonderheiten eingesprenkelt
und würzig mit der Handlung aufbereitet. Vielleicht ein Vergleich,
wie die nächsten 200 Bände ausgesehen hätten, wären
sie von der vorherigen (oder bereits schon der vorletzten) Generation
geschrieben worden.
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