Band 2321:
Schatten über Halut

Zyklus: TERRANOVA
Erscheinungsdatum: 10.02.2006
offizielle Romanvorstellung  auf der Perry-Rhodan-Website

Autor: Hubert Haensel
Titelbild: Swen Papenbrock
Illustration: Swen Papenbrock

Kommentar: Modulraumer-Klassen (1)
Extra: Clubnachrichten

Rezension:
Bild
(Andy Schmid)
Text (Erich Wallner


Bild-Rezension (Andy "Lumpazie" Schmid)

Das ist doch mal ein tolles Titelbild!!!
Jawohl, so mag ich die Arbeiten von Swen Papenbrock!!!
Nach der schwachen Leistung letzter Woche, schafft es Swen diesmal spielend, mich mit seiner Zeichnung zu überzeugen.
Das Bild zeigt den Exodus der Haluter von ihrer Welt. Startende Kugelraumer im Hintergrund (Nanu, wo ist der abgeflachte Pol geblieben, der so typisch für die Bauweise der Haluter ist?). Im Vordergrund zwei Haluter in Diskussion.
Dem Einen scheint der Stress ganz schön auf den Magen zu schlagen, anscheinend passt sein Raumanzug nicht mehr. Auf jeden Fall sieht es so aus, als ob er die rutschende Hose festhält - eine fast sympolhafte Geste: Ab nun heißt es, den Gürtel enger schnallen, die guten Tage sind vorbei - Traitor greift nach der Milchstraße - auch die Haluter bleiben davon nicht verschont!!!

Auch die Illustration weiß zu gefallen: Die Einheiten der Terminalen Kolonne fliegen auf das Kolonnenfort von Halut zu.
Der Duale Kapitän hat zur Konferenz gebeten, und die Kommandanten der Kolonnenforts erscheinen zahlreich.
Wobei, von der Beschreibung her gleicht das Objekt in der Mitte eher eine der TRAICAH-Fabriken als einem Kolonnenfort. Oder täusche ich mich da? ... Muss mal glatt nachschauen, wie die Kolonnenforts beschrieben sind.
Swen geht auf diesmal richtig auf meine Wünsche ein, nachdem auf den Titelbild Lebewesen (und Raumschiffe) zu sehen sind, zeigt die Innenillustration eine Weltraumszene. Dabei hätte ich es ihm diesmal sogar verziehen, wenn er als Innenillu nochmal einen Haluter ins Bild gesetzt hätte; ich mag die sanften Riesen sehr gerne!
Interessant wäre auch das Wesen gewesen, von dem Icho Tolot den verstümmelten Hilferuf auffing!


Handlungsrezension (Erich "E-Man Wall-1" Wallner)

Ist denn schon wieder Zeit für eine Haluter-Drangwäsche?

Wenn die Chaos-Armada schon die Freunde von Halut mit schrecklichen Abziehbildern unserer Kolosse erschrecken muss, wird es auch bitter nötig, mit allen sechs Gliedmaßen einen Felsen zu zerbröseln. Sonst kommt eine falsche Vorstellung der weise gewordenen Nachkommen der Bestien auf.
Vielleicht kann man den Mythos noch zu recht biegen: Dass also die Haluter das ältere Volk, und somit die Bestien die entlaufenen Experimente und böse gemachten Kinder eines besonderen Volkes sind.
- Wonach eine frühere Version der Chaosflotte daran beteiligt war.
Haben sich nicht die Haluter einmal auf die Suche nach verschollenen Brudervölkern gemacht?

Es geht nur um die zu Hause gebliebenen Haluter.
Viele Reisende sind verschollen.
Auch die Kolonie in Chearth ist abgeschnitten.
Außer dem blauen Kleinhaluter hat man von der Chronologie dieses Volkes nicht mehr viel gehört.
Hier begegnet man einer neuen hoffnungsfrohen Konditionierung.

Evor Torkas kommt nicht mehr dazu, sich kristallin zu verhärten. Eine Mikrobestie setzt ihm ungeheuer zu, beißt ihm Finger ab, attackiert mit Vibromessern seinen Kopfansatz. Er gerät in Gefangenschaft, ins Labor.
Werden die Haluter zur neuen Kampfeinheit der Chaosflotte? Geistig versklavt, in die Weiten des Kosmos entführt.
Doch es war nur eine Simulation.
Ich liebe solche Extrapolationen, wo dem Leser Hilfestellung zur Eigenphantasie gewährt wird.

Als Tolot vor dem Rat der Haluter spricht, wächst Sorge.
Lieber wollen sie sich selbst vernichten, als wieder Werkzeug fremder Mächte zu werden. Es steht auch im Raum, Halut für immer zu verlassen, und zu fliehen.
Eine eindeutige Identitätskrise, aufgelöst durch die Kenntnis von den Mikrobestien.

Die Kolonnenforts bleiben im Programm.
Der Untergang des Obelisken im Solsystem gibt ihnen Rätsel auf. Jedoch beruft Zerberoff eine kleine Konferenz ein, um zusätzliche Schritte einzuleiten, ohne die Vorgaben zu verletzen. Bei aller hoch stehenden Technik hat die minimale Fähigkeit der Hyperraumgiraffe bereits soviel Potential, das gesamte Konzept der Großinvasion der Milchstraße in Frage zu stellen.
Die routinierte Erfolgstrategie ist an ihre Grenzen gestoßen.
Oder einfach degeneriert.

Das Dunkelfeld-Schiff, welches jetzt ohne Ankündigung erscheint, ist kein Dunkler Ermittler sondern ein Dunkler Herold!
Stundenlang stehen die Dualen Kapitäne vor der Kapsel stramm.
Das ist eine Achillesferse der Chaosflotte – oder fehlender Informationsaustausch.

Der Herold will Rechenschaft für verfrühten Einsatz.
Obwohl Alarm geben ist, Drangwäsche-Schiffe nähern sich, wartet man im Hangar auf Kommunikationsbereitschaft des Herolds. Nach Verhör und Standpauke folgt eine obligatorische Visitation der strategischen Kampfführung.
Zerberoff merkt anhand des Anfluges, dass die Position des Kolonnenforts bekannt ist. Was so nicht sein dürfte.
In der geringen Zahl der Angreifer erkennt er Verschleierungstaktik.
Trotz Vollalarm entwischt die halutische Evakuierungsflotte, als Ressourcendiebstahl bezeichnet.
Für die strategische Katastrophe erhofft der reguläre Kolonnenführer eine Bestrafung Zerberoffs.
Ganz im Gegenteil erteilt der Herold nun die Handlungsfreiheit.

Ob sich der Herold seinerseits für forcierte Unterstützung durch Progresswahrer bemüht, dürfte die Truppen vor Ort vorerst nicht tangieren. Da Zerberoff die Identität des Herolds entschleiern will, verwarnt ihn ein Sicherheitsprogramm.
Das Kolonnenfort und seinen zugeordneter „Berater“ gibt er nun der Vernichtung preis. Sabotage zur Verwischung einer Straftat.

Obwohl die Drangwäsche-Einheiten ein fast sinnloses Opfer waren, endet diese Konfliktsituation mit einem 2:0 für Halut.
Neues Motto des Zyklus also:
Geduld ist Stärke!

In Zerberoffs Interesse liegt nun die 5. Kolonne, die „Famile Koda Ariel“, die laut Herold auf Terra aktiviert werden soll.
Dass heißt, Terra hat „ihren“ D. K. wieder.


Letztes Update dieser Seite am 18.03.2005