Band 2323:
Kinder der Erde

Zyklus: TERRANOVA
Erscheinungsdatum: 24.02.2006
offizielle Romanvorstellung  auf der Perry-Rhodan-Website

Autor: Horst Hoffmann
Titelbild: Swen Papenbrock
Illustration: Swen Papenbrock

Kommentar: Käfig-Transmitter
Extra: Risszeichnung: Strukturdolbe der Charonii

Rezension:
Bild
(Andy Schmid)
Text (Erich Wallner


Bild-Rezension (Andy "Lumpazie" Schmid)

Swen Papenbrock spielt seine Stärken für Lebewesen wieder aus und zeigt uns ein weiteres Werk der dunklen Anatomen der Chaosmächte: den duallen Vizekapitän Zarmaur.
Dieser ist eine Mischung aus zwei Mor´Daer, einem normalen und einen albinotischem Exemplar dieser Spezies. Daher sehen die beiden Köpfe farblich auch etwas anders aus.
Schade, dass Swen hier nicht die Gelegenheit nutzt, das Wesen komplett zu zeichnen (also von den Köpfen bis runter an die Füße).
Da beide Wesen derselben Spezies angehören, gibt es diesmal nicht so gravierende körperliche Unterschiede, wie bei dem Dualen Kapitan Zerberoff. Dagegen versucht Swen uns die Grausamkeit Zarmaurs vor Augen zu führen, indem er im Vordergrund einen Ganschkaren an der endogenen Lust sterben lässt.
Das ist für den Betrachter des Bildes natürlich nur erkennbar, wenn er den Roman gelesen hat. Ansonsten sieht das Vogelwesen eher sehr leidend aus - aber wie soll Swen so ein Fremdwesen auch glücklich darstellen?
Im Endeffekt läuft es ja auf das selbe raus, den Tod, und der ist NIE schön.

Während Swen sich bei der Darstellung der Mor Daer Köpfe stark an die Vorlage von Dirk Schulz hält, nimmt er sich bei den Ganschkaren etwas mehr Freiheit. Ein bisschen sieht der Kopf des Vogelwesens wie der eines Kanarienvogels aus ;-) Der grazile Körperbau des Ganschkaren verdeutlicht sehr gut den Unterschied zu den wuchtigen Muskelpaketen eines Mor Daer!

Die Innenilustration zeigt ebenfalls den Dualen Vizekapitän, diesmal aber von hinten (ja, auch ein wuchtiger Rücken kann entzücken ;-).
Schade, dass Swen hier nicht die Chance nutzt, uns das Liebespaar Marc und Fawn auf der Insel Isla Bartolome´ zu zeigen - aber das hätte wohl nicht recht zu den dramatischen Ereignissen des Romans von Horst Hoffmann gepasst.
Also müssen wir uns mit der Rückansicht des grausamen Vizekapitäns begnügen.
Trotzdem hat Swen ein Einsehen und zeigt uns die holde Weiblichkeit: eine Mor Daer-Dame.
Und  wieverdeutlicht der Künstler aus Kassel dies bei einem Reptilienwesen?
Er verpasst ihr eine volle Haarpracht :-)
Ich bin mir wirklich nicht sicher, ob das so in den Romanen stand - aber wenn nicht, was soll's -dann haben die Mor Daer-Damen nun Haare!


FAZIT:

Nach einem sehr schwachen Start legt Swen doch noch eine gute Titelbildstaffel hin.
Das erste Bild mit den Space Jet hätte nicht sein müssen, und ich hoffe, dass dies nur ein Experiment oder eine stressbedingte Notlösung war.
Mit den restlichen drei Bildern zeigt Swen Papenbrock, wo seine Stärken liegen, daher kann man ihm den schwachen Staffelstart verzeihen.
Ich finde es sehr gut, das Swen öftermal schon verwendete Themen hernimmt und miteinander verbindet (Lorettatender, Tibi Heft 400) bzw. sich stark an dIE Vorgaben seiner Kollegen hält (Mor Daer) - so etwas schafft Kontinuität innerhalb der Perry Rhodan-Serie!!!


Handlungsrezension (Erich "E-Man Wall-1" Wallner)

Meine Meinung zum Tibi:
Zur Abwechslung ein Dualer Zwilling. Davor ein Opfer einer Vogelseuche im Sterben. Oder soll das die Ultimate Qual sein? Bei der Anatomie sind keine Psi-Kräfte mehr schuld.
Und zur Illu:
Doppelkopfschildkröte mit behaartem Ausgangsmodell. - Unschöne Komposition.


Eine Galapagos-Schildkröte nähert sich dem Domizil des Nukleus und wandelt sich eine Ziege. Wieso das als Muster dienende Tier sterben muss, bleibt erst ein Rätsel. Aber bei der Aufnahme in eine Ziegenfamilie wäre die zusätzliche Ziege wohl schnell aufgefallen.
Später manipuliert der Gestaltwandler als Ziege die Besatzung der SPECHTFINK. Das explodierende Schiff soll den Nukleus mit in den Untergang reißen.
Der ENTDECKER soll sie aus dem Orbit über der Insel paralysieren.

Was inzwischen der jugendliche Verehrer zur Rettung Mondras veranstaltet, ist nicht stimmig nachzuvollziehen. Was hatten die Überschlagenergien der Steueranlage mit der Selbstzerstörung des Schiffes zu tun?

Eine Menge Einzelschicksale bislang unbekannter Personen vermitteln eine reversible Lebensweise, als wäre die Negasphäre bereits wirksam.
Ein von Olymp und Tyronia zurückkehrender Konvoi, der Hyperstürme bei Antares überstand, fällt in die Hände der Traitanks.
Perry Rhodan wird ein schwerwiegendes Ultimatum gestellt, auf das er nicht eingehen kann:
Öffnen, oder der Konvoi wird in den Schirm gedrückt.
Was dann auch geschieht ...
Beim anschließenden Dauerbeschuss ist der Schirm „am Sterben“.
Nun greift, gestärkt durch den von ARCHETIM kommenden Jetstrahl, der Nukleus ein und stabilisiert ihn.
Über Fawn Suzuke kommt ein Geständnis, dass dies wohl auch die Grenze der Kapazität des Nukleus war.
Also wiederum nur eine vorübergehende Rettung.


Letztes Update dieser Seite am 18.03.2005