Bild-Rezension (Andy
"Lumpazie" Schmid)
Ein weiteres Highlight bietet uns Alfred Kelsner
- das Portrait eines Blues, eines Vertreters eines der beliebtesten
Völker des Perry Rhodan-Universums. Freundlich streckt der Jülziish
seine siebenfingrige Hand dem Betrachter des Bildes zur Begrüßung
entgegen. Der Hals des Blues ist für meinen Geschmack etwas zu
kurz geraten - normalerweise sind Blueshälse doch länger!
Wen mag er da wohl begrüßen? Den Vertreter der Terminalen
Kolonne?
Im Hintergrund schweben die typisch diskusförmigen Bluesraumer
- da haben die Blues zumindestens schon die Bauweise mit den Traitors
gemeinsam. Dazu ihre Lust auf Krieg - eigentlich wären die Blues
doch ideal für die Terminale Kolonne als Hilfsvolk geeignet!
Das wäre doch mal ein Gag:
Statt wie alle anderen Völker eins aufs Dach zu bekommen, bietet
sich ein Volk der Terminalen Kolonne FREIWILLIG als Partner an ...
Aber das trauen sich die Autoren der Serie bestimmt nicht!
Zurück zum Bild ...
der Blue trägt eine bunte Uniform: blauer Overall, rotes Cape -
woran erinnert mich das nur???
Das Titelbild weckt auf jeden Fall das Interesse am Roman.
Da gönne ich mir zur Lektüre ein Döschen voll Muuhrt-Würmer
;-)
Die Innenillustration
läßt meinen ketzerischen Gedanken in Luft auflösen -
die Blues treten nicht in den Chaotarchendienst, sondern bekommen
voll eins auf den blauen Pelz gebrannt. Auch auf Gatas greift die Terminale
Kolonne rigoros durch - das veranschaulicht zumindestens das Bild von
Michael Wittmann. Verzweifelt gibt ein Kommandter der Blues Befehle
an seine Mitarbeiter in der Kommandozentrale (eines Raumschiffs?) -
es hilft
nichts, die Traitanks knallen schon wieder einen Blueraumer ab. Eine
dramatische Szene - sehr schön umgesetzt. Allerdings nur ein erster
Eindruck, der Roman zeigt, das es sich um ein Blues internes Gefecht
handelt - blöd, wenn die Schiffe der Terminalen Kolonne die selbe
Form wie die Blues haben ;-)
Uuuuunnnndddd??? Jawohl, Rainer Cator hat mich erhört - in diesem
Roman gibt es glatt eine Landkarte des Bluesplaneten Gatas - schluchzzzz,
Fanherz was willst Du mehr??? Jetzt muß ich glatt nachsehen, ob
in dem Roman "Schatten über Halut" auch eine Planetenkarte
dabei war. Habe
ich die vielleicht übersehen?
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Handlungsrezension
(Erich "E-Man Wall-1" Wallner)
Ungewohnt viele Einzelromane hintereinander. Es ist,
als würde Perrys Welt auseinandergerissen. Nur noch die Armada-Kolonne
hat ewige Homogenität und belebt den Handlungszusammenhang. So,
als sollte sich der Fan weit weg nach Hangay wünschen, um dort
die Wurzeln des Chaos möglichst eigenhändig ausreißen
zu wollen.
Die Blues, das Volk mit der Kriegsreligion, ist an der Übermacht
der Chaos-Kolonne so was von desinteressiert, dass es die galaxisweite
Bedrohung schlicht verleugnet. Auch ein Abschalten der Dunkelfelder
würde nichts daran ändern. Wobei man annehmen könnte,
dass sie die Herren Traitors bald als neue Kreatur des Krieges verehren
werden.
Eine andere Überraschung:
Das B-Hormon, zuletzt vor 2050 Heften (zur Bearbeitung des Molkex) wirksam,
kann für die Aufwertung minderwertiger Hyperkristalle zu Khalumvatt
wieder zum Einsatz kommen.
Das wäre das Comeback für Gatas.
In der Kolonne bewundert man die unermüdliche Kriegsbereitschaft
der Blues.
Vielleicht achtet man deshalb nicht mehr so sehr auf Ressourcenwahrung.
Die Ausschaltung der Führungselite ist das eine, die Einmischung
in die Raumschlachten der Blues die andere Seite der Kolonnen-Strategie.
Die Chaos-Flotte als Friedensbringer?
Was bei den Akonen als Plan nicht umzusetzen war, ist beim unbeherrschbaren
Wesen der Blues erfolgreich.
Ein schwer zu kontrollierender Sack Flöhe also.
Erstmals wird der Kolonnen-Motivator bei Milchstraßen-Völkern
eingesetzt.
Doch die Beeinflussten werden ausgeschaltet, genauso wie die „Famile
Koda Ariel“.
- Ein Status Quo. -
Die zweite Welle wird jetzt sehnlich erwartet.
Denn vorher können die Obelisken ihre Wirksamkeit nicht entfalten.
Die Einschüchterung hat versagt.
Sind das erste Anzeichen eines Fiaskos für die Chaos-Armada?
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