Bild-Rezension (Andy
"Lumpazie" Schmid)
Wow, eine ungewöhnliche Perspektive eines Perry
Rhodan Titelbildes!
Dirk Schulz entführt uns in die Kavernen, entsprechend feucht und
düster wirkt das Titelbild. Der ins grünlich-ocker gehende
Hintergrund wird bewusst diffus gehalten, damit das ganze Augenmerk
der Statue und dem kleinen Wesen im Vordergrund gilt. Dessen Aufmerksamkeit
wird von irgendetwas anderem in Anspruch genommen, der Blick des kängaruhähnlichen
Nager weicht der gigantischen Statue aus.
Recht possierlich sieht das Wesen aus. Wie wird im Roman wohl seine
Körpergröße beschrieben werden? - Erst dann wird sich
herausstellen, wie riesig das Götzenbild ist.
Erst auf den zweiten Blick erkennt fan, dass diese Objekt zwei Köpfe
hat. Somit schließt sich die Verwandschaft zu Halutern oder Bestien
aus, wie zwei Armpaare auf den ersten Blick vermuten lassen.
Zumindestens scheint hier das Vorbild für den Dualen Kapitän
gefunden zu sein, denn Klaus N. Frick verrät im Logbuch der Redaktion,
das dieser Roman von Hubert Haensel die Inneren Strukturen in Traitor
beleuchtet. Dabei sollen Progressbewahrer Antakur von Bitvelt ("Bitte
ein BIT" ;-) - und ein kleines nagerähnliches Wesen aus dem
Volk der Effremi, Jothadun, eine wichtige Rolle spielen.
Also das Titelbild weckt die Neugierde auf den Roman!
Auch die Innenillustration
kann sich sehen lassen! Diesmal passt der Comicstil sogar mal - Handlungsträger
Jothadun im Abwehrkampf gegen eine Riesenmade ;-).
Tatsächlich handelt es sich um den Laboraten, dessen Eier die sogenannte
"Kralle" hervorbringt, mit denen der absolute Gehorsam zur
Terminalen Kolonne sichergestellt wird.
Ein recht aggressives Bild; Jothaduns Angst kommt gut rüber.
Ich würde mich auch nicht freuen, als Madenfrühstück
zu enden - aber der Effremi weiß sich zu wehren!
Oder interpretiere ich den Stab in der Hand des Nagers ganz falsch?
Ist es in Wirklichkeit ein Zahnstocher, mit dem Jothadun dem Laboraten
die letzten Reste seiner Mittagsmahlzeit herausstochern will? Der entsetzliche
Mundgeruch der Riesenmade sorgt dann wohl für den entsetzten Gesichtsausdruck
des Effremi - da wäre wohl mal etwas Odol notwendig ;-)
[Ergänzung E-Man]
Wie ein Dämonendenkmal, aufgebaut wie ein Totempfahl, zusammengeflickt
wie ein Cantaro – Gestalt gewordener Chirurgenwahn.
Da fühlt man sich bei den Kybb wie in einem Nagelstudio.
Der Laborat, ein unästhetisches Patchwork (Es stellt sich heraus:
Es ist der Progress-Wahrer), Frankenstein und Monster in einer Person.
Düsterheit aus einer Tolkien-Gruft. Aber schlechte Zeichnungen
der Horrorszene treffen besser.
Horst Gotta widmet sich dem kleinen Wesen, das auch auf dem Titelbild
zu sehen ist – und setzt es in Schwierigkeiten mit einem Riesenparasiten.
(Es stellte sich heraus, das sollte der Laborat werden).
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Handlungsrezension
(Erich "E-Man Wall-1" Wallner)
Der Effremi Jothadùn rettet bei Kämpfen
um das Kosmonukleotid TRYCLAU 3 einem Dualen Kapitän das Leben.
Dafür erhält er das Endogene Glück. Zudem wird er zur
Dienstburg CRULT des Progress-Wahrers Antakur von Bitvelt versetzt.
Ein Domizil des Gigantismus.
Gleich drei Effremi-Völker befinden sich unter vielen anderen in
dieser Welt für sich. Das größte steht ihm zur Aufnahme
zur Verfügung.
Seltsam mutet sein Glaube an das Leben gegen das versklavende GESETZ
der Ordnungsmächte an. Als würde TRAITOR nach dem gleichen
Ideal wie seine Gegner streben, nur mit fehlgeleiteten Mitteln.
Auch ein Kalbaron macht ihn darauf aufmerksam, dass er für die
Schonung einer Planetenzivilisation normalerweise bestraft würde,
hätte er nicht eine besondere Fähigkeit. Und das ist: Unempfindlichkeit
gegenüber einem Strangeness-Schock.
Das ist unabdingbar für einen Besuch beim Laboraten, und dieses
Wesen ist interdimensional. Eigentlich nur ein Tier, versorgt es die
Kolonne mit der Laboratenkralle, seinen Sporen.
Durch seine Gesänge des Effremi-Volkes, und vielleicht einem empathischen
Talent, macht er sich auch hier unentbehrlich.
Bis er zum Progresswahrer abberufen wird.
Scheinbar nahezu kristallin, mit extrem verzögertem Zeitablauf,
begegnen wir hier einer Schimäre – zwischen Abruse und Druuf
stehend.
Nun hat die Zerstörung des RUFERs schwere Auswirkungen beim Übertritt
in die Milchstraße, sowohl auf den Progress-Wahrer wie auch den
Laboraten. Jothadùn kann die tobende Bestie befrieden, retten
und die Genesung beschleunigen.
Damit endet der erste Teil um die Dienstburg CRULT und die Präsentation
des Progress-Wahrers. Es ist erstmalig ein ausführlicherer Blick
in die tiefen Gründe der Psychologie der Kolonne. Der herzige Sonnenschein
Jothadùn, mit seinem Ideal, zu Rettern des Universums berufen
zu sein, gleicht in seiner Naivität beinahe einem Ilt.
Eine Begegnung mit Gucky wird Volksverwandtschaften aufdecken, da bin
ich mir sicher.
Niemand sonst kann ihn aufklären, dass er dem falschen Herrn dient.
Dass sein Volk nur wegen der besonderen Fähigkeiten Narrenfreiheit
unter den Destruktiven genießt. Blindheit beim gegenseitigen Morden
und Unempfindlichkeit gegenüber dem Leiden kann erzüchtete
Emotionsimmunität sein oder durch eine andere Art Beeinflussung
bedingt.
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