Band 2342:
"In der Kaverne des Laboraten"

Zyklus: TERRANOVA
Erscheinungsdatum: 7.7.2006
offizielle Romanvorstellung auf der Perry-Rhodan-Website

Autor: Hubert Haensel
Titelbild: Dirk Schulz
Illustration: Dirk Schulz / Horst Gotta

Kommentar: Was ist TRAITOR?
Extra: Journal

Rezension:
Bild
(Andy Schmid)
Text (Erich Wallner

Tibi - Perry Rhodan-Band 2342

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Bild-Rezension (Andy "Lumpazie" Schmid)

Wow, eine ungewöhnliche Perspektive eines Perry Rhodan Titelbildes!
Dirk Schulz entführt uns in die Kavernen, entsprechend feucht und düster wirkt das Titelbild. Der ins grünlich-ocker gehende Hintergrund wird bewusst diffus gehalten, damit das ganze Augenmerk der Statue und dem kleinen Wesen im Vordergrund gilt. Dessen Aufmerksamkeit wird von irgendetwas anderem in Anspruch genommen, der Blick des kängaruhähnlichen Nager weicht der gigantischen Statue aus.
Recht possierlich sieht das Wesen aus. Wie wird im Roman wohl seine Körpergröße beschrieben werden? - Erst dann wird sich herausstellen, wie riesig das Götzenbild ist.
Erst auf den zweiten Blick erkennt fan, dass diese Objekt zwei Köpfe hat. Somit schließt sich die Verwandschaft zu Halutern oder Bestien aus, wie zwei Armpaare auf den ersten Blick vermuten lassen.
Zumindestens scheint hier das Vorbild für den Dualen Kapitän gefunden zu sein, denn Klaus N. Frick verrät im Logbuch der Redaktion, das dieser Roman von Hubert Haensel die Inneren Strukturen in Traitor beleuchtet. Dabei sollen Progressbewahrer Antakur von Bitvelt ("Bitte ein BIT" ;-) - und ein kleines nagerähnliches Wesen aus dem Volk der Effremi, Jothadun, eine wichtige Rolle spielen.
Also das Titelbild weckt die Neugierde auf den Roman!

Auch die Innenillustration kann sich sehen lassen! Diesmal passt der Comicstil sogar mal - Handlungsträger Jothadun im Abwehrkampf gegen eine Riesenmade ;-).
Tatsächlich handelt es sich um den Laboraten, dessen Eier die sogenannte "Kralle" hervorbringt, mit denen der absolute Gehorsam zur Terminalen Kolonne sichergestellt wird.
Ein recht aggressives Bild; Jothaduns Angst kommt gut rüber.
Ich würde mich auch nicht freuen, als Madenfrühstück zu enden - aber der Effremi weiß sich zu wehren!
Oder interpretiere ich den Stab in der Hand des Nagers ganz falsch?
Ist es in Wirklichkeit ein Zahnstocher, mit dem Jothadun dem Laboraten die letzten Reste seiner Mittagsmahlzeit herausstochern will? Der entsetzliche Mundgeruch der Riesenmade sorgt dann wohl für den entsetzten Gesichtsausdruck des Effremi - da wäre wohl mal etwas Odol notwendig ;-)

[Ergänzung E-Man]

Wie ein Dämonendenkmal, aufgebaut wie ein Totempfahl, zusammengeflickt wie ein Cantaro – Gestalt gewordener Chirurgenwahn.
Da fühlt man sich bei den Kybb wie in einem Nagelstudio.
Der Laborat, ein unästhetisches Patchwork (Es stellt sich heraus: Es ist der Progress-Wahrer), Frankenstein und Monster in einer Person. Düsterheit aus einer Tolkien-Gruft. Aber schlechte Zeichnungen der Horrorszene treffen besser.

Horst Gotta widmet sich dem kleinen Wesen, das auch auf dem Titelbild zu sehen ist – und setzt es in Schwierigkeiten mit einem Riesenparasiten. (Es stellte sich heraus, das sollte der Laborat werden).



Handlungsrezension (Erich "E-Man Wall-1" Wallner)

Der Effremi Jothadùn rettet bei Kämpfen um das Kosmonukleotid TRYCLAU 3 einem Dualen Kapitän das Leben. Dafür erhält er das Endogene Glück. Zudem wird er zur Dienstburg CRULT des Progress-Wahrers Antakur von Bitvelt versetzt.
Ein Domizil des Gigantismus.
Gleich drei Effremi-Völker befinden sich unter vielen anderen in dieser Welt für sich. Das größte steht ihm zur Aufnahme zur Verfügung.
Seltsam mutet sein Glaube an das Leben gegen das versklavende GESETZ der Ordnungsmächte an. Als würde TRAITOR nach dem gleichen Ideal wie seine Gegner streben, nur mit fehlgeleiteten Mitteln.
Auch ein Kalbaron macht ihn darauf aufmerksam, dass er für die Schonung einer Planetenzivilisation normalerweise bestraft würde, hätte er nicht eine besondere Fähigkeit. Und das ist: Unempfindlichkeit gegenüber einem Strangeness-Schock.
Das ist unabdingbar für einen Besuch beim Laboraten, und dieses Wesen ist interdimensional. Eigentlich nur ein Tier, versorgt es die Kolonne mit der Laboratenkralle, seinen Sporen.
Durch seine Gesänge des Effremi-Volkes, und vielleicht einem empathischen Talent, macht er sich auch hier unentbehrlich.
Bis er zum Progresswahrer abberufen wird.
Scheinbar nahezu kristallin, mit extrem verzögertem Zeitablauf, begegnen wir hier einer Schimäre – zwischen Abruse und Druuf stehend.

Nun hat die Zerstörung des RUFERs schwere Auswirkungen beim Übertritt in die Milchstraße, sowohl auf den Progress-Wahrer wie auch den Laboraten. Jothadùn kann die tobende Bestie befrieden, retten und die Genesung beschleunigen.

Damit endet der erste Teil um die Dienstburg CRULT und die Präsentation des Progress-Wahrers. Es ist erstmalig ein ausführlicherer Blick in die tiefen Gründe der Psychologie der Kolonne. Der herzige Sonnenschein Jothadùn, mit seinem Ideal, zu Rettern des Universums berufen zu sein, gleicht in seiner Naivität beinahe einem Ilt.
Eine Begegnung mit Gucky wird Volksverwandtschaften aufdecken, da bin ich mir sicher.
Niemand sonst kann ihn aufklären, dass er dem falschen Herrn dient. Dass sein Volk nur wegen der besonderen Fähigkeiten Narrenfreiheit unter den Destruktiven genießt. Blindheit beim gegenseitigen Morden und Unempfindlichkeit gegenüber dem Leiden kann erzüchtete Emotionsimmunität sein oder durch eine andere Art Beeinflussung bedingt.



Letztes Update dieser Seite am 26.09.2006