Bild-Rezension (Andy
"Lumpazie" Schmid)
Das ist Swen Papenbrock, wie ich ihn liebe - expermentierfreudig,
mit neuen Ideen. Dieses Titelbild ist spitzenklasse!!!
Alaska setzt seine Maske auf, in der sich das entsetzte Gesicht von
Cosmuel Kain spiegelt. Sehr gut erkennt man das irre Leuchten des Cappinfragments.
Im Hintergrund sieht man Kirmizz knieend; auch ihn scheint der Anblick
Alaskas sehr mitgenommen zu haben. Cosmuel erinnert mich stark an die
Viva Moderatorin Cülcan. War sie das Vorbild für Swens Cosmuel?
Die Cyno habe ich mir zwar anders vorgestellt, trotzdem hat Swen sie
sehr gut umgesetzt, gerade auch, was ihre Haare und den Zopf betrifft.
Die Idee mit der spiegelden Maske ist einfach klasse, wenn nun auch
das Cappinfragment verrät, das Swen ebenfalls mit dem Computer
arbeitet. So eine Farbpracht bringt kein Zeichner mehr her. Die Vermutung
hatte ich ja schon seit Heft Nr. 2456 - Gewissheit brachte mir ein Gespräch
mit Swen auf dem Jubiläumsstammtisch in Wien. Tja, schade eingentlich,
dass Swen nun auch in die Kerbe von Dirk Schulz schlägt, aber man
muss wohl mit der Zeit gehen, um konkurrenzfähig zubleiben. So
kommen Swens Bilder nun auch aus dem Computer, aber wenn solche Ergebnisse
wie die letzten drei Bilder dabei herausspringen, dann soll es mir Recht
sein ;-).
[Ergänzung E-Man: Die bisher beste Darstellung,
wenn Alaska seine Maske lüftet. Die entsetzte oder auch gefährdete
Dame müsste Cosmuel Kain sein.]
Die Innenillustration
ist auch sehr beeindruckend!
Eine Hauri, die einen Kollegen mit den Nägeln ihrer eigenen Hände
die Halsschlagader aufsticht - im
Hintergrund das Gesicht von Kirmizz. Hier kommt die Symbolik, dass die
Hauri nicht aus eigenen Antrieb, sondern unter Beeinflussung des Chaotenderpiloten
steht, sehr gut herüber.
Kirmizz Augen sind mir etwas zu menschlich geraten, vielleicht wären
hier schwarze Augäpfel mit hellen
Pupillen passender gewesen.
Die Hauri hat Swen diesmal so dargestellt, wie sie mir aus dem Tarkanzyklus
in Erinnerung sind (im Gegensatz zum letzten Heft, wo sie Haare hatten).
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Handlungsrezension
(Erich "E-Man Wall-1" Wallner)
Der gestrandete Chaospilot wird seine Verfolger nicht
so schnell los. Unmut über das lästige ?niedere? Leben wächst
in ihm. Dabei hat er nur eine Ahnung von seinen hehren Zielen. Ganz
ist sein Gedächtnis noch nicht zurück. Speziell von VULTAPHER
scheint er noch nichts zu wissen.
Die Hauris haben keine Bedenken, Kartanin als minderes Schlachtenpotential
in Massen auf den Verbreiter des Schmerzrufs zu hetzen. Scheint, als
wären Hauris bislang die einzige Spezies, die Tests als künftige
Mitstreiter TRAITORs überleben und auch noch genießen könnten.
Einige Leser stellen gelegentlich die absurde These auf: Wäre es
nicht besser, sich auf die Seite der Chaotarchen zu schlagen?
Nun ist mit der nicht gelösten 3. Ultimativen Frage das Wohlwollen
der Kosmokraten ausgereizt. Ab Band 1800 wurden Konsequenzen des 3.
Weges vor Augen geführt. Und ab Band 2100 ist Perrys Welt eben
von allen Guten Geistern verlassen. Die Dunkle Schiene könnte so
gesehen durchaus bis Band 4000 weiterlaufen, ohne allzu sehr ein Gleichgewicht
zu stören.
Cosmuel Kain fällt Kirmizz in die Hände. Als Cyno kann sie
den Einflüssen Widerstand entgegenbringen. Verhältnismäßig
spät. Kirmizz lässt sie nur leben, weil er mehr über
die Friedensfahrer erfahren will.
Es ist nicht nur Kantirans persönliche Katastrophe.
Die Todeszone, die Kirmizz um sich verbreitet, sollte nicht zum Rückzug
oder Davonlaufen zwingen. Die Friedensfahrer müssen sich jetzt
der Auseinandersetzung stellen. Sie sollten aber in Erwägung ziehen,
auf die geplante Geiselnahme zu verzichten. Auch wenn einige Vertreter
der Vereinigung psibegabt sind, technisch besteht keine Möglichkeit,
ein Lebewesen aus der Negasphäre, und seine Energien zu isolieren.
Alaska Saedelaere in die Auseinandersetzung schicken, ist ein brüchiger
Strohhalm, nach dem sie greifen. Das stumme Gesicht ist nicht das Cappin-Fragment,
wie es das Cover assoziiert. So wird das Psi-Organ, das frei geklappt
wird, bezeichnet. Die einander total fremden 6-dimensionalen Energien
interagieren.
Dieses Duell ist der Grund, warum Alaska sein Fragment zurückbekam.
Durch den Transmitterunfall ist er das einzige Wesen in dieser Welt,
das dem Cappinfragment in der untersten Dimension einen Anker bietet.
Nur hat auch Kirmizz einen stummen Begleiter. Untha Myrre, wie Gon Orbhon
ein Relikt einer früheren Schulung, nutzt ihn als Träger.
Kaum mit eigenen Fähigkeiten, aber doch einem Extrasinn aus der
Ark Sumnia vergleichbar.
Bevor die leichtsinnigen Friedensfahrer Kirmizz einsammeln, ist zudem
die BANDA SARI, sein Suchtrupp anwesend. Kirmizz hingegen unterschätzt
wohl die Bedeutung der Friedensfahrer, indem er sie als ?regionale?
Gefahr einstuft. Die OREON-Kapseln können hingegen mit Nutzung
der Quartalen Kraft zwar weiträumig präsent sein, auf Kampfkraft
verfügen sie jedoch kaum.
Das wahre Wunder stellt das Überleben Cosmuel Kains dar. Und Kantiran
konnte sich nicht als Retter revanchieren. Der Traum von Camp Sondyselene
ist allerdings schon wieder Geschichte.
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