Band 2359:
"Das Stumme Gesicht"

Zyklus: TERRANOVA
Erscheinungsdatum: 03.11.2006
offizielle Romanvorstellung auf der Perry-Rhodan-Website

Autor: Michael Marcus Thurner
Titelbild: Swen Papenbrock
Illustration: Swen Papenbrock

Kommentar: Kosmitäten.
Extra: Risszeichnung:
Einsatzzentrale des akonischen Energiekommandos
von Torsten Renz

Rezension:
Bild
(Andy Schmid)
Text (Erich Wallner

Tibi - Perry Rhodan-Band 2359

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Bild-Rezension (Andy "Lumpazie" Schmid)

Das ist Swen Papenbrock, wie ich ihn liebe - expermentierfreudig, mit neuen Ideen. Dieses Titelbild ist spitzenklasse!!!
Alaska setzt seine Maske auf, in der sich das entsetzte Gesicht von Cosmuel Kain spiegelt. Sehr gut erkennt man das irre Leuchten des Cappinfragments. Im Hintergrund sieht man Kirmizz knieend; auch ihn scheint der Anblick Alaskas sehr mitgenommen zu haben. Cosmuel erinnert mich stark an die Viva Moderatorin Cülcan. War sie das Vorbild für Swens Cosmuel?
Die Cyno habe ich mir zwar anders vorgestellt, trotzdem hat Swen sie sehr gut umgesetzt, gerade auch, was ihre Haare und den Zopf betrifft.
Die Idee mit der spiegelden Maske ist einfach klasse, wenn nun auch das Cappinfragment verrät, das Swen ebenfalls mit dem Computer arbeitet. So eine Farbpracht bringt kein Zeichner mehr her. Die Vermutung hatte ich ja schon seit Heft Nr. 2456 - Gewissheit brachte mir ein Gespräch mit Swen auf dem Jubiläumsstammtisch in Wien. Tja, schade eingentlich, dass Swen nun auch in die Kerbe von Dirk Schulz schlägt, aber man muss wohl mit der Zeit gehen, um konkurrenzfähig zubleiben. So kommen Swens Bilder nun auch aus dem Computer, aber wenn solche Ergebnisse wie die letzten drei Bilder dabei herausspringen, dann soll es mir Recht sein ;-).

[Ergänzung E-Man: Die bisher beste Darstellung, wenn Alaska seine Maske lüftet. Die entsetzte oder auch gefährdete Dame müsste Cosmuel Kain sein.]

Die Innenillustration ist auch sehr beeindruckend!
Eine Hauri, die einen Kollegen mit den Nägeln ihrer eigenen Hände die Halsschlagader aufsticht - im
Hintergrund das Gesicht von Kirmizz. Hier kommt die Symbolik, dass die Hauri nicht aus eigenen Antrieb, sondern unter Beeinflussung des Chaotenderpiloten steht, sehr gut herüber.
Kirmizz Augen sind mir etwas zu menschlich geraten, vielleicht wären hier schwarze Augäpfel mit hellen
Pupillen passender gewesen.
Die Hauri hat Swen diesmal so dargestellt, wie sie mir aus dem Tarkanzyklus in Erinnerung sind (im Gegensatz zum letzten Heft, wo sie Haare hatten).




Handlungsrezension (Erich "E-Man Wall-1" Wallner)

Der gestrandete Chaospilot wird seine Verfolger nicht so schnell los. Unmut über das lästige ?niedere? Leben wächst in ihm. Dabei hat er nur eine Ahnung von seinen hehren Zielen. Ganz ist sein Gedächtnis noch nicht zurück. Speziell von VULTAPHER scheint er noch nichts zu wissen.

Die Hauris haben keine Bedenken, Kartanin als minderes Schlachtenpotential in Massen auf den Verbreiter des Schmerzrufs zu hetzen. Scheint, als wären Hauris bislang die einzige Spezies, die Tests als künftige Mitstreiter TRAITORs überleben und auch noch genießen könnten.

Einige Leser stellen gelegentlich die absurde These auf: Wäre es nicht besser, sich auf die Seite der Chaotarchen zu schlagen?
Nun ist mit der nicht gelösten 3. Ultimativen Frage das Wohlwollen der Kosmokraten ausgereizt. Ab Band 1800 wurden Konsequenzen des 3. Weges vor Augen geführt. Und ab Band 2100 ist Perrys Welt eben von allen Guten Geistern verlassen. Die Dunkle Schiene könnte so gesehen durchaus bis Band 4000 weiterlaufen, ohne allzu sehr ein Gleichgewicht zu stören.

Cosmuel Kain fällt Kirmizz in die Hände. Als Cyno kann sie den Einflüssen Widerstand entgegenbringen. Verhältnismäßig spät. Kirmizz lässt sie nur leben, weil er mehr über die Friedensfahrer erfahren will.
Es ist nicht nur Kantirans persönliche Katastrophe.
Die Todeszone, die Kirmizz um sich verbreitet, sollte nicht zum Rückzug oder Davonlaufen zwingen. Die Friedensfahrer müssen sich jetzt der Auseinandersetzung stellen. Sie sollten aber in Erwägung ziehen, auf die geplante Geiselnahme zu verzichten. Auch wenn einige Vertreter der Vereinigung psibegabt sind, technisch besteht keine Möglichkeit, ein Lebewesen aus der Negasphäre, und seine Energien zu isolieren.
Alaska Saedelaere in die Auseinandersetzung schicken, ist ein brüchiger Strohhalm, nach dem sie greifen. Das stumme Gesicht ist nicht das Cappin-Fragment, wie es das Cover assoziiert. So wird das Psi-Organ, das frei geklappt wird, bezeichnet. Die einander total fremden 6-dimensionalen Energien interagieren.
Dieses Duell ist der Grund, warum Alaska sein Fragment zurückbekam. Durch den Transmitterunfall ist er das einzige Wesen in dieser Welt, das dem Cappinfragment in der untersten Dimension einen Anker bietet.
Nur hat auch Kirmizz einen stummen Begleiter. Untha Myrre, wie Gon Orbhon ein Relikt einer früheren Schulung, nutzt ihn als Träger. Kaum mit eigenen Fähigkeiten, aber doch einem Extrasinn aus der Ark Sumnia vergleichbar.
Bevor die leichtsinnigen Friedensfahrer Kirmizz einsammeln, ist zudem die BANDA SARI, sein Suchtrupp anwesend. Kirmizz hingegen unterschätzt wohl die Bedeutung der Friedensfahrer, indem er sie als ?regionale? Gefahr einstuft. Die OREON-Kapseln können hingegen mit Nutzung der Quartalen Kraft zwar weiträumig präsent sein, auf Kampfkraft verfügen sie jedoch kaum.

Das wahre Wunder stellt das Überleben Cosmuel Kains dar. Und Kantiran konnte sich nicht als Retter revanchieren. Der Traum von Camp Sondyselene ist allerdings schon wieder Geschichte.



Letztes Update dieser Seite am 05.02.2007