Bild-Rezension (Andy
"Lumpazie" Schmid)
Passend zum Titel trifft man auf diesem Cover natürlich
die Hauptperson des Romans an - obwohl dieser dann gar nicht so oft
in der Handlung des Heftes vorkommt, sondern erst zwei Bände später
einen intensiveren Auftritt hat.
Sei es drum, der duale Kapitän wurde uns schon auf dem GarchingCon
im Sommer dieses Jahres von Klaus N. Frick als wichtiger Handlungsträger
des neuen Zykluses angekündigt.
Immerhin befehligt er das Kolonnenfort Traitor 0098 - direkt vor der
Haustür Terras.
Kein Wunder, dass hier ein Portrait dieser zwar sehr gefährlichen,
in der Hirarchie der Chaosmächte aber sehr weit unten agierenden
Person notwendig ist.
Aus den Hälften zweier Wesen zusammengenäht, einer Verspottung
des Lebens gleich.
Das erinnert stark an Frankensteins Monster.
Gut, über die Hintergründe dieser Maßnahme lesen wir
auch zwei Romane weiter etwas mehr - das Bildnis dieses Wesens gefällt
mir aber gar nicht.
Zum einen wurden der eine Kopf des Kapitäns als schlangenartig
beschrieben. Hier hätte mir der Kopf einer Anaconda gefallen. Der
Schlangenteil sieht aber eher aus wie ein Dinosauerierschädel (ok,
auch ein Reptil).
Auch der Kopf des Vogelartigen gefällt nicht sonderlich. Ein Habicht
wäre hier passender gewesen. Außerdem wirkt der Körper
viel zu klobig, dazu die Säbel – oh weia - wo tauchen die
eigentlich im Roman auf? Sind wir jetzt in einem Piratenroman? Soll
damit die Assoziation zum Titel Kapitän gesetzt werden?
Nein, das ist wirklich nicht gelungen! Da hätte ich mir mehr erwartet.
Außerdem kommt hier der Comicstil von Dirk wieder voll zum Tragen.
Für "Jungleser" mag diese Zeichnung ansprechend sein
- mir gefällt sie nicht so.
Einzig die kleinen Mikrobestien im Vordergrund des Bildes finde ich
sehr witzig!
Erich ergänzt::
Proportional sind seine Köpfe etwas klein geraten. In einer Unterebene
laufen Mikrobestien durch den Schriftzug.
Was lernen wir aus dieser neuen Stilrichtung: Auch D. Schulz hat seine
monströsen Seiten.
Die Innenillustration
entschädigt etwas für das Tibi.
Wir sehen, wie die Terraner dem Dualen Kapitän das Kolonnenfort
unterm seinen Arsch wegpusten (ups, da stell ich mir die Frage, von
welchem Teil hat der Duale Kapitän eigentlich sein Hinterteil?
- Wenn er genau in der Mitte geteilt wurde, müsste sein Hintern
zusammengenäht sein. Aber wie kann er dann ... nein, das würde
jetzt zu weit führen. Vermutlich hat der Duale Kapitän auch
einen, äh, dualen Hintern, grins).
Zurück zur Innenillustraion.
Wir sehen also das explodierente Kolonnenfort, davor die fliehenden
Kugelraumer der Terraner.
Im Hintergrund freut sich Mikro-Bestie Zon Factor diebisch darüber,
dass seine Rache an dem Dualen Kapitän geklappt hat.
Das darf man natürlich getrost symbolisch sehen, schließlich
befindet sich Zon Factor im explodierenden Kolonnenfort!
Der Duale Kapitän konnte seinen zweigeteilten Arsch retten und
wird nun weiterhin sein Unwesen auf weiteren Titelbildern treiben (schließlich
hat Dirk Schulz die MASTERFGRAFIK erstellt - und die anderen Zeichner
müssen sich danach richten).
Damit endet die erste Staffel von Dirk Schulz für den neuen Zyklus.
Zusammengelegt ergeben die Hefte 2300 bis 2304 wieder ein Gesamtbild
(schon bekannt von Heft 2200-2204). Auch eine werbestrategische Maßnahme
des Verlags.
Schon auf der Computerbild-DVD mit dem Hörbuch zu Heft 2300 bekam
man diese Panoramaansicht als Wallpaper geliefert.
Das Postkarten Set Nr. 5 zeigt diese Motive, der Fan kann es sich in
einem eigens eingerichteten InternetShop auf der Perry Rhodan-Homepage
als Poster (in verschiedenen Größen) bestellen. Abonnenten
bekomme die kleinste Ausgabe sogar gratis.
Zusammen mit dem über vier Heften laufenden Preisrätsel hat
sich die Marketingabteilung wirklich Mühe gegeben, etwas zu bieten
und Neuleser bei der Stange zuhalten.
Und es geht noch weiter - die kommenden Hefte bieten einen Modellbausatz
aus Karton!
Raffiniert !!! Da steigen die Umsatzzahlen...... ;-)
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Handlungsrezension
(Erich "E-Man Wall-1" Wallner)
Der Herr des Kolonnenforts dürfte verärgert
sein über den Verrat seines Schützlings und die Flucht der
Spione.
Das verschollene Schiff, die BRIXBIE, wird in Nähe des Sonnensystems
gefunden. In Würfelform gepresst.
In Jahrtausenden irdischer und arkonidischer Kriegsführung im Weltraum,
die Blues nicht anders, waren schöne Explosionswolken der Garant
für kollisionsarme Fortbewegung im Raum.
Sind jetzt die Chaosmächte ordentlicher als die bislang sogenannten
„Guten“?
Recyclinggerechte Feindvernichtung!
Aus dem Suchgeschwader erwischt es dann die FRITJOF NANSEN.
Nebenbei bemerkt: Ds Material hat nach solch einem Anschlag die, in
die Nähe eines Black Holes reichende Dichte. Leider ist es instabil.
Der Überraschungseffekt für Bergungswillige dürfte einmalig
bleiben, und es kommt vermutlich auch zu selten zu einem Anspruch.
Der Duale Kapitän ist erheblich verärgert über die Vorwitzigkeit
eines Geschützbedieners. Zu diesem Zeitpunkt war nicht vorgesehen,
eine Belagerungsflotte um das Fort zu scharen.
Eigentlich besteht er ja aus drei Persönlichkeiten.
Der Mor’Daer Zerbone und Aroff, der Ganschkare, streiten durchaus
wie weiland Gorbatschov um die Führung des Körpers.
Ach nee, der Doppelkopf hieß Goratschin, und die Köpfe heißen
Iwan und Rebroff.
Bei wichtigen Angelegenheiten jedenfalls verschmelzen sie zu Zerberoff.
Bei einem guten Ara läßt sich aus ihnen noch ein Cantaro
und ein Kybb schnitzen.
Als Brillenalbatros und Scheuklappengecko gehen sie sich gegenseitig
an die Glupscher.
Die Nüsse sind beim Verschnitt wohl weggefallen.
Eins haben sie aber gemeinsam: Es kräuselt ihnen Federn wie Schuppen,
dass sie am unterentwickelten Terra soviel Ärger haben als ansonsten
höchstens bei Kosmokratendienern.
Dem Dunklen Ermittler sind wohl einige chronologische Besonderheiten
durch gerade abgelaufene Dunkle Epochen entgangen.
So begeht der D.K. eigentlich ein Sakrileg, als er die Arbeiten des
Dunklen Ermittlers in Diskredit bringt.
Zon Facter braucht für seine Rache die Hilfe Perry
Rhodans. Trotzdem führt er sich auf wie ein kleiner Despot. Dabei
hat er keine konkreten Fakten und Daten. Nur eine Einschätzung,
die immer noch betrüblich genug für die Milchstraße
ist.
Mit Sprengstoff vollgepfropft kehrt die Dunkelkapsel in das Fort hinter
dem Fraktalen Schirm zurück. Die Siganesen verminen den Schirmprojektor.
Zon Facter konfrontiert sich mit dem D.K. – und verliert!
Er stirbt schneller, als der D.K. ihm noch Informationen entlocken könnte.
Der Zeitplan steht, und tatsächlich geht das Fort unter.
Nur die Siganesen, aber auch Zerberoff entkommen.
Jetzt könnte man auf eine neue Handlungsschiene schwenken, wo wir
uns das Hoppen doch so angewöhnt haben. Aber der Schatten von Atlan-Village
wird wohl der Duale Kapitän sein.
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