Bild-Rezension (Andy
"Lumpazie" Schmid)
Swen Papenbrock beginnt seine aktuelle Staffel mit
einem sehr ruhigen Bild, das tut nach den düsteren Stil der letzen
drei Tibis von Dirk Schulz richtig gut. Im Oldfashion-Style hätte
diese Zeichnung auch von Johnny Bruck stammen können.
Eine Springerwalze schwebt über einem Gebirge des Planeten Traktarat;
im Hintergrund sieht man sehr schön die im Roman so plastisch beschriebenen
Staubringe. Auch die beiden Doppelsonnen des Aptutsystems fehlen nicht.
Es ist schön, wenn sich die Zeichner so genau an die Romanbeschreibung
halten. Swen gelingt es, mit diesem Bild das Flair der Perry Rhodan-Serie
aus vergangenen Tagen einzufangen!
Klasse!!!
Auch die Innenillustration
wirkt wie Balsam - eine einfache Strichzeichnung - auch wenn sie "nur"
die zwei Algorrian zeigt. Die eigenwilligen Zentaurenwesen, welche wie
eine Mischung aus Hund und Pferd wirken, mag ich irgendwie nicht. Trotzdem
muss ich bewundernd feststellen, wie genau Swen die Vorgaben von Dirk
Schulz Originalzeichung übernimmt. Eine der großen Stärken
von Swen!!!
Und eine Überraschung von Rainer Castor!
Passend zum Romaninhalt präsentiert er eine Karte des Planeten
Traktarat.
Spitze!!!
So liebe ich die Perry Rhodan-Romane.
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Handlungsrezension
(Erich "E-Man Wall-1" Wallner)
Arndt Ellmer führt uns auf einen Streifzug durch
die ältere und jüngere Chronik der Serie.
Von Terra über Devolter zur Welt der Antis ... ein abwechslungsreiches
Stimmungsbild ohne Brüche eröffnet einen liebevollen Rundblick
in die Milchstraße, selbst unter diesen schrecklichen Bedingungen.
Einzig bei der Mission der zwei Helden entglitten mir die Zusammenhänge.
Doch ein zweites Mal Lesen ermüdet keineswegs, im Gegenteil.
Nachdem die Anhäufung einzelner, wunderbarer Planetenromane beim
Leser als zerrissen ankam, häufen sich die Doppelbände - und
das sehr erfolgreich.
ARCHETIM hat bereits einmal eine Negasphäre verhindert. Über
den Nukleus bekommen sie einen Tipp: Nur 1 Allgorian und 1 Schohaake
zusammen bilden den Schlüssel für das Clateaux der Zeiten
auf Oaghonyr.
Das historische Museum der Superintelligenz liegt nahe beim galaktischen
Zentrum.
Der Schohaake Mengo Soffix steht sofort zur Stelle, der Allgorian Varantir
wird später eingesammelt. Mit Hilfe von NATHAN ermitteln sie als
nächste Datenquelle die Archive der Baalol auf Aptut.
Es kommt jetzt ein bisschen schnell, wie ein ohne Vorankündigung
aus dem Hut gezaubertes Hilfsmittel. Der schale Geschmack eines Ausweichprogramms,
weil das Konzept ins Stocken geraten ist, stellt sich ein.
Die Arroganz der Algorrian erweist sich als das größte Hindernis.
Nur mit einem teueren Zugeständnis kann Varantir umgestimmt werden.
Der Zugang zum Arsenal im Bahnhof der Friedensfahrer wird erlaubt.
Erst muss man jedoch noch nach Traktarat für die Koordinaten.
Gelegenheit für eine weitere Nuance des Umgangs eines wichtigen
galaktischen Volkes mit dem Joch der TRAITOR-Kolonne.
Wenn die Friedensfahrer Kantiran und Alaska bei den Antis Helfer suchen,
erschweren Sanktionen gegen den Baalol-Kult in der Vergangenheit diese
Aufgabe.
Es ist nur verständlich, dass die Ausgegrenzten jetzt nicht mit
Begeisterung den Kopf hinhalten für Belange ansonsten ablehnender
Imperien.
Zwar von vielen Aspekten der Direktive nicht berührt, kratzt diese
schwere Beschneidung der Selbstbestimmung tief an ihrer Ehre.
Der Verlust der Souveränität reicht für passiven Widerstand,
aber kaum, um unter's Joch anderer zu schlüpfen. Schließlich
sind die Friedensfahrer in der Milchstraße ohne jegliche Vorgeschichte.
Unnahbar, zu einer Allianz nicht zu bewegen, vertrauen sie auf ihre
Fähigkeiten als Anti, und wollen im Alleingang ein Kolonnenfort
ausschalten.
Das einzige, womit sie bisher gegen TRAITOR aufwarten können, ist
nur die Ausschaltung einer „Familie Koda Ariel“.
Dann kommen die Friedensfahrer, und entledigen sie mit gleicher Tat
dieser Möglichkeit eines Widerstands auch noch.
Die Antis hängen an den verpassten Gelegenheiten, die Galaxis zu
beherrschen. Nur die dummen Völker waren einfach nicht damit einverstanden,
sich von einer kleinen Gruppe mit parapsychischen Möglichkeiten
gängeln zu lassen.
Wir brauchen trotz Dichte nicht auf den besonderen Schalk von Arndt
verzichten.
Wie überwindet man die von TRAITOR bewachte Zone eines Ressource-Planeten?
Man lässt sich von einem Springerschiff mit Lizenz für Gemüsetransport
einschleusen. Hauptsache, man hat eine Plastiktüte voll Hyperkristalle
dabei. Bringt man mit gewitztem Zocken den Springer zum Lachen, ist
der Rückflug schon inbegriffen. Was könnte Arndt daraus erst
machen, wenn er das Gebaren türkischer Autohändler kennen
würde?
Die Friedensfahrer klopfen gerade an die Tür der Institution des
Archivs, als in den oberen Geschossen die besten Kräfte ein Parapsi-Kraftfeld
aufbauen.
Noch während Alaska und Kantiran das Archiv nutzen, holen sie einen
Traitank aus dem Orbit und fliegen das Fort an. Ihre Niederlage, der
Verlust führender Kräfte und bester Paraenergetiker bleibt
rätselhaft.
Wurde man auf sie aufmerksam, weil die Verbindung zu den Familien Koda
Ariels abriss und die Überwachung in Alarm versetzte? War es die
Fähigkeit eines Dualen Kapitäns, oder war ein Kolonnenmotivator
an Bord des Traitanks?
Ein Einsatz eines Parablocks der Antis wurde schon seit Ewigkeiten ausgeklammert.
Und doch wurde dieses Element in völlig neuer, berauschender Darstellung
aufgeboten.
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