Band 2344:
"Die Rebellen von Traktarat"

Zyklus: TERRANOVA
Erscheinungsdatum: 21.7.2006
offizielle Romanvorstellung auf der Perry-Rhodan-Website

Autor: Arndt Ellmer
Titelbild: Swen Papenbrock
Illustration: Swen Papenbrock

Kommentar: Die Báalols
Extra: Report und Karte Trakarat

Rezension:
Bild
(Andy Schmid)
Text (Erich Wallner

Tibi - Perry Rhodan-Band 2344

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Bild-Rezension (Andy "Lumpazie" Schmid)

Swen Papenbrock beginnt seine aktuelle Staffel mit einem sehr ruhigen Bild, das tut nach den düsteren Stil der letzen drei Tibis von Dirk Schulz richtig gut. Im Oldfashion-Style hätte diese Zeichnung auch von Johnny Bruck stammen können.
Eine Springerwalze schwebt über einem Gebirge des Planeten Traktarat; im Hintergrund sieht man sehr schön die im Roman so plastisch beschriebenen Staubringe. Auch die beiden Doppelsonnen des Aptutsystems fehlen nicht.
Es ist schön, wenn sich die Zeichner so genau an die Romanbeschreibung halten. Swen gelingt es, mit diesem Bild das Flair der Perry Rhodan-Serie aus vergangenen Tagen einzufangen!
Klasse!!!

Auch die Innenillustration wirkt wie Balsam - eine einfache Strichzeichnung - auch wenn sie "nur" die zwei Algorrian zeigt. Die eigenwilligen Zentaurenwesen, welche wie eine Mischung aus Hund und Pferd wirken, mag ich irgendwie nicht. Trotzdem muss ich bewundernd feststellen, wie genau Swen die Vorgaben von Dirk Schulz Originalzeichung übernimmt. Eine der großen Stärken von Swen!!!

Und eine Überraschung von Rainer Castor!
Passend zum Romaninhalt präsentiert er eine Karte des Planeten Traktarat.
Spitze!!!
So liebe ich die Perry Rhodan-Romane.


Handlungsrezension (Erich "E-Man Wall-1" Wallner)

Arndt Ellmer führt uns auf einen Streifzug durch die ältere und jüngere Chronik der Serie.
Von Terra über Devolter zur Welt der Antis ... ein abwechslungsreiches Stimmungsbild ohne Brüche eröffnet einen liebevollen Rundblick in die Milchstraße, selbst unter diesen schrecklichen Bedingungen. Einzig bei der Mission der zwei Helden entglitten mir die Zusammenhänge.
Doch ein zweites Mal Lesen ermüdet keineswegs, im Gegenteil.
Nachdem die Anhäufung einzelner, wunderbarer Planetenromane beim Leser als zerrissen ankam, häufen sich die Doppelbände - und das sehr erfolgreich.

ARCHETIM hat bereits einmal eine Negasphäre verhindert. Über den Nukleus bekommen sie einen Tipp: Nur 1 Allgorian und 1 Schohaake zusammen bilden den Schlüssel für das Clateaux der Zeiten auf Oaghonyr.
Das historische Museum der Superintelligenz liegt nahe beim galaktischen Zentrum.
Der Schohaake Mengo Soffix steht sofort zur Stelle, der Allgorian Varantir wird später eingesammelt. Mit Hilfe von NATHAN ermitteln sie als nächste Datenquelle die Archive der Baalol auf Aptut.
Es kommt jetzt ein bisschen schnell, wie ein ohne Vorankündigung aus dem Hut gezaubertes Hilfsmittel. Der schale Geschmack eines Ausweichprogramms, weil das Konzept ins Stocken geraten ist, stellt sich ein.

Die Arroganz der Algorrian erweist sich als das größte Hindernis. Nur mit einem teueren Zugeständnis kann Varantir umgestimmt werden. Der Zugang zum Arsenal im Bahnhof der Friedensfahrer wird erlaubt.
Erst muss man jedoch noch nach Traktarat für die Koordinaten.
Gelegenheit für eine weitere Nuance des Umgangs eines wichtigen galaktischen Volkes mit dem Joch der TRAITOR-Kolonne.
Wenn die Friedensfahrer Kantiran und Alaska bei den Antis Helfer suchen, erschweren Sanktionen gegen den Baalol-Kult in der Vergangenheit diese Aufgabe.
Es ist nur verständlich, dass die Ausgegrenzten jetzt nicht mit Begeisterung den Kopf hinhalten für Belange ansonsten ablehnender Imperien.
Zwar von vielen Aspekten der Direktive nicht berührt, kratzt diese schwere Beschneidung der Selbstbestimmung tief an ihrer Ehre.
Der Verlust der Souveränität reicht für passiven Widerstand, aber kaum, um unter's Joch anderer zu schlüpfen. Schließlich sind die Friedensfahrer in der Milchstraße ohne jegliche Vorgeschichte.

Unnahbar, zu einer Allianz nicht zu bewegen, vertrauen sie auf ihre Fähigkeiten als Anti, und wollen im Alleingang ein Kolonnenfort ausschalten.
Das einzige, womit sie bisher gegen TRAITOR aufwarten können, ist nur die Ausschaltung einer „Familie Koda Ariel“.
Dann kommen die Friedensfahrer, und entledigen sie mit gleicher Tat dieser Möglichkeit eines Widerstands auch noch.

Die Antis hängen an den verpassten Gelegenheiten, die Galaxis zu beherrschen. Nur die dummen Völker waren einfach nicht damit einverstanden, sich von einer kleinen Gruppe mit parapsychischen Möglichkeiten gängeln zu lassen.

Wir brauchen trotz Dichte nicht auf den besonderen Schalk von Arndt verzichten.
Wie überwindet man die von TRAITOR bewachte Zone eines Ressource-Planeten?
Man lässt sich von einem Springerschiff mit Lizenz für Gemüsetransport einschleusen. Hauptsache, man hat eine Plastiktüte voll Hyperkristalle dabei. Bringt man mit gewitztem Zocken den Springer zum Lachen, ist der Rückflug schon inbegriffen. Was könnte Arndt daraus erst machen, wenn er das Gebaren türkischer Autohändler kennen würde?

Die Friedensfahrer klopfen gerade an die Tür der Institution des Archivs, als in den oberen Geschossen die besten Kräfte ein Parapsi-Kraftfeld aufbauen.
Noch während Alaska und Kantiran das Archiv nutzen, holen sie einen Traitank aus dem Orbit und fliegen das Fort an. Ihre Niederlage, der Verlust führender Kräfte und bester Paraenergetiker bleibt rätselhaft.
Wurde man auf sie aufmerksam, weil die Verbindung zu den Familien Koda Ariels abriss und die Überwachung in Alarm versetzte? War es die Fähigkeit eines Dualen Kapitäns, oder war ein Kolonnenmotivator an Bord des Traitanks?
Ein Einsatz eines Parablocks der Antis wurde schon seit Ewigkeiten ausgeklammert. Und doch wurde dieses Element in völlig neuer, berauschender Darstellung aufgeboten.


Letztes Update dieser Seite am 26.09.2006