Band 2345:
"Im Clateaux der Zeiten"

Zyklus: TERRANOVA
Erscheinungsdatum: 28.7.2006
offizielle Romanvorstellung auf der Perry-Rhodan-Website

Autor: Arndt Ellmer
Titelbild: Swen Papenbrock
Illustration: Swen Papenbrock

Kommentar: ARCHETIMS Erbe
Extra: Clubnachrichten und Karte Oaghonyr

Rezension:
Bild
(Andy Schmid)
Text (Erich Wallner

Tibi - Perry Rhodan-Band 2345

voriges Heft
nächstes Heft

Bild-Rezension (Andy "Lumpazie" Schmid)

Wer schon immer mal wissen wollte, wie es auf der Oberfläche eines Weinkorkens aussieht und was da so kreucht und fleucht, dem hilft Swen Papenbrock mit diesem Titelbild weiter.
Doch die heile Welt der Korkwesen ist bedroht: Ein riesiger Korkenzieher bricht in die Kraterlandschaft ihres Universums ein, und kurz darauf wird diese Welt in ein anderes Universum befördert (Mülleimer) - grins - so könnte man das Titelbild dieser Woche interpretieren.
Aber wir wissen es ja besser und erkennen auf den ersten Blick den guten Alaska Saedelaere und einen Algorian vor der "Treppe in die Wolken", dem Zugang zu ARCHETIMS Hort.
Erinnert stark an die Geschichte mit der Bohne, welche in den Himmel wächst und somit in das Reich eines Riesen Eingang gewährt.
War das Märchen von Hans Christian Anderson? - Ich weiß es nicht mehr, ist auch egal.
Recht glatt sieht die "Treppe" aus, vielleicht ist es ja eine Rolltreppe in den Himmel.
Wie poetisch ;-)

Huch, gleich noch eine Erinnerung an meine Kindheit, die Innenillustration:
Der weiße Wirbelwind greift an.
Annodunnemal gab's da eine Werbung eines Putzmittels, da ist so ein Wirbelwind auch umher gesaust (war so in den 70ern, kennt Swen bestimmt auch) - nur so riesig war er nicht.
Eine Hommage an den Film "Twister", wer weiß.
Der Schohaake im Vordergrund erinnert mit seiner Haarpracht mehr an einen Arkoniden, da hätten die Haare etwas dicker sein dürfen.
Das bin ich bei dem sonst so detailverliebten Swen gar nicht gewohnt - macht aber nix, so ist es eben ein Mini-Atlan geworden (smile).

Rainer Castor verwöhnt uns mit einer weiteren Landkarte - diesmal von dem Planeten Oaghon, dem ehemaligen Zentralplaneten der Superintelligenz ARCHETIM und gegenwärtigem Handlungsschauplatz des Romans.
Daran könnte man sich gewöhnen - sehr schön!!!

[Ergänzungen E-Man]

Cover:
Die Allgorian-Physiognomie ist immer noch beeindruckend. Der schwarz gekleidete Alaska im dunklen Bergschatten verbreitet unpassende Düsternis. Vielleicht nur nötiger Kontrast zur Goldenen Schraube.

Illu:
Das Porträt der Friedensfahrer finde ich misslungen. Es sind eher ein bärtiger Bully und Atlan als Alaska und Kantiran.
Unstimmig auch proportional.
Kantiran gerät zum Riesen, der Langmähnige zum Zwerg.
Sicher hat der Staubwirbel zentrale Bedeutung, jedoch fehlt Plastizität dieser Wolke, wie auch der Landschaft.


Handlungsrezension (Erich "E-Man Wall-1" Wallner)

Die Daten aus dem Baalol-Archiv führen sie nach Peldron, einem weiteren Sternenozean, der aus dem Hyperkokon gefallen ist. Die außerhalb liegende Sonne diente als Energieversorger.
Auch wenn die Konstellation eindeutig künstlich angelegt ist, muss noch mehr dahinter stehen, soll dies einmal ARCHETIMs Hort gewesen sein.
Schutzherren, Kybb oder Motana, bzw. Reste davon, wie in der Charon-Wolke, sind uns noch gar nicht bekannt.

Mit Sicherheit aber ist es eine „noch“ TRAITOR-freie Zone.
Der Hort ist seit Millionen Jahren unberührt ... das trotz wiederkehrender Anwesenheit der Antis.
Dafür braucht es für einen Fund schon eine besondere Begründung.
Die Technik der OREON-Kugel schafft eine Messung – was wiederum auf alte Verbindungen hinweist.
Der Strangeness-Wall ist vom Algorrian zu überwinden, ist das der Schlüssel?
Dabei darf man nicht vergessen:
Schohaaken kommen aus einer Zeit, als von hier der Ruf an Vertreter seines Volkes ging. Dementsprechend erschüttert ist Mengo Soffix bei dieser Begegnung, fühlt er sich doch ungerufen.

Beim Versuch, die Goldene Spirale zu betreten, verliert sich Alaska Saedelaere und wird von Varantir gerettet.

Eine verlassene Welt ist zwar durch die verborgenen Geheimnisse hochinteressant.
Ohne Begegnungen oder Konflikte mit Lebewesen kann eine so geniale Offerte für kosmische Geheimnisse und Wunder leicht wie eine Beschreibung eines Kreuzworträtsels geraten.

Damit ist das Aufrechthaltens der Aufmerksamkeit erst einmal eine beachtliche Leistung.
Ein neckischer Wirbelwind mit Eigensinn ist so ein ungewöhnliches Mittel dazu.
Doch es ist ein Wächter (Alparaxon) mit der ewigen Aufgabe, über Besucher Desinteresse zu breiten. So hat er nachhaltig alle Entdecker wieder vergrault und von den Relikten ferngehalten.

Mit der OREON-Kapsel lassen die Besucher das Siegelfeld zusammenbrechen.
So kommt es zum ersten Kontakt mit einer Statue der Tempelanlage. Ältestes Wissen beginnt zu fließen.
Doch mit der Abschaltung der schützenden Konservierung zerbröseln die Statuen zu Staub. Nur mit einer der drei Allgorian-Statuen konnte Varantir in Kontakt gehen. Er erfährt von der Entwicklung eines Vektor-Helmes durch einen seiner Vorfahren, leider aber nichts weiter über dessen Leben.

Beim allgemeinen Zerfall bleiben die zwei Kopien der Allgorian-Statue über und entpuppen sich als Cynos. Dieses Volk war also schon vor ES ganz nah am Puls einer Superintelligenz.

Jetzt ist Alparaxxon orientierungslos. Bisher waren das Clateaux und die gespeicherten Lebensinhalte für ihn der Ankerplatz seiner Aktionen. Erstmals mit Alaska erreicht er den HORT. Zeit und Ziel beraubt, droht nun Alaska, in der Zwischenzone der Kontinua zu verwirbeln. Nur mittels Zellaktivatorchip kann er subjektiv erfahrene Jahrhunderte überdauern, bis ihm Alparaxxon den Vektor-Helm aushändigt.
Dieses Utensil weckt Assoziationen zur Pickelhaube „Posbi“ Galto Quolfahrts. Welche allerdings nicht alt genug für dieses seit Ewigkeiten bewahrte Stück ist.
Aber könnte es nicht eine uralte Erinnerung dieses Maschinenvolkes gewesen sein?



Letztes Update dieser Seite am 26.09.2006