Bild-Rezension (Andy
"Lumpazie" Schmid)
Eigentlich müsste ich ja nun losjammern - Swen,
oh Swen, warum hast du mich verlassen! - Wieder ein Raumschiffbild!
Aber das aktuelle Cover sieht dermaßen geil aus!!!
Hammer!!!
Ich glaub', so gut wurde noch kein Eintritt in den Hyperraum dargestellt
wie hier (wurde das überhaupt schon mal probiert?).
Die Fahrt des Haurischiff wird vermutlich im Babylon 5-Universum enden
- der Raumer sieht aus dieser Perspektive den Raumschiffen der Erdstreitkräfte
sehr ähnlich.
Die Farbgebung ist absolut genial - Swen tut sich ja nach meinen Geschmack
sehr hart mit Raumschiffbildern, aber das hier ist absolut perfekt -
das würde ich mir als Poster wünschen........
"Wo geht s den hier zum Chaotender?", scheint Pilot Kirmizz
einen lustig dreinschauenden Außerirdischenin der Innenillustration
zu fragen. Dieser lehnt sich lässig aus seinem Gleiter (Taxi?)
und scheint dem stolzen Herrn auch Auskunft geben zu können.
Bei dieser Zeichnung blitzt Swens Humor kräftig durch. Der außerirdische
Taxifahrer sieht mit seinen vier Augen, den spitzen Ohren und der zulaufenden
Schnauze wie eine klassische Karikatur eines Aliens aus den 70er Jahren
aus.
Dafür hält sich Swen mit dem Hintergrund des Bildes spartanisch.
Besonders simpel fiel der Lastenrobot aus, der gerade mit großem
Block (ja, was kann das wohl sein - Metall?) umherfliegt.
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Handlungsrezension
(Erich "E-Man Wall-1" Wallner)
Nachdem so eindrucksvoll die Basis für das Kompendium
der Friedensfahrer gelegt wurde, soll jetzt dem neuen Ziel der Vereinigung
ein neuer Ausgangskern geschaffen werden. Aber es wird wohl nur ein
kümmerliches Ferienlager. Kein Vorbild schaffender Anfang, wenn
zuerst Tatsachen geschaffen werden, und man dann erst das Umfeld sondiert.
Es wirkt wenig anders als das Vorgehen der TRAITOR-Kolonne.
Für eine Prüflingsaufgabe mischt sich für meine Begriffe
Kantiran zuviel ein. Er wird aber auch nicht besonders glücklich
mit Cosmuel Kain. Er bekommt den berechtigten Eindruck, dass sie ihn
mit den Waffen einer Frau zu Ergebnissen führt, die er nicht unbedingt
in dieser Form vorhatte. Nun greift M.M. Thurner zu Schnickschnack optischer
Veränderungen an weiblichen Seelenfenstern. Diese modischen Auswüchse,
die Kantiran im Kopf schwirren, würden besser nach Terrania-City
passen. Oder hat er von Billig-Holos so ein verdrehtes Frauenbild? Außerdem
fängt er an, mit unausgegorenen Wortverunstaltungen krassester
Form, von Lukas’ Grillen in seiner Anfängerzeit, den ernsten
Hintergrund zu perforieren.
Ist ja auch gut, wenn man mit hochwertiger Technik der Friedensfahrer
frei und unbeschwert fern von Dunkelfeldschiffen sich einen schönen
Lenz machen kann. Da haben 55 Bände in machtloser Erstarrung mehr
meine Zustimmung als dieser konturlose Spaß.
Die Region Vibe-Lotoi als belebtes Wirtschaftszentrum sieht einige Kartanin,
aber die Schlüsselpositionen werden hier in Mafiamanier von Hauris
besetzt. Das Völkergemisch in diesem Kessel versammelt Glücksritter
und andere zwielichtige Gestalten. Erst durch die Suchaktion der Dunkelfeldschiffe
forciert sich die Anwesenheit der Friedensfahrer. Alaska ist wieder
mit von der Partie, mit Informationen über den vermissten Gestrandeten.
Das Geheimnis um Kirmizz wird gelüftet. Er soll als Pilot von VULTAPHER
vorgesehen sein. Wie es der Zufall so will, strandet er ausgerechnet
im neuen Wirkungskreis der Friedensfahrer. So wie er sich als geflohener
Sklave unter Straßenräubern und Kopfjägern durchschlägt,
das zählt zu höherem Niveau unter Abenteuererzählungen.
Das alleine würde einem PR-Leser allerdings nicht ausreichen. Was
dem Camp als Essenz nicht abgerungen werden konnte, schafft Platz für
den Aufbau einer künftig wichtigen Persönlichkeit. Gelingt
den Friedensfahrern das Kidnapping, pardon, Auffinden vor den Suchern
der Chaoskolonne; so wäre das ein Ersterfolg in der Rangordnung
vom Verlust Dantons.
Unklar bleibt noch, wie man das umsetzen will. Schließlich ist
Naigon/Kirmizz eine tödliche Waffe, der nichts entgegenzusetzen
ist. Bleibt zu hoffen, dass er auch ohne Amnesie zum Absprung von seiner
Bestimmung bereit ist. Seine übergeordnete Bedeutung ist immerhin
mit gleichwertiger Arroganz gepaart.
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