Band 2357:
"Camp Sondyselene"

Zyklus: TERRANOVA
Erscheinungsdatum: 20.10.2006
offizielle Romanvorstellung auf der Perry-Rhodan-Website

Autor: Michael Marcus Thurner
Titelbild: Swen Papenbrock
Illustration: Swen Papenbrock

Kommentar: Zerlegt ...
Extra: Clubnachrichten

Rezension:
Bild
(Andy Schmid)
Text (Erich Wallner

Tibi - Perry Rhodan-Band 2357

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Bild-Rezension (Andy "Lumpazie" Schmid)

Eigentlich müsste ich ja nun losjammern - Swen, oh Swen, warum hast du mich verlassen! - Wieder ein Raumschiffbild!
Aber das aktuelle Cover sieht dermaßen geil aus!!!
Hammer!!!
Ich glaub', so gut wurde noch kein Eintritt in den Hyperraum dargestellt wie hier (wurde das überhaupt schon mal probiert?).
Die Fahrt des Haurischiff wird vermutlich im Babylon 5-Universum enden - der Raumer sieht aus dieser Perspektive den Raumschiffen der Erdstreitkräfte sehr ähnlich.
Die Farbgebung ist absolut genial - Swen tut sich ja nach meinen Geschmack sehr hart mit Raumschiffbildern, aber das hier ist absolut perfekt - das würde ich mir als Poster wünschen........

"Wo geht s den hier zum Chaotender?", scheint Pilot Kirmizz einen lustig dreinschauenden Außerirdischenin der Innenillustration zu fragen. Dieser lehnt sich lässig aus seinem Gleiter (Taxi?) und scheint dem stolzen Herrn auch Auskunft geben zu können.
Bei dieser Zeichnung blitzt Swens Humor kräftig durch. Der außerirdische Taxifahrer sieht mit seinen vier Augen, den spitzen Ohren und der zulaufenden Schnauze wie eine klassische Karikatur eines Aliens aus den 70er Jahren aus.
Dafür hält sich Swen mit dem Hintergrund des Bildes spartanisch. Besonders simpel fiel der Lastenrobot aus, der gerade mit großem Block (ja, was kann das wohl sein - Metall?) umherfliegt.


Handlungsrezension (Erich "E-Man Wall-1" Wallner)

Nachdem so eindrucksvoll die Basis für das Kompendium der Friedensfahrer gelegt wurde, soll jetzt dem neuen Ziel der Vereinigung ein neuer Ausgangskern geschaffen werden. Aber es wird wohl nur ein kümmerliches Ferienlager. Kein Vorbild schaffender Anfang, wenn zuerst Tatsachen geschaffen werden, und man dann erst das Umfeld sondiert. Es wirkt wenig anders als das Vorgehen der TRAITOR-Kolonne.

Für eine Prüflingsaufgabe mischt sich für meine Begriffe Kantiran zuviel ein. Er wird aber auch nicht besonders glücklich mit Cosmuel Kain. Er bekommt den berechtigten Eindruck, dass sie ihn mit den Waffen einer Frau zu Ergebnissen führt, die er nicht unbedingt in dieser Form vorhatte. Nun greift M.M. Thurner zu Schnickschnack optischer Veränderungen an weiblichen Seelenfenstern. Diese modischen Auswüchse, die Kantiran im Kopf schwirren, würden besser nach Terrania-City passen. Oder hat er von Billig-Holos so ein verdrehtes Frauenbild? Außerdem fängt er an, mit unausgegorenen Wortverunstaltungen krassester Form, von Lukas’ Grillen in seiner Anfängerzeit, den ernsten Hintergrund zu perforieren.
Ist ja auch gut, wenn man mit hochwertiger Technik der Friedensfahrer frei und unbeschwert fern von Dunkelfeldschiffen sich einen schönen Lenz machen kann. Da haben 55 Bände in machtloser Erstarrung mehr meine Zustimmung als dieser konturlose Spaß.

Die Region Vibe-Lotoi als belebtes Wirtschaftszentrum sieht einige Kartanin, aber die Schlüsselpositionen werden hier in Mafiamanier von Hauris besetzt. Das Völkergemisch in diesem Kessel versammelt Glücksritter und andere zwielichtige Gestalten. Erst durch die Suchaktion der Dunkelfeldschiffe forciert sich die Anwesenheit der Friedensfahrer. Alaska ist wieder mit von der Partie, mit Informationen über den vermissten Gestrandeten.
Das Geheimnis um Kirmizz wird gelüftet. Er soll als Pilot von VULTAPHER vorgesehen sein. Wie es der Zufall so will, strandet er ausgerechnet im neuen Wirkungskreis der Friedensfahrer. So wie er sich als geflohener Sklave unter Straßenräubern und Kopfjägern durchschlägt, das zählt zu höherem Niveau unter Abenteuererzählungen.

Das alleine würde einem PR-Leser allerdings nicht ausreichen. Was dem Camp als Essenz nicht abgerungen werden konnte, schafft Platz für den Aufbau einer künftig wichtigen Persönlichkeit. Gelingt den Friedensfahrern das Kidnapping, pardon, Auffinden vor den Suchern der Chaoskolonne; so wäre das ein Ersterfolg in der Rangordnung vom Verlust Dantons.
Unklar bleibt noch, wie man das umsetzen will. Schließlich ist Naigon/Kirmizz eine tödliche Waffe, der nichts entgegenzusetzen ist. Bleibt zu hoffen, dass er auch ohne Amnesie zum Absprung von seiner Bestimmung bereit ist. Seine übergeordnete Bedeutung ist immerhin mit gleichwertiger Arroganz gepaart.



Letztes Update dieser Seite am 30.12.2006