Band 2356:
"Schmerzruf"

Zyklus: TERRANOVA
Erscheinungsdatum: 03.10.2006
offizielle Romanvorstellung auf der Perry-Rhodan-Website

Autor: Christian Montillon
Titelbild: Swen Papenbrock
Illustration: Swen Papenbrock

Kommentar: Beispiel ZENTAPHER (2)
Extra: Leseprobe Der Posbi-Krieg, Band 1: »Das gestrandete Imperium« von Michael Marcus Thurner

Rezension:
Bild
(Andy Schmid)
Text (Erich Wallner

Tibi - Perry Rhodan-Band 2356

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Bild-Rezension (Andy "Lumpazie" Schmid)

Na endlich wird mein Flehen erhört! - Mein Lieblingszeichner aus Kassel wendet sich der lebendigen Seite der Perry Rhodan-Serie zu und kredenzt mir einen Außerirdischen.
Von dem ist aber in seinem dicken Raumanzug nicht viel zu erkennen. Ein blaues Gesicht mit kleinen gelben Augen statt einer Nase zieht sich ein Furche durch das Antlitz.
Mehr ist nicht zu erkennen.
Die dreifingrige Hand hält einen mit Kristallen durchzogenen Felsbrocken, welcher ganz die Aufmerksamkeit des Außerirdischen auf sich zieht.
Auf Anhieb fällt mir kein Wesen der Perry Rhodan-Serie ein, das so ausschaut. Vermutlich eine neue Rasse.
Die Felsen- und Wüstenlandschaft erinnert stark an den Mars. Überhaupt könnte das Bild sehr gut von einem Film über den Roten Planeten stammen. Der dicke Raumanzug des Alien tut da sein Übriges.
Das Bild scheint nicht komplett gezeichnet zu sein - Felsen und Wüsten erscheinen mir sehr real.
Bewegt sich Swen hier in der alten Tradition von Johnny Bruck? Dieser verwendete gerne Fotocollagen bei seinen Arbeiten.
Der erste Versuch von Swen wäre es ja nicht (siehe Perry Rhodan-Hefttitelbild Nr. 2320).
Dieses Bild ist auf jeden Fall besser gelungen und gefällt mir sehr gut!!!

Mit Swens Innenillustration wird mein Eindruck des Titelbildes bestätigt.
Eindeutig sehen wir hier den gleichen Alien vom Titelbild, nur diesmal ohne Raumhelm.
Mir ist diese Rasse unbekannt, erinnert mich aber stark an eine Episode aus Star Trek, bei der solche Wesen vorkommen. Das Alien hat weder Nase, Mund, noch Haare, was ihm einen Hauch Exotik vermittelt. Trotzdem sieht es nicht so unternährt aus wie der Arkonide, der ihm in dem Wüstensand begegnet. Die magere Statur und der durchdringende Blick lassen mich auf einen Hauri schließen - aber die hatten doch keine Haare, oder?
Da wird es Zeit, den Roman zu lesen, er wird mir sicherlich eine Erklärung bieten.
Dass Swen einen solchen Fehler macht, kann ich mir nicht vorstellen - dazu kennt er sich zu gut mit der Serie aus!
Interessant ist auch der zweite Hauri mit dem Hund.
Eine sehr schöne Innenillu!



Handlungsrezension (Erich "E-Man Wall-1" Wallner)

Mit den Weltraumbahnhöfen gelangen die Friedensfahrer natürlich auch bis Hangay. Müssten sie da nicht auf die SOL treffen?
Kantiran und sein Schützling Cosmuel Kain lassen sich von Patron Chyndor anregen, und schnappen sich den Auftrag, ein „Camp Sondyselene“ zu errichten. Offenbar gedacht als Basis zur Koordinierung des Kampfs gegen TRAITOR.
Ideale Bedingungen für das Gesellenstück der Cyno als Aspirantin zur Friedensfahrerin. Kantiran hingegen leidet angesichts seiner flotten Begleiterin, da einem Lehrmeister doch private Beziehungen zum Azubi untersagt sind.
Wartet hier der nächste Tabubruch?

Wiederum wird auf der Zielwelt Sklaverei thematisiert. Günstig oder ungünstig, wer gerade die ersten STERNENOZEAN-Hörspiele noch im Ohr hat. Vielleicht hat man auch zu laut den Caiwanen nachgetrauert, die Hyperkristalle unter der Fuchtel von Arkoniden abbauten. Droht hier das gleiche Schicksal durch die TRAITOR-Kolonne? Zu viele Parallelen finden sich hier in Hangay unter Kartanin. Auch mehren sich hier bei den intelligenten Lebensformen, die an diese Welt angepasst sind, parapsychische Fähigkeiten.
Was hat das nun mit dem Aufbau eines Camps zu tun?

Doch ein unverbrauchter Autor bietet eine eigentümliche Stimmung, so dass man ausreichend mit Genüssen versorgt ist. Die Privatsphäre von Kantiran bringt uns dessen Charakter wieder näher.
Der aus dem Nichts aufgetauchte Fremde zieht außerdem das Interesse so stark auf sich, dass das Geschehen überall ablaufen könnte, und uns nicht unbedingt schon nach Hangay versetzt.
Von einem von den Peinigern eingeweihten Mitsklaven erfährt Killmaz seinen Namen. Aber erst, nachdem er sich von der Sprengstoffmanschette um seinen Hals befreien konnte, öffnet sich seine Gesichtsnaht, als er sich von Bluthunden bedrängt sieht. Für organische Wesen in seinem Umkreis ist die folgende Psi-Eruption tödlich.

Den Friedensfahrern beschert ihre Neuordnung sicher ein Gewusel eines Bienenstocks. Konkretere Vorstellungen über das Konzept des Camps hätten trotzdem kaum geschadet.
Erst aber liefert die Cyno ihrem Meister eine Kurzgeschichte über ihre Identitätskrise ab. Pikant, wie verwirrt Kantiran ist, schließlich reichen da seine Bastardprobleme bei weitem nicht heran.
Wird er seine neutrale Rolle als Ausbilder und Prüfer beibehalten können?
Damit meine ich nicht seine Beherrschung gegenüber der massiven erotischen Verführkraft.
Ein Konvoi von TRAITOR-Schiffen ist nach Killmaz’ Ausbruch auf der Suche nach ihrem verschollenen „Eigentum“, wie sich aus dem Flottenfunk entnehmen lässt.
Seltsam, dass da gleich mehrere Dunkle Ermittler im Schlepptau anreisen.



Letztes Update dieser Seite am 30.12.2006