Bild-Rezension (Andy
"Lumpazie" Schmid)
Na endlich wird mein Flehen erhört! - Mein Lieblingszeichner
aus Kassel wendet sich der lebendigen Seite der Perry Rhodan-Serie zu
und kredenzt mir einen Außerirdischen.
Von dem ist aber in seinem dicken Raumanzug nicht viel zu erkennen.
Ein blaues Gesicht mit kleinen gelben Augen statt einer Nase zieht sich
ein Furche durch das Antlitz.
Mehr ist nicht zu erkennen.
Die dreifingrige Hand hält einen mit Kristallen durchzogenen Felsbrocken,
welcher ganz die Aufmerksamkeit des Außerirdischen auf sich zieht.
Auf Anhieb fällt mir kein Wesen der Perry Rhodan-Serie ein, das
so ausschaut. Vermutlich eine neue Rasse.
Die Felsen- und Wüstenlandschaft erinnert stark an den Mars. Überhaupt
könnte das Bild sehr gut von einem Film über den Roten Planeten
stammen. Der dicke Raumanzug des Alien tut da sein Übriges.
Das Bild scheint nicht komplett gezeichnet zu sein - Felsen und Wüsten
erscheinen mir sehr real.
Bewegt sich Swen hier in der alten Tradition von Johnny Bruck? Dieser
verwendete gerne Fotocollagen bei seinen Arbeiten.
Der erste Versuch von Swen wäre es ja nicht (siehe Perry Rhodan-Hefttitelbild
Nr. 2320).
Dieses Bild ist auf jeden Fall besser gelungen und gefällt mir
sehr gut!!!
Mit Swens Innenillustration
wird mein Eindruck des Titelbildes bestätigt.
Eindeutig sehen wir hier den gleichen Alien vom Titelbild, nur diesmal
ohne Raumhelm.
Mir ist diese Rasse unbekannt, erinnert mich aber stark an eine Episode
aus Star Trek, bei der solche Wesen vorkommen. Das Alien hat weder Nase,
Mund, noch Haare, was ihm einen Hauch Exotik vermittelt. Trotzdem sieht
es nicht so unternährt aus wie der Arkonide, der ihm in dem Wüstensand
begegnet. Die magere Statur und der durchdringende Blick lassen mich
auf einen Hauri schließen - aber die hatten doch keine Haare,
oder?
Da wird es Zeit, den Roman zu lesen, er wird mir sicherlich eine Erklärung
bieten.
Dass Swen einen solchen Fehler macht, kann ich mir nicht vorstellen
- dazu kennt er sich zu gut mit der Serie aus!
Interessant ist auch der zweite Hauri mit dem Hund.
Eine sehr schöne Innenillu!
|
Handlungsrezension
(Erich "E-Man Wall-1" Wallner)
Mit den Weltraumbahnhöfen gelangen die Friedensfahrer
natürlich auch bis Hangay. Müssten sie da nicht auf die SOL
treffen?
Kantiran und sein Schützling Cosmuel Kain lassen sich von Patron
Chyndor anregen, und schnappen sich den Auftrag, ein „Camp Sondyselene“
zu errichten. Offenbar gedacht als Basis zur Koordinierung des Kampfs
gegen TRAITOR.
Ideale Bedingungen für das Gesellenstück der Cyno als Aspirantin
zur Friedensfahrerin. Kantiran hingegen leidet angesichts seiner flotten
Begleiterin, da einem Lehrmeister doch private Beziehungen zum Azubi
untersagt sind.
Wartet hier der nächste Tabubruch?
Wiederum wird auf der Zielwelt Sklaverei thematisiert. Günstig
oder ungünstig, wer gerade die ersten STERNENOZEAN-Hörspiele
noch im Ohr hat. Vielleicht hat man auch zu laut den Caiwanen nachgetrauert,
die Hyperkristalle unter der Fuchtel von Arkoniden abbauten. Droht hier
das gleiche Schicksal durch die TRAITOR-Kolonne? Zu viele Parallelen
finden sich hier in Hangay unter Kartanin. Auch mehren sich hier bei
den intelligenten Lebensformen, die an diese Welt angepasst sind, parapsychische
Fähigkeiten.
Was hat das nun mit dem Aufbau eines Camps zu tun?
Doch ein unverbrauchter Autor bietet eine eigentümliche Stimmung,
so dass man ausreichend mit Genüssen versorgt ist. Die Privatsphäre
von Kantiran bringt uns dessen Charakter wieder näher.
Der aus dem Nichts aufgetauchte Fremde zieht außerdem das Interesse
so stark auf sich, dass das Geschehen überall ablaufen könnte,
und uns nicht unbedingt schon nach Hangay versetzt.
Von einem von den Peinigern eingeweihten Mitsklaven erfährt Killmaz
seinen Namen. Aber erst, nachdem er sich von der Sprengstoffmanschette
um seinen Hals befreien konnte, öffnet sich seine Gesichtsnaht,
als er sich von Bluthunden bedrängt sieht. Für organische
Wesen in seinem Umkreis ist die folgende Psi-Eruption tödlich.
Den Friedensfahrern beschert ihre Neuordnung sicher ein Gewusel eines
Bienenstocks. Konkretere Vorstellungen über das Konzept des Camps
hätten trotzdem kaum geschadet.
Erst aber liefert die Cyno ihrem Meister eine Kurzgeschichte über
ihre Identitätskrise ab. Pikant, wie verwirrt Kantiran ist, schließlich
reichen da seine Bastardprobleme bei weitem nicht heran.
Wird er seine neutrale Rolle als Ausbilder und Prüfer beibehalten
können?
Damit meine ich nicht seine Beherrschung gegenüber der massiven
erotischen Verführkraft.
Ein Konvoi von TRAITOR-Schiffen ist nach Killmaz’ Ausbruch auf
der Suche nach ihrem verschollenen „Eigentum“, wie sich
aus dem Flottenfunk entnehmen lässt.
Seltsam, dass da gleich mehrere Dunkle Ermittler im Schlepptau anreisen.
|