Band 2362:
"Chaos für Hayok"

Zyklus: TERRANOVA
Erscheinungsdatum: 24.11.2006
offizielle Romanvorstellung auf der Perry-Rhodan-Website

Autor: Horst Hoffmann
Titelbild: Alfred Kelsner
Illustration: Michael Wittmann

Kommentar: Neue alte Technik: Der Paros-Schattenschirm
Extra: Journal

Rezension:
Bild
(Andy Schmid)
Text (Erich Wallner

Tibi - Perry Rhodan-Band 2362

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Bild-Rezension (Andy "Lumpazie" Schmid)

Wieder ein Motiv, das im Weltraum spielt, wieder Raumschiffe. Hat Alfred etwa von der PR-Redaktion ein Verbot bekommen, Lebewesen zu zeichnen? Man könnte es fast meinen, wenn man die letzten Staffeln von ihm betrachtet.
Sei es drum, diesmal gefällt mir die Szene außerordentlich gut.
Eine Teilansicht der Dienstburg CRULT des Progress-Wahrers Antakur von Bitvelt vor einer feuerroten Sonne. Im Anflug darauf einige Traitanks.
Diesmal hält sich Alfred streng an die Beschreibung der Disken und gibt ihnen eine glattere Oberfläche.
Die Dienstburg wirkt düster, all die kleinen beleuchteten Fenster, die scheibenförmigen Innenhöfe und die Türme geben ihr das Aussehen einer riesigen Raumstation (das sie ja auch ist).
Ob die rote Sonne eine Explosion, Hayok (war die Rot?) oder einen Übergang aus einem anderen Universum darstellt, wird erst die Lektüre des Romans klären.
Das Titelbild macht zusammen mit dem Logbuch von Klaus N. Frick auf jeden Fall Appetit auf die Handlung!

[Ergänzung E-Man: Tag der Dienstburg CRULT. Nachdem in Band 2360 bereits das Schema und die Maße vorgestellt wurden, visualisiert AK einen Kronenpott. Warum wohl hat es etwas vom Amphitreon? Eine Steigerung in der Farbgebung ist immer ein kurzatmiger Vorsatz. Gold und Purpur sind stets für Insignien der Macht verwendet worden. Die Düsternis eines Höllenfürsten fehlt aber auch nicht.]

Weniger gefällt mir auch diesmal die Innenillustration von Witti.
Auf den ersten Blick erinnert mich das Bild an die Serie TAKEN von Stefan Spielberg, in der es um Ufos, Entführungen und Aliens mit einem Handlungsbogen über drei Generationen geht (läuft derzeit wieder mittwochs auf KABEL 1).
Zu sehen ist ein Hangar mit einem ufoartigen Raumschiff; auf diesen marschieren drei Personen zu.
Vorne im Bild sieht man einen Gleiter und ein Auto (!).
Insgesamt recht mager das Bild, genauso wie der Ast, der im Vordergrund ins Bild ragt. Irgendwie langweilig - aber mal sehen, wie die Illu zum Romaninhalt passt. Vielleicht sehe ich die Szene dann mit anderen Augen.
Für die nächsten Hefte wünsche ich mir wieder ein Personen- oder Alienportrait von Michael, das ist mehr seine Stärke ;-).



Handlungsrezension (Erich "E-Man Wall-1" Wallner)

Eine Kopie des Geschehens auf Drorah?
Aber nein, es ist der Effremi, nicht der Geometer. Das Schemen, das ihm in der Dienstburg begegnet, könnte das nicht der junge Algorrian sein? Aber hat nicht Antakur von Bitvelt ähnliche Fähigkeiten?

Für einen Gestrandeten auf Hayok ist bestimmt der Wunsch nahe liegend, seine Existenz zu retten, indem man sich dem Feind anbiedert. Abgesehen davon, dass es ihm gelingt als Laborratte zu enden - was würde es bringen? Für eine Kaverne, in welche ein Planet gesteckt wird, ist es nicht möglich, beim Vorgang die Bevölkerung zu evakuieren und im Nachhinein beizubringen. Sie müssen ja dem Vorgang unterliegen, einen Weg hinein oder hinaus gibt es nicht.
Oder kamen etwa die Bewusstseine der Bevölkerung der Erde im Mahlstrom wieder zurück? Doch nur in geringen Ausnahmen. Wie lange sind die Zivilisationen in ZENTAPHER weggeschlossen? Hunderttausende von Jahren! Solche Schilderungen bleiben Scheingefechte.

PS.:
In einem Doppelband darf sich Horst Hoffmann an das momentane Zentrum der Chaos-Kolonne heranwagen. Dort, wohin auch Dantyren gebracht wurde. Zwar nie der durchschlagkräftigste Autor, mit einigen Schaffenspausen, aber doch eine besondere Ehre und Aufgabe für einen, inzwischen Altautoren der Serie.
Ob pompös oder mager, wichtig ist dabei nur, eine brauchbare Basis für künftige Blicke in das Zentrum der gegnerischen Macht zu schaffen. Da liegt der Trend mehr bei intensiver Zusammenarbeit mit den Expokraten Castor und Feldhoff. Zur rechten Zeit die richtige Arbeitsmethode finden, eine kurzfristige Teambildung, das zähle ich zum Erfolgsrezept. Für den Rezensenten aber auch eine Herausforderung, vom herkömmlichen Schema abweichen zu können, für eine unübliche Wertung.



Letztes Update dieser Seite am 05.02.2007