Bild-Rezension (Andy
"Lumpazie" Schmid)
Ahhh, was für eine Wohltat, nach vier Wochen
Kelsnerischem Weltraumeinerlei endlich mal wieder ein Lebewesen auf
dem Titelbild des Heftromans. Noch dazu mein Lieblingsarkonide, der
gute Atlan. Ein Lobpreis auf Dirk Schulz - schade nur, dass er für
dieses Bild die gespiegelte Version des Kopfes von der Atlan-Homepage
genommen hat. Mit einem neuen Unterkörper versehen und zwei umgebauten
Todessterne aus Star Wars im Hintergrund - schon ist das Tibi fertig.
Den Kugelraumern im Hintergrund fehlt es an räumlicher Tiefe! Sieht
aus, als ob Atlan vor einer Plakatwand posiert.
Anscheinend steht Dirk etwas unter Zeitdruck.
Woran erinnert mich dieser Arkonide nur?
Richtig, an Jürgen Drews, den König von Mallorca!!!
Würde mich nicht wundern, wenn er plötzlich zum Singen anfangen
würde: "Ein Bett im Centauri-Omega, das ist immer frei......."
;-)
[Ergänzung E-Man: Die Atlan-Serie ist wieder
da! Wer das Outfit der eingestellten Serie vermisst hat, dürfte
hier sein kleines Trostpflaster finden.?]
Die Innenillustration
verstärkt meinen Eindruck, dass Dirk derzeit sehr ausgebucht ist,
denn statt von ihm selbst hat Michael Wittmann eine Zeichnung beigesteuert.
Na sowas!
Recht grausam geht es in diesem Bild zu!
Michael gelingt es gut, das Entsetzen der Terraner einzufangen, als
sie zusehen müssen, wie ihre Kollegen von aufbrechenden Krebsgeschwüren
dahingerafft werden.
Oh weia, Ekel erregend!!!
Nicht so mein Fall........
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Handlungsrezension
(Erich "E-Man Wall-1" Wallner)
Die offensichtliche Rückführung des Serienablegers
in den Hauptstrang. Auch wenn wir vorerst "nur" nach Omega
Centauris gesetzt werden. Cappins und Varganen sollten deswegen noch
nicht abgeheftet werden.
Nachdem die Charon-Wolke bereits der TRAITOR-Kolonne bekannt ist, war
dieses Lemuren-Museum als Alternativ-Option bestimmt dem ein oder anderen
im Sinn.
Es ist immer wieder reizvoll, wenn auf Parallelschienen entstandenen
Konzepte, Wesen, Charaktere als bewährt ins Hauptgeschehen Eingang
finden. Auch für den jungen Atlan-Autor dürfte es eine Erleichterung
sein, ein bereits vertrautes Gebiet erneut beackern zu können.
Ein älter gewordener und zwar beschleunigt alternder Trim Marath
reist mit seinem Kumpel Startac Schröder (die Monochrom-Mutanten).
Das ist aber nicht der Grund warum ein A-Grav abstürzt. Es sind
die alltäglichen Risiken beim Anflug auf OMEGA-CENTAURI.
Wir lernen einen weiteren neuen Mutanten kennen, von denen es im Umfeld
von Hyperraumanomalien ja stets wimmelt. Der Neu-Lemurer (beinahe hätte
ich gesagt "Centauri") kann Genossen seiner Umwelt insoweit
manipulieren, dass er ihnen eine neue Realität vorspielt. Er setzt
seine Fähigkeiten vorerst also nur zu seinem persönlichen
Vorteil ein. Und er entwickelt sich mit hyperaktiven Drokarnam in seinen
Stirnreif zum größenwahnsinnigen Despoten. Er will die Kontrolle
über die Sonnentransmitter an sich reißen.
Sogar die Erzählweise trifft das modische Styling des CENTAURI-Zyklus.
Ich bekomme echt Panik, ob für Perry jetzt eine Kaugummi-Tour droht.
Doch eines überrascht dann doch schwerwiegend: Hier ist das gewählte
Asyl der Haluter!
Doch Omega Centauri ist nicht einfach nur ein weiteres Versteck von
Camelot, geheimer Forschungslabors und Technikentwicklung.
Was beim Sprung nach Andromeda bereits ein Relikt war - von unbekannten
Vorfahren installierte Sonnen für eine beeindruckende Reiseleistung,
aber auch anfällig und gefährlich - ist damals zum Großteil
bereits abgeschaltet gewesen - soll hier wieder in Betrieb genommen
werden.
Nach dem Sternenfenster, der perfekten Fernreisetechnik, zurück
in die Steinzeit der Hypersprung-Ära. Was bei Hyperimpedanz gar
nicht mehr funktioniert, kann nur mit irrsinnigem Energiebedarf noch
erreicht werden. Der Kharag-Sonnendodekeder dürfte ohnehin die
komplexeste und nur wegen der Umgebung nicht sicherste Anlage mit der
höchsten Effizienz gewesen sein.
Was vor Zehntausenden Jahren der Grund für die Stilllegung war,
besteht weiterhin. Reiserisiko ist ein Aspekt, tödliche Phänomene
im Umfeld bereits vor (!) Inbetriebnahme auch kein Garant für Dauernutzung
des so weit reichenden Netzes der Sonnentransmitter Lemurs.
Langsam stellt sich heraus, dass der neue Mutant im Solsystem beim Untergang
Zeuts bereits entstand. Als die Haluter noch die Bestien waren, vor
55000 Jahren. Gefangen in seiner Hypermineral-Gruft, hat er sich zur
Unsterblichkeit verdammt. Auch wenn er die Sogwirkung der Gruft nicht
überwinden kann, so umfasst sein Wirkungsbereich doch ein ganzes
Sonnensystem. Doch noch zu seinen Lebzeiten begann die Menge des Hyperminerals,
mit dem er sich umgab, seinen Körper zu zerfressen. Seine jetzigen
Inkarnationsversuche bewirken bei den Angefallenen spontane eruptive
Zellvermehrungen. Sogar die Haluter sind betroffen, doch die können
sich zumindest durch Molekülverhärtung schützen.
Atlans Auftritt mit dem Krishun sollte wohl alte Schutzgeister besänftigen.
Durch die paramentale Affinität stellt er jetzt jedoch eher eine
Gefahr dar. Der Perry-pur-Fan wird befremdet sein von neuen Vorstellungswelten,
die hier auf ihn einstürmen. Trotzdem bezweifle ich, sobald das
Tor nach Hangay geöffnet ist, ob das Erbe der Lemurer dann noch
mal große Bedeutung erlangen wird.
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