Band 2364:
"Unternehmen Kombitrans"

Zyklus: TERRANOVA
Erscheinungsdatum: 08.12.2006
offizielle Romanvorstellung auf der Perry-Rhodan-Website

Autor: Christian Montillon
Titelbild: Dirk Schulz
Illustration: Michael Wittmann

Kommentar: Omega Centauri (1)
Extra: Report

Rezension:
Bild
(Andy Schmid)
Text (Erich Wallner

Tibi - Perry Rhodan-Band 2364

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Bild-Rezension (Andy "Lumpazie" Schmid)

Ahhh, was für eine Wohltat, nach vier Wochen Kelsnerischem Weltraumeinerlei endlich mal wieder ein Lebewesen auf dem Titelbild des Heftromans. Noch dazu mein Lieblingsarkonide, der gute Atlan. Ein Lobpreis auf Dirk Schulz - schade nur, dass er für dieses Bild die gespiegelte Version des Kopfes von der Atlan-Homepage genommen hat. Mit einem neuen Unterkörper versehen und zwei umgebauten Todessterne aus Star Wars im Hintergrund - schon ist das Tibi fertig.
Den Kugelraumern im Hintergrund fehlt es an räumlicher Tiefe! Sieht aus, als ob Atlan vor einer Plakatwand posiert.
Anscheinend steht Dirk etwas unter Zeitdruck.
Woran erinnert mich dieser Arkonide nur?
Richtig, an Jürgen Drews, den König von Mallorca!!!
Würde mich nicht wundern, wenn er plötzlich zum Singen anfangen würde: "Ein Bett im Centauri-Omega, das ist immer frei......." ;-)

[Ergänzung E-Man: Die Atlan-Serie ist wieder da! Wer das Outfit der eingestellten Serie vermisst hat, dürfte hier sein kleines Trostpflaster finden.?]

Die Innenillustration verstärkt meinen Eindruck, dass Dirk derzeit sehr ausgebucht ist, denn statt von ihm selbst hat Michael Wittmann eine Zeichnung beigesteuert. Na sowas!
Recht grausam geht es in diesem Bild zu!
Michael gelingt es gut, das Entsetzen der Terraner einzufangen, als sie zusehen müssen, wie ihre Kollegen von aufbrechenden Krebsgeschwüren dahingerafft werden.
Oh weia, Ekel erregend!!!
Nicht so mein Fall........


Handlungsrezension (Erich "E-Man Wall-1" Wallner)

Die offensichtliche Rückführung des Serienablegers in den Hauptstrang. Auch wenn wir vorerst "nur" nach Omega Centauris gesetzt werden. Cappins und Varganen sollten deswegen noch nicht abgeheftet werden.
Nachdem die Charon-Wolke bereits der TRAITOR-Kolonne bekannt ist, war dieses Lemuren-Museum als Alternativ-Option bestimmt dem ein oder anderen im Sinn.
Es ist immer wieder reizvoll, wenn auf Parallelschienen entstandenen Konzepte, Wesen, Charaktere als bewährt ins Hauptgeschehen Eingang finden. Auch für den jungen Atlan-Autor dürfte es eine Erleichterung sein, ein bereits vertrautes Gebiet erneut beackern zu können.

Ein älter gewordener und zwar beschleunigt alternder Trim Marath reist mit seinem Kumpel Startac Schröder (die Monochrom-Mutanten). Das ist aber nicht der Grund warum ein A-Grav abstürzt. Es sind die alltäglichen Risiken beim Anflug auf OMEGA-CENTAURI.

Wir lernen einen weiteren neuen Mutanten kennen, von denen es im Umfeld von Hyperraumanomalien ja stets wimmelt. Der Neu-Lemurer (beinahe hätte ich gesagt "Centauri") kann Genossen seiner Umwelt insoweit manipulieren, dass er ihnen eine neue Realität vorspielt. Er setzt seine Fähigkeiten vorerst also nur zu seinem persönlichen Vorteil ein. Und er entwickelt sich mit hyperaktiven Drokarnam in seinen Stirnreif zum größenwahnsinnigen Despoten. Er will die Kontrolle über die Sonnentransmitter an sich reißen.

Sogar die Erzählweise trifft das modische Styling des CENTAURI-Zyklus. Ich bekomme echt Panik, ob für Perry jetzt eine Kaugummi-Tour droht.
Doch eines überrascht dann doch schwerwiegend: Hier ist das gewählte Asyl der Haluter!

Doch Omega Centauri ist nicht einfach nur ein weiteres Versteck von Camelot, geheimer Forschungslabors und Technikentwicklung.
Was beim Sprung nach Andromeda bereits ein Relikt war - von unbekannten Vorfahren installierte Sonnen für eine beeindruckende Reiseleistung, aber auch anfällig und gefährlich -  ist damals zum Großteil bereits abgeschaltet gewesen - soll hier wieder in Betrieb genommen werden.
Nach dem Sternenfenster, der perfekten Fernreisetechnik, zurück in die Steinzeit der Hypersprung-Ära. Was bei Hyperimpedanz gar nicht mehr funktioniert, kann nur mit irrsinnigem Energiebedarf noch erreicht werden. Der Kharag-Sonnendodekeder dürfte ohnehin die komplexeste und nur wegen der Umgebung nicht sicherste Anlage mit der höchsten Effizienz gewesen sein.

Was vor Zehntausenden Jahren der Grund für die Stilllegung war, besteht weiterhin. Reiserisiko ist ein Aspekt, tödliche Phänomene im Umfeld bereits vor (!) Inbetriebnahme auch kein Garant für Dauernutzung des so weit reichenden Netzes der Sonnentransmitter Lemurs.

Langsam stellt sich heraus, dass der neue Mutant im Solsystem beim Untergang Zeuts bereits entstand. Als die Haluter noch die Bestien waren, vor 55000 Jahren. Gefangen in seiner Hypermineral-Gruft, hat er sich zur Unsterblichkeit verdammt. Auch wenn er die Sogwirkung der Gruft nicht überwinden kann, so umfasst sein Wirkungsbereich doch ein ganzes Sonnensystem. Doch noch zu seinen Lebzeiten begann die Menge des Hyperminerals, mit dem er sich umgab, seinen Körper zu zerfressen. Seine jetzigen Inkarnationsversuche bewirken bei den Angefallenen spontane eruptive Zellvermehrungen. Sogar die Haluter sind betroffen, doch die können sich zumindest durch Molekülverhärtung schützen.
Atlans Auftritt mit dem Krishun sollte wohl alte Schutzgeister besänftigen. Durch die paramentale Affinität stellt er jetzt jedoch eher eine Gefahr dar. Der Perry-pur-Fan wird befremdet sein von neuen Vorstellungswelten, die hier auf ihn einstürmen. Trotzdem bezweifle ich, sobald das Tor nach Hangay geöffnet ist, ob das Erbe der Lemurer dann noch mal große Bedeutung erlangen wird.


Letztes Update dieser Seite am 05.02.2007