Bild-Rezension (Andy
"Lumpazie" Schmid)
Bei diesem Titelbild sehen wir eine direkte Fortsetzung
des Vorgängerbandes:
Der wrackgeschossene Traitank wird von einem
terranischen Kugelraumer geborgen. Ob es derselbe ist wie der von
der letzten Woche, wird der Roman zeigen.
Tatsache ist, dass auch dies
ein sehr schönes Motiv ist.
Der Hintergrund ist zwar ähnlich,
aber nicht so gelungen wie bei seinem Vorgänger. Schade, ein
Panoramabild á la Kelsner wäre auch mal schön.
Die
Trümmerwolke
und zwei weitere zerschossene Traitanks zeigen: Es rührt sich
etwas ... Tontaubenschiessen im Weltraum?
[Ergänzung E-Man: Keine Kometen, geschmolzene
Metallteile fliegen hier herum. Endlich geht
es den Traitanks an den Kragen. Doch das Weltuntergangs-Lila hat noch
viel von
einer Negasphäre. Düstere dunkle Farben, die die Seele A.
Kelsners nicht im besten
Licht stehen lassen. Aber dadurch kommen seine minimalen Konturen eben
am
Besten heraus. Das war bei Grafiken immer seine Stärke. Das sanfte
Blau des
Kugelraumers verdeutlicht wieder einmal, wo die Guten sind. Das Gelb
des
Titelzuges hält sich an die kontrastierenden Fensterlichter, und
bringt dem
monoton gehaltenen Bild erst Buntheit.]
Michaels
Innenillustration ("Ein
Moment der Ruhe") bietet auf den ersten Blick eine wohltuende Abwechslung
zu Kelsners Weltraumeintopf:
Ein Portrait von Fran und Reginald Bull.
Sehr passend zum Roman, wo beide ja eine tragende Rolle spielen.
Trotzdem
will mir das Bild nicht wirklich gefallen.
Bull sieht wie ein Teenager
aus, der unter starkem Übergewicht
leidet. Viel zu jung, ohne Erfahrung.
Da sagen mir Brucks Bullmotive
von Heft 494 oder die Innenillustration von Heft 500 wesentlich mehr
zu.
Und Fran erinnert mich stark an die Schauspielerin Uma Thurmann: ein
sehr harter, kantiger Gesichtsausdruck. Dazu das schwarze Ledercatsuit.
Der Hintergrund lässt sich
nicht genau definieren ... ein Vorhang über einem Bett. Die ganze
Szene erinnert mich eher an eine Bordellszene: Jugendlicher besucht
ein Dominastudio - na, dem wird gleich das doofe Grinsen vergehen,
wenn die Gute mit dem Auspeitschen beginnt.
Ja ja, ich habe eine schmutzige
Phantasie ... ich schäme mich ja schon :-(
Kleiner Hinweis in eigener Sache:
Meine schmutzige Phantasie lebe ich diesmal auf der LKS aus - damit's nicht
zu dreckig wird, gibt es 'ne ordentliche Dusche. Auch so könnte man meine
Lesergrafik interpretieren, welche Arndt Ellmer in dieser Ausgabe auf der LKS
bringt. |
Handlungsrezension
(Erich "E-Man Wall-1" Wallner)
Wir erwarten nähere Informationen über
die Phantom-Flotte.
Die Fraktale
Aufrissglocke kann nur aus nächster Nähe eingesetzt werden.
Mit erbeuteter
Dunkelfeldtechnik kann man das erreichen. Der Vorteil ist, dass die
Chaos-Kolonne
damit selber keine Möglichkeit zur Ortung hat.
Neu ist der Paros-Schirm.
Wenn ein
angegriffenes Traitor-Schiff blindlings die Potentialwerfer einsetzt,
neutralisiert das
der Paros-Schirm. Wechselt jedoch die Waffenart, ist der verbliebene
Schutz
allerdings nicht mehr nennenswert.
Bislang bereitet fremde Strangeness, die bei Zerstörung eines Traitanks
frei wird,
den Angreifern erhebliche Belastung und Desorientierung. Menschen, die
Auswirkungen der Strangeness am Besten wegstecken, wurden beim Kontakt mit
den „Gefallenen Mächtigen“ im Dimensionstunnel ausgefiltert.
Die Strangeness-Scouts, "Strawalkers" genannt (mittlerweile an die 800), sind
also
vorgesehen, hautnah am Feind zu operieren.
Es stellt sich heraus, dass in einem
beschädigten Traitank, aufgrund Phasenverschiebung, Handwaffen nicht mehr
ihre
volle Wirksamkeit entfalten. Dabei habe ich den Verdacht, dass das Schwarze
Plasma bei Freiwerden die Wandlung zur Negasphäre beschleunigt. Nur dass
die
schnelle Anpassung für die negative Wesenheit wohl äußerst schmerzvoll
ist.
Die Einsätze sind ohnehin nur gedacht, die neuen Techniken erst einmal auf
Wirksamkeit zu testen. Die Ergebnisse sind für die Erstellung einer Strategie
maßgebend. Nur hat die Chaos-Kolonne schon beim Test die Schwachstelle
erkannt: Sie verlässt sich nicht mehr auf die Potentialwerfer. Man wird
noch weitere
Neuigkeiten entwickeln müssen.
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