Band 2376:
"Tolle Tage in Terrania"

Zyklus: TERRANOVA
Erscheinungsdatum: 02.03.2007
offizielle Romanvorstellung auf der Perry-Rhodan-Website

Autor: Leo Lukas
Titelbild: Dirk Schulz
Illustration: Dirk Schulz / Horst Gotta

Kommentar:   Trivid und Medien

Extra:   Report

Rezension:
Bild
(Andy Schmid)
Text (Erich Wallner

Tibi - Perry Rhodan-Band 2376

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Bild-Rezension (Andy "Lumpazie" Schmid)

Passend zum Titel des Romans kredenzt uns Dirk Schulz ein tolles Titelbild:
Zu sehen ist die Skyline von Terrania durch ein Fenster, vor dem sich das Hologramm einer Frau aufbaut, welche mit einem Laserstick Daten aus einem Interface abruft. Die Dame sieht sehr androgyn aus, erinnert mich etwas an David Bowie - na vielleicht ist sie ja auch ein Mann ;-).
In den Haaren glänzen kleine Lichperlen, sieht sehr schön aus, das ganze Bild.
Mit Fasching hat der Roman aber trotz der tollen Haarpracht nichts zu tun (wurde aufgrund des Titels im Galaktischen Forum vermutet).
Ein wirklich gut gelungenes Motiv von Dirk Schulz - das hat Postercharakter!!!

[Ergänzung E-Man: Vegas-Lady mit Texas-Petroil-Hintergrund. D. Schulz begeistert (zumindest beim männlichen Part der Fans) wieder mit einem Covergirl. Nur eine angerissene Ahnung vom Baustil künftiger Metropolen, gebaut auf gebündelte Seilstränge, bekannt von weittragenden Brücken. Wie sich das Zielkreuz auf eine unsichtbare Agentin mit PsiSo-Netz bezieht, die offenbar einen Hologramm-Dietrich auf eine geheime Benutzeroberfläche richtet, bleibt zur Anregung des Leseappetits vorbehalten..]

Auch die Innenillustration ("Düsteres Duo") von Dirk gefällt mir diesmal sehr gut, obwohl sie wieder einem reinen Comic entsprungen zu sein scheint:
Zwei düstere Gestalten nähern sich dem Betrachter des Bildes. Sie scheinen nichts Gutes im Sinne zu haben, sehr grimmig schauen sie drein - und entschlossen! Mit den Beiden ist nicht gut Kirschen essen, habe ich so den Eindruck.
Das Bild sieht in Farbe bestimmt sehr gut aus!

Ein Hinweis in eigener Sache:
Auf der LKS dieses Romans ist eine Zeichnung aus meiner Feder zu sehen. Allerdings hat Arndt Ellmer den Titel des Bild in "Wachhund" geändert (ursprünglich lautete er "Alien at Home") und die Zeichnung ist sehr klein abgebildet.


Handlungsrezension (Erich "E-Man Wall-1" Wallner)

Es ist etwas verwunderlich, dass unter dem TERRANOVA-Schirm so „Tolle Zeiten“ ablaufen sollen. Die allgemeine Lage in der Milchstraße gibt wenig Anlass dazu.

Leuchtpünktchen an den Haarspitzen gehören zum Outfit von Spark, einer beliebten Entertainerin.
Die Moderatorin einer Lifestyle-Trivid-Show in ihrem unwiderstehlich Besitz ergreifenden Temperament baut erst einen ausgeparkten Fremdvolkpsychologen zum Star-Fachmann für eine Kultband auf. Der Freund von Marc London wird geplagt von sich allzu schnell verwirklichenden Träumen, bald irgendwo im Sonnensystem gebraucht zu werden.
Nach Differenzen bei einem Date, sie hat ihm einseitige Bekundungen zur Swoofon-Band untergejubelt, zeigt sie, dass sie auch ganz heftige zickige Allüren bieten kann.
Was sie nicht hindert, kurzerhand seine Wohnung zu requirieren, als Hauptquartier von Recherchen. Bei den Drehaufnahmen hatte sie den wundervollen Blick auf das ESCHER-Gebäude wahrgenommen. Schnell verwickelt sie ihn in ihre halbseidenen Aktionen. Ihr Trumpf ist ein verwirrter Wissenschaftskollege, wohl ein Prozessor für den Nukleus, den sie, vor dem Zugriff der Sicherheitskräfte ESCHERS, entführen können. Er will Nanotechnologie im Blut haben. Später stellt sich heraus, er hat eine neue Form der Zentrumspest.
Auf dem STARDUST-Denkmal warnt ein weiterer Verwirrter vor ESCHER. Studenten sollen vorzeitig verwaiste Dozentensessel besetzen.

Leo Lukas verführt uns zu einem Trip durch die goldenen Möglichkeiten einer Zukunftsmetropole, so überzeugend wie es von den P.R.-Autoren bisher kaum jemand schaffte. Er transportiert den Zeitgeist heutiger hoffnungsloser Jugendlicher, vom Glamour der Popwelt verführt, in eine Wohlstandswelt von morgen, wo tatsächlich Chancen offen stehen, sich zu verwirklichen. Wir schwimmen im Pulsen des kosmoglobalen Kessel, vorbei an täglich außergewöhnlichen Ereignissen, die genauso schnell vergessen sind, wie sie auftauchen.
Das soll einen Eindruck vermitteln, wie das geheime ESCHER auf die uninformierte Bevölkerung wirkt. Gefährliche und unheimliche Aktivitäten, offenbar von höchster Hand geduldet – den schwarzen Löchern im Informationsnetz nach zu urteilen.
Neu kreiert sind die Vororte Terranias, auf dem Plateau des Altai - ein Elendstopf von Außenseitern. Das tarnende Umfeld für lukrative illegale Geschäfte bringt Reality-Pfeffer in das bislang unantastbar noble Herzstück terranischen Machtgefüges.
Im Diamant dieser Schmutzfassung, ein ultimativer Vergnügungstempel im Untergrund, liefert Sparks unbekümmert Hajmo Siderips Finanzen der Mafia aus, für High Tec, vermutlich von Geheimdiensten gestohlen.
Den zwei düsteren Gestalten, die offensichtlich sehr umtriebig für Vertuschung und Schadensbegrenzung sorgen, mangelt es nur an Witz anderer ‚Men in Black’. Doch stellen sie vor Gedächtnislöschung wenigstens als Ultimatum die Mitarbeit bei ESCHER zur Wahl.


Letztes Update dieser Seite am 25.04.2007