Bild-Rezension (Andy
"Lumpazie" Schmid)
Passend zum Titel des Romans kredenzt uns Dirk
Schulz ein tolles Titelbild:
Zu sehen ist die Skyline von Terrania
durch ein Fenster, vor dem sich das Hologramm einer Frau aufbaut,
welche mit einem Laserstick Daten aus einem Interface abruft. Die Dame
sieht sehr androgyn aus, erinnert mich etwas an
David Bowie - na vielleicht ist sie ja auch ein Mann ;-).
In den Haaren
glänzen kleine Lichperlen, sieht sehr schön aus, das ganze
Bild.
Mit Fasching hat der Roman aber trotz der tollen Haarpracht nichts zu tun (wurde aufgrund
des Titels im Galaktischen Forum vermutet).
Ein wirklich gut gelungenes
Motiv von Dirk Schulz - das hat Postercharakter!!!
[Ergänzung E-Man:
Vegas-Lady mit Texas-Petroil-Hintergrund. D. Schulz begeistert
(zumindest beim männlichen Part der Fans) wieder mit einem Covergirl.
Nur eine
angerissene Ahnung vom Baustil künftiger Metropolen, gebaut auf
gebündelte
Seilstränge, bekannt von weittragenden Brücken. Wie sich
das Zielkreuz auf eine
unsichtbare Agentin mit PsiSo-Netz bezieht, die offenbar einen Hologramm-Dietrich
auf eine geheime Benutzeroberfläche richtet, bleibt zur Anregung
des Leseappetits
vorbehalten..]
Auch
die Innenillustration ("Düsteres
Duo") von
Dirk gefällt mir diesmal sehr gut, obwohl
sie wieder einem reinen Comic entsprungen zu sein scheint:
Zwei düstere Gestalten nähern sich dem Betrachter des Bildes. Sie scheinen
nichts Gutes im Sinne zu haben, sehr grimmig schauen sie drein - und entschlossen!
Mit den Beiden ist nicht gut Kirschen essen, habe ich so den Eindruck.
Das Bild sieht in Farbe bestimmt sehr gut aus!
Ein Hinweis in eigener Sache:
Auf der LKS dieses Romans ist eine Zeichnung aus meiner Feder zu sehen. Allerdings
hat Arndt Ellmer den Titel des Bild in "Wachhund" geändert (ursprünglich
lautete er "Alien at Home") und die Zeichnung ist sehr klein abgebildet. |
Handlungsrezension
(Erich "E-Man Wall-1" Wallner)
Es ist etwas verwunderlich, dass unter dem
TERRANOVA-Schirm so „Tolle Zeiten“ ablaufen sollen. Die allgemeine Lage in der Milchstraße gibt
wenig Anlass dazu.
Leuchtpünktchen an den Haarspitzen gehören zum Outfit von
Spark, einer
beliebten Entertainerin.
Die Moderatorin einer Lifestyle-Trivid-Show
in ihrem
unwiderstehlich Besitz ergreifenden Temperament baut erst einen ausgeparkten
Fremdvolkpsychologen zum Star-Fachmann für eine Kultband auf.
Der Freund von
Marc London wird geplagt von sich allzu schnell verwirklichenden Träumen,
bald
irgendwo im Sonnensystem gebraucht zu werden.
Nach Differenzen bei
einem Date,
sie hat ihm einseitige Bekundungen zur Swoofon-Band untergejubelt,
zeigt sie, dass
sie auch ganz heftige zickige Allüren bieten kann.
Was sie nicht
hindert,
kurzerhand seine Wohnung zu requirieren, als Hauptquartier von Recherchen.
Bei
den Drehaufnahmen hatte sie den wundervollen Blick auf das ESCHER-Gebäude
wahrgenommen. Schnell verwickelt sie ihn in ihre halbseidenen Aktionen.
Ihr
Trumpf ist ein verwirrter Wissenschaftskollege, wohl ein Prozessor
für den Nukleus,
den sie, vor dem Zugriff der Sicherheitskräfte ESCHERS, entführen
können. Er will
Nanotechnologie im Blut haben. Später stellt sich heraus, er hat
eine neue Form
der Zentrumspest.
Auf dem STARDUST-Denkmal warnt ein weiterer Verwirrter
vor
ESCHER. Studenten sollen vorzeitig verwaiste Dozentensessel besetzen.
Leo Lukas verführt uns zu einem Trip durch die goldenen Möglichkeiten
einer
Zukunftsmetropole, so überzeugend wie es von den P.R.-Autoren
bisher kaum
jemand schaffte. Er transportiert den Zeitgeist heutiger hoffnungsloser
Jugendlicher, vom Glamour der Popwelt verführt, in eine Wohlstandswelt
von
morgen, wo tatsächlich Chancen offen stehen, sich zu verwirklichen.
Wir
schwimmen im Pulsen des kosmoglobalen Kessel, vorbei an täglich
außergewöhnlichen Ereignissen, die genauso schnell vergessen
sind, wie sie
auftauchen.
Das soll einen Eindruck vermitteln, wie das geheime ESCHER
auf die
uninformierte Bevölkerung wirkt. Gefährliche und unheimliche
Aktivitäten, offenbar
von höchster Hand geduldet – den schwarzen Löchern
im Informationsnetz nach zu
urteilen.
Neu kreiert sind die Vororte Terranias, auf dem Plateau des
Altai - ein
Elendstopf von Außenseitern. Das tarnende Umfeld für lukrative
illegale Geschäfte
bringt Reality-Pfeffer in das bislang unantastbar noble Herzstück
terranischen
Machtgefüges.
Im Diamant dieser Schmutzfassung, ein ultimativer
Vergnügungstempel im Untergrund, liefert Sparks unbekümmert
Hajmo Siderips
Finanzen der Mafia aus, für High Tec, vermutlich von Geheimdiensten
gestohlen.
Den zwei düsteren Gestalten, die offensichtlich sehr umtriebig
für Vertuschung und
Schadensbegrenzung sorgen, mangelt es nur an Witz anderer ‚Men
in Black’. Doch
stellen sie vor Gedächtnislöschung wenigstens als Ultimatum
die Mitarbeit bei
ESCHER zur Wahl.
|