Band 2375:
"Dantyrens Jagd"

Zyklus: TERRANOVA
Erscheinungsdatum: 23.02.2007
offizielle Romanvorstellung auf der Perry-Rhodan-Website

Autor: Hubert Haensel
Titelbild: Alfred Kelsner
Illustration: Michael Wittmann

Kommentar:    Neue Technik: Der Carapol-Strukturbrenner

Extra:   Risszeichnung: Flaggschiff der LFT:
LEIF ERIKSSON II - von Andreas Weiß

Rezension:
Bild
(Andy Schmid)
Text (Erich Wallner

Tibi - Perry Rhodan-Band 2375

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Bild-Rezension (Andy "Lumpazie" Schmid)

Wow! Alfred Kelsner überrascht mich wirklich. Ich hätte alles darauf gewettet, dass er diese Woche als Abschluss noch ein paar Traitanks bringt.
Aber passend zum Titel zeigt uns Al ein weiteres Portrait von Dantyren. Und ich muss sagen, trotz Kelsner Schwäche beim Zeichnen von Menschen gefällt mir dieses Titelbild sehr gut.
Der hölzerne Gesichtsausdruck Dantons passt gut zu der Situation, in der sich Roi befindet: Er ist nicht mehr der Alte!
Leider hat mit der Teilung Dantons auch dessen Haarfarbe gewechselt: statt rotbraun nun schwarze Haare :-(
Aber das wird ja grundsätzlich von den Zeichnern der PR-Serie ignoriert. Mit Haarfarben haben man da anscheinend alle so ihre Probleme, von Bruck über Schulz zu Kelsner. Seufz, aber darüber sieht man als Fan ja mittlerweile hinweg.
Sehr schön, dass Alfred aber auch dem Mor´Dear einen Haarschopf verpasst. So steht das in den Heften - aber Dirk Schulz hat sich bei der Mastergrafik einfach über das Exposé hinweggesetzt (genauso wie mit den Körperbau des Dualen Kapitäns).
Nur Michael Wittmann und Swen Papenbrock haben sich in ihren Innenllustrationen an diese Vorgabe gehalten.
Bei Alfreds Dualem Dantyren denkt man unweigerlich auch an den Doppelkopfmutanten Iwan Iwanowitsch - aber es ist schon schwer, so ein Wesen mit zwei verschiedenen Körperhälften darzustellen. Soll ja auch gut ausschauen, gelle. Was müssen die Autoren auch immer so eine verkappte Phantasie haben - als Zeichner hat man es schwer ;-).

[Ergänzung E-Man: Es ist vielleicht sinnvoll, dass A. Kelsner das neue Monster Dantyren porträtiert: Da bleibt all die Qual außen vor. Hingegen finde ich es nicht wünschenswert, dass ein steinernes ewiges Monument uns jeglicher Hoffnung beraubt. Die Eintracht des Doppelkopfes an der Frisur gemessen, schmerzt dennoch auf anderem Weg.]

Michael Wittmann steht derzeit im Kreuzfeuer der Kritik, liest man das Galaktische Forum aufmerksam durch. Ich kann diese Kritik teilweise verstehen, für mich sind Michaels Zeichnungen weder Fisch noch Fleisch. Einmal gefallen sie mir total gut, dann wiederum gar nicht. Aber das ist bei den anderen Zeichnern (ob nun Bruck, Kelsner, Papenbrock usw.) genauso. Bruck war einfach am Routiniersten und brachte die größte Leistung. Für mich hatte er es einfach drauf, realistische Zeichnungen zu machen. Aber oft genug ließ er auch seinen künstlerische Freiheiten freien Lauf und hielt sich überhaupt nicht an die Vorgabe des Romans. Michael Wittmann hält sich viel mehr daran - aber sein Stil weicht einfach zu oft in den Comic/Karikaturbereich ab. Trotzdem schafft er es derzeit als Einziger der Zeichnerriege, Duale Kapitäne und Vizekapitäne korrekt nach Romanvorgabe zu zeichnen!!! Deshalb heimst sich Witti heute ein Lob für seine Innenillustration ein - der Duale Dantyren sieht klasse aus!!!


Handlungsrezension (Erich "E-Man Wall-1" Wallner)

Der Progresswahrer kann so eine Störung wie den Stopp der Umwandlung von Arkon kaum auf sich beruhen lassen.
Natürlich ist das eine Aufgabe für den neuen Protegen Dantyren. Die Strukturbrenner und auch Shallowain sollten für ihn ein Heimspiel sein. Nur ist sich Dantyren des Erfolgsdruckes offenbar nicht bewusst. Er versteift sich auf einen Neustart, ohne die Funktionsweise der eingesetzten Waffe (eben den Strukturbrenner) zu kennen. Immerhin bemerkt er als einziger, dass die drei anderen Arkonwelten in Gefahr stehen, gleichfalls in der Umformung gestört zu werden.
Yrendir registriert seine Führungsschwäche gegenüber seinem Dualpartner Danton. Zweifelnd an den aufgedeckten Nebensächlichkeiten, hechelt er hinterher, keineswegs durch Einsicht in die Fähigkeiten der Terraner überzeugt.
Bei der Einschätzung Dantons, Arkon hätte das aus eigener Kraft nie geschafft, bin ich über den Dünkel verwundert. Schließlich ist es auch nicht allein auf den Mist der Terra-Wissenschaft hinter dem TERRANOVA-Schirm gewachsen. Sind wir wirklich die einzigen, die auf Hilfe höherer Kräfte zählen dürfen? Hatte der Sohn Perry Rhodans wirklich so romantisierende Allmachtsphantasien?

Die Konstellation Danton-Shallowain kehrt die Pole Kantiran-Shallowain ins Gegenteil. Der Einsatz ist hoch riskant und das Ergebnis brisant wichtig. Teammitglieder nur nach ihrer Verwendbarkeit zurückbringen oder opfern, das würde ein Prisenkommando kaum anders planen. Die Arroganz, mit der Shallowain allerdings über Leichen geht, bleibt nicht hinter seiner Ekelhaftigkeit auf Hayok zurück.
Das Ambiente von Tiga Ranton ist plastisch und vielfältig. Hayok als Vorlage lässt sich trotzdem stark ausmachen. Bei der Charakterstudie und Entwicklung der Person Shallowain, der Hund, hat sich Hubert Haensel wohl zu sehr inspirieren lassen?
Allerdings lenkt die Verfolgungsjagd zu sehr von der eigentlichen Problemstellung ab. Die Kavernierung und Machtstellung in der Chaoskolonne wirken nur so beiläufig mit rein.

Ohne Michael Rhodan als Wesenteil Dantyrens in Frage zu stellen – ein Dualer Kapitän benötigt offenbar aus Eitelkeit Präsenz an vorderer brennender Front. Vielleicht, weil es seinen Ganschkaren an der Fähigkeit zur Einsatzplanung mangelt? Nun ja, Shallowain rettet später das abgehängte terranische Team, als Dantyren mit großem Schiff in die neu gestarteten Kavernen geschwebt kommt.
So genial kann er nicht sein, wenn er nicht berücksichtigt hat, dass Strangeness-Walker vielleicht einmal der letzte Ausweg aus Kavernen sein könnten.

Die gesamte Arkonflotte verhilft (?) zu einem zweiten Stopp. Oh Wunder, Dantyren muss aufgeben, sechs Monate Warten für das Nachladen des Obelisken verhindern ein weiteres Pingpongspiel. So wird erst jetzt klar, warum die Obelisken solange im Voraus abgesetzt wurden. Weitere Zentralwelten, wie Ertrus und Olymp, können jetzt auf Rettung hoffen. Doch noch genügend andere Welten können gar nicht oder nur zu spät erreicht werden.


Letztes Update dieser Seite am 25.04.2007