Bild-Rezension (Andy
"Lumpazie" Schmid)
Wow - das ist ein herbes Titelbild!
Die
menschlichen Prozessoren Eschers im Kreuzkokon, dazu die Nummerrierung
gekonnt über den Titel des Romans platziert - au backe,
da hat's ja einige Terraner erwischt. Recht bleich sieht der Knabe
aus und seine Kollegen auch. Erinnert wohl nicht umsonst an Jesus am Kreuz (huch, in ein, zwei Wochen ist schon Ostern).
Aber echt
herb, dieses Tibi jagt mir einen Schauer über den Rücken.
Doch so schön und
düster das Bild auch ist - trotzdem pfuscht Dirk etwas: Das Gesicht
des Menschen links neben der Nr. 1032 verschwimmt und sieht unsymmetrisch
aus.
Grmmbfff, warum ist das so? Und anscheinend habe ich auch noch eine
voyouristische Ader in mir - oder warum ärgert es mich, das keine
hübsche Frau im Kreuzkokon liegt. Oh Dirk, was weckst Du nur für Anwandlungen
in mir ;-).
Damit schließt Dirk eine wirklich starke Staffel ab, die mir
sehr gut gefallen hat! Lege ich alle vier Hefte nebeneinander ergibt
sich ein kontinuierlicher Aufbau:
->
Das erste Bild ist noch sehr
farbenfroh - bringt aber schon das virtuelle Grün mit dem kleinen
Eschergebäudehologramm
ein.
->
Das zweite Bild zeigt uns das Hologramm des Escherturms in einem größerem
Format, der Hintergrund ist ein helles Grün.
->
Im dritten Bild sehen
wir das Eschergebäude in Natura, das Grün wird immer dunkler und düsterer.
->
Im vierten
Bild sind wir im Inneren Eschers angelangt, und dort ist es wirklich
dunkel und kalt!
Escher lässt auf nichts Gutes schliessen.
Eine klasse Staffel von
Dirk - eine seiner besten!!!
[Ergänzung E-Man:
Endlich das Herz von ESCHER, die Entkörperungsboxen. Bei aller überbordenden Technik „nur“ ein
besseres Feldlazarett. Hauptfarben schwarz,
weiß, grün. Wäre da nicht die farbenprächtige
Lepso-Werbung auf dem Back-Cover
könnte man Senkung der Farbrepro-Kosten unterstellen.]
Was
man von der Innenillustration ("In
der Hyperdim-Matrix ") nicht sagen kann!
Diesmal darf der Mausbiber Gucky in den Einsatz, aber dessen Sprung in die Eschermatrix
bekommt ihm gar nicht gut, wie man sieht. Glücklich schaut der Mausbiber
nicht aus - und er erinnert mich stark an die vereinfachte Darstellung aus den
seligen Perry-Comics in den 70er Jahren!!! Das ist kein Mausbiber, das ist ein
Kinderkörper mit Mausbiberkopf darauf.
Auch die Umgebung ist altbekannt! Die hatten wir so ähnlich schon im Perry
Rhodan Heft 2350 als Übergang in ein anderes Univerum vorgelegt bekommen.
Gefällt mir überhaupt nicht, Schwamm darüber.
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Handlungsrezension
(Erich "E-Man Wall-1" Wallner)
Nachdem NATHAN in Sachen ESCHER nicht zu
trauen ist, wird die Residenz
abgeriegelt. Zwei kooperierende Systeme des TERRANOVA-Schirms stehen
sich
plötzlich nicht nur misstrauisch gegenüber, sondern befinden
sich im Kampf.
Die
Liste der Wunschpersonen für das ESCHER-Projekt führt die
Creme der geistigen
Elite auf. Mit psychohypnotischer Manipulation werden sie Zug um Zug
von den
Avataren entführt.
Marc London ist verzweifelt, wegen Fawn Suzuke
will er nichts
auf den Nukleus kommen lassen. Der Nukleus scheint sich aus der Angelegenheit
heraushalten zu wollen. Aus diesem Grund wird sich wohl Fawn als Avatar
auch
nicht sehen lassen. Dabei würde sie sich ohnehin nie über
ihren Entsendenden äußern.
Gucky versucht in ESCHER einzudringen. Natürlich bildet die Beteiligung
des
Nukleus eine Basis für eine Parapsifalle. Er begegnet sogar Besatzern
des Netzes.
Nur ist es ein neu hinzu gekommenes Bewusstsein, noch nicht integriert,
welches
kontaktfreudig seine Fühler ausstreckt.
Dadurch wird deutlich,
dass der ESCHER-Komplex eine virtuelle Realität bildet, die nicht
nur aggregatgebunden ist, sondern
eine Lebenswelt darstellt, die einer astralen Manifestation gleichkommt.
Wenn
ESCHER Gucky haben wollte, dann klappt es offenbar nicht so ganz mit
der
Kompatibilität. Der Zugang mittels Teleportersprung ist natürlich
nicht vorgesehen.
Aber Gucky ist vielleicht einfach zu alt und erfahren. Doch an Carapol
konnten wir
bereits sehen, dass Mentalstabilisierte bei eigenem Willen bleiben
und autonom
sein können.
Eine neue massive Attacke der Traitanks gegen den TERRANOVA-Schirm
soll ohne
Unterstützung der Globisten für den Nukleus überstanden
werden. Zum einen ein
riskanter Test technischer Verbesserungen, zum anderen eine Überforderung
für
den Nukleus – nur um evtl. energetische Unterstützung für
ESCHER zu kappen.
Dass all die nicht informierten Involvierten des Großprojekts „Schutz
fürs
Sonnensystem“ in Panik geraten und Fehlhandlungen begehen, geschieht
vielleicht
auch, um NATHAN aus der Reserve zu locken. Ist es da ein Wunder, dass
Fawn als
Sprecher des Nukleus Perry Rhodan beschuldigt, sogar die Existenz ARCHETIMS
zu
bedrohen?
Die „Entartung“ ESCHERS ist kosmisch gesehen
vielleicht wirklich nur
zweitrangig. Zieht allerdings das Argument des Nukleus, das Solsystem
wäre
gedacht für ein Element der Retroversion der Negasphäre?
ESCHER darf kein Teil
der Negasphäre werden! Dieses Vabanque-Spiel führt endlich
dazu, dass der
Nukleus auf ESCHER übergreift.
Carapol wird befreit, und die unfreiwilligen
Aufnahmen haben ein Ende.
Übrigens waren NATHAN und ESCHER schon
vor
Ankunft des Nukleus am Start. Der Nukleus war nur Helfer und späterer
Retter.
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