Bild-Rezension (Andy
"Lumpazie" Schmid)
Mit dem vierten Cover präsentiert Oliver Scholl
meiner Meinung nach das schwächste Bild seiner Staffel. Immerhin
traut er sich gleich an eine der bekanntesten Figuren des PR-Universums:
Gucky, den Retter des Universums.
Zusammen mit einem Terraner (vermutlich Marc London) schwebt dieser
vor einem der neuen Flottentender der Terra Nova-Flotte.
Was die bunten Kaskaden im Hintergrund bedeuten, ist mir schleierhaft
- soll das den PSI-Raum darstellen? Wer weiß?
In der linken Hälfte sieht man den Mond!
Also der Weltraum ist für meinen Geschmack etwas zu bunt, aber
vielleicht geht die Erklärung aus dem Inhalt des Romans hervor
- mal sehen!
Erinnert stark an die Flash Gordon-Neuverfilmung von Dino de Laurentis
in den 80er Jahren.
Insgesamt hat Oliver Scholl eine schöne Titelbildstaffel hingelegt,
ich würde gerne wieder etwas von ihm zu sehen bekommen!
Die Innenillu
von Michael Wittmann zeigt ebenfalls Gucky, der in dem Roman eine tragende
Rolle spielt, im Innern eines Raumschiffs oder einer Raumstation, links
ein Fenster mit Sternenhintergrund, rechts ein Mensch im Türrahmen.
Rennt der Mausbiber von ihm weg?
Eine typische Witti-Illu, auch hier gefielen mir die restlichen drei
dieser Staffel besser!
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Handlungsrezension
(Erich "E-Man Wall-1" Wallner)
Marc London ist der Psi-Korresponder!
Etwas enttäuschend, dass nach über eine Woche noch nichts
über die Natur seines Psi-Talents herausgefunden wurde. Dabei könnten
seine Träume Aufschluss zumindest einer Affinität zu TRAITOR
geben.
Ohne Vergleiche zu Benjamin von Jacinta ziehen zu müssen.
So ganz ohne Verdachtslage kann man gar nicht sein.
Gucky stellt erst die gleichen Fragen wie Bre Tsinga und kommt nicht
weiter.
So peinlich, wie sich Marc dabei findet, veranlasst das Gucky zu der
Bemerkung: “Du bist ja schlimmer als Kantiran.“
Pubertär und schuldbewusst, ohne seine Fähigkeiten einschätzen
zu können, klinkt er sich an die Spezialisierung anderer Psi-Begabter
an. Anfangs mag es unspektakulär erscheinen, bereitet aber wohl
auf eine Mutantenvielfalt der Chaoskräfte vor.
NATHAN selbst kommt diesmal nicht zum Tragen. Das Geheimprojekt HWG
1 widmet sich ursprünglich der Umgehung der Handikaps durch die
Hyperimpedanz. Gleichzeitig nutzt man alle Kapazitäten zur Aufrüstung
gegen die Chaos-Armada.
Eine Jagd auf Diebe in den Luna-Werften als Test unter Feldbedingungen
liefert überraschende Umstände, die aus dem Unterbewussten
des jungen Talents kommen. Er fängt eine alternative Aktivistin,
indem er sie für die Nukleus-Botin hält.
Unter den Koryphäen tummeln sich zuhauf schlafende Agenten. Ein
rumalischer Umstürzler wird entschärft. Es sind einige alte
Bekannte, die in die terranische Gesellschaft integriert sind, und für
ihre Heimat im Untergrund arbeiten. NATHAN bildet einen richtigen FOCUS
für Geheimdienstinteressen.
Einerseits findet man den technischen Vorsprung für die Machtverhältnisse
gefährlich, will aber das gewonnene Wissen selber nutzen. Das neue
Duo schafft einen Hattrick, indem es alle Nester aufhebt. Trotzdem sind
die Ergebnisse nicht ganz stimmig.
Es ist aber nicht Marc, der Gucky blockiert. Eine Anti-Abschirmung war
es, die er verstärkte. Der alteingesessene Baalol-Trupp wird genauso
aufgescheucht, wie die anderen.
Der schlafende akonische Agent ist wohl nicht ganz auf dem Laufenden,
wenn er seinen Weggang mit der Zerstörung der ganzen Anlage krönen
will. Damit schadet er der gesamten Milchstraßenbevölkerung.
Er muss sich töten. Die vor langem versteckten Bomben werden von
Robotern noch schnell in den Orbit verbracht, der Schaden hält
sich in Grenzen.
Der Duale Kapitän hat sich tatsächlich in Erdnähe aufgehalten,
nicht jedoch auf Luna, wie ich anfangs vermutete. Kurz entdeckt man
ihn, als er sich in die ankommende Chaos-Flotte einreiht. Nachdem die
Kolonnen-Fähre abfliegt. So erspart er sich einen Rapport. Und
vertuscht die Zerstörung des Forts, indem er das Kommando übernimmt,
und sofort weiterfliegt. Man vermutet, Richtung Hayok.
Das tatsächliche Geheimnis um die TERRANOVA-Flotte wird ebenfalls
gleich gelüftet. Ähnlich wie vor kurzem die Kybb-Titanen nehmen
sie Platz um unsere Sonne. Bevor das Anti-Temporale-Gezeiten-Feld wieder
errichtet wird, soll vorläufig ein Paratron-Schirm das Sol-System
schützen. Nur brennen einige Hyperzapfer durch. Die Wissenschaftler
werden einige Fragen überarbeiten müssen. Ist die neue Howalgonium-Aufbereitung
sauber genug, sind Redundanz-Systeme ausreichend zugeteilt, gelten für
große Schirmweiten zusätzliche Hemmnisse. Oder wirkt gar
ARCHETIM’s Störung noch nach?
Tatsächlich wird hier Basisarbeit geleistet. Ich kann mich kaum
an solche Dichte, Kompetenz und auch Kniebeugen an Altleser erinnern.
So harmlos ist das Geplänkel mit der Negasphäre nicht.
Man hat sich hier auf eine diffizile Aufrechterhaltung eines nahezu
unglaubwürdigen Gefälles in den Machtverhältnissen eingelassen.
Das zeigt schon die Ankunft der Kolonnenfähre, mit Abmessungen,
die höchstens in die Nähe der Kosmischen Burgen kommen oder
von den Sporenschiffen bekannt sind.
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