Band 2308:
Die Schattenlosen

Zyklus: TERRANOVA
Erscheinungsdatum: 11.11.2005
offizielle Romanvorstellung  auf der Perry-Rhodan-Website

Autor: Horst Hoffmann
Titelbild: Alfred Kelsner
Illustration: Michael Wittmann

Kommentar: Die neue Explorer-Flotte
mit Report

Rezension:
Bild
(Andy Schmid)
Text (Erich Wallner


Bild-Rezension (Andy "Lumpazie" Schmid)

Nanu, ist Ralph Voltz ins Perry Rhodan-Zeichnerteam zurückgekehrt?
Auf den ersten Blick hat es so den Anschein: die Farbgebung des Himmels, der ganze Aufbau des Bildes. Aus der Ameisenperspektive sieht man auf steinerne Obelisken empor (im Vordergrund Bäume), im Abendrot erscheint ein Raumschiff, welches Blitze auf die Obelisken herabschleudert. Das Gefährt enttarnt dann auch den wahren Zeichner dieses Bildes:
ein Raumschiff typisch Marke Alfred Kelsner!
Trotzdem muß ich sagen, dass ich mich auf den ersten Blick täuschen ließ! Eine ungewöhnlich Perspektive für Alfred - doch recht gelungen! Der Titel und das Bild lassen darauf schließen, dass es sich bei den Obelisken um verstorbene Cynos handelt ... um sehr, sehr große Cynos. Da die Szene im Abendrot spielt, werfen die Obelisken keinen Schatten ;-).

Die Innenillustration von Michael Wittmann entführt uns nach Stonehenge, und eine Steinzeitfrau spielt Blitzableiter in der bekannten Steinanlage, so mein erster Eindruck. Das passt sehr gut zum Titelbild von Alfred. Allerdings erkennt man hier kein Raumschiff am Himmel.
Und sollte die Steinalage identisch mit den Obelisken des Titelbildes sein, dann sehen diese hier wesentlich kleiner und eckiger aus weniger wie versteinerte Cynos.
Hier hätten sich die beiden Zeichner etwas besser absprechen sollen!
Trotzdem - ein sehr düsteres Bild!!


Handlungsrezension (Erich "E-Man Wall-1" Wallner)

Die Cynos, bzw. deren schattenlose Obelisken, traten in den 500er-Bänden im SCHWARM-Zyklus erstmals auf.
Der erscheint derzeit als 9-bändige Hardcover-Sonderreihe bei HEYNE.
Offenbar war die Doppelschiene ATLAN-Hardcover, Nachdruck der "Kristallprinz Atlan"-Abenteuer aus der "ATLAN-Classic"-Heftserie und Varganen in der Neuversion der "ATLAN"-Heftreihe bei Neulesern förderlich.
Ihre Vorgeschichte wurde in den SOL-Abenteuern nach Band 2000 neu geknüpft.
Aber 100 m hohe Säulen – das muss eine andere Bewandnis haben.

Neue Sternenvielfalt am Himmel – gilt das für einen Randbezirk Jamondis oder für den angrenzenden Hayok-Archipel?
Das Volk im Schutz der Schattenlosen jedenfalls mutet wie ein Bindeglied zu den Motana an. Es könnten beim überstürzten Aufbruch nach ALHANDABA ganze Völker übersehen worden sein. Oder es ist noch eine gesonderte Abkapselung im Hyperkokon freigeworden.
Die energetischen Entladungen am Artefakt warnen aber kaum vor dem Eintreffen des Lichts. Es beunruhigt zwar das einfache Volk von Bauern und Fischern – mit der unsichtbaren Gefahr dürfte wohl eher die Negasphäre bzw. das Eintreffen der Chaos-Kolonne in Frage kommen.

Gucky erfährt vom Bewusstseinskollektiv, dass die Obelisken eine andere Form von Cynos sind als die bisher bekannten. Ein Ruf hat sie erreicht, dem sie nicht antworten können: Die Bewohner Novathos sind in Gefahr.
Novanten sind blauhäutig -In dieser Sternengegend also ein möglicher Bezug zu den Akonen.
Die Auswirkungen der nahenden Gefahr sorgen jetzt schon für den Zusammenbruch des Bestehenden: Verwilderte Männer und Raubtiere durchbrechen die Bannkreise, Säuglinge schreien sich ins Koma, und den alten Weisen reißt die Verbindung zum Weltsein. In der BUENOS AIRES, ihrem Schiff, helfen sie der mehrmals verunglückten Fischerin Ela.

Die Säulen kommen von Tare-Scharm, wie schon ARCHETIM, können sich abe nicht an den letzten Kampf gegen die Negasphäre erinnern. Aber zusammen mit Gucky können sie den RUF entziffern. Er kommt von den PANGALAKTISCHEN STATISTIKERN von Wassermal, die sich als ihre Verwandten bezeichnen. Welche ja Perry Rhodan persönlich auch das Wissen über das entstehende Problem einer Negasphäre bei Hangay zukommen ließen. Das wäre natürlich ein großes Potential an Helfern, nur arg weit fern.

Auch wenn die Kosmokraten ein Tausend-Jahre-Fernbleiben-Müssen bedauerten – zur Rettung der Obelisken konnten sie doch schnell vorbeikommen. Oder es stellt sich die Frage, wie lange ihr Rettungsschiff dafür unterwegs war?
Doch verreisen sollen die Cynos mit eigenen Mitteln und stehen nun vor einem Dilemma:
Soviel Wissen ging ihnen verloren. Sie würden nie ankommen, sich hoffnungslos verirren in den Weiten der Galaxien.
Wie gut, dass Gucky einen todkranken Emotionauten vermitteln kann. Der Emotionaut Arthur Eizmet lässt seine sterbliche Hülle zurück und dient ihnen als Lotse ... was für seine körperlose Seele relative Unsterblichkeit bedeutet.
Bei ihrem Abflug hinterlassen die Schattenlosen einen Datenkristall mit Koordinaten zu einem Schlüssel zum immer noch unzugänglichen Sternenozean CHARON.
Bullys Lieblingsfeind „homo superior“ Jan Shruyver nimmt sich des nun schutzlos gewordenen Volkes der Novanten an und bleibt zurück. Die Fischerin Ela fühlt sich ja auch in seiner Nähe so wohl.


Ein eigenständiger Band mit vielen kosmischen Ideen. Vorläufig wurde einiges an Potential davon verschenkt. Aber wir brauchen ja so fragmentarische Puzzlesteine für die großen kosmischen Rätsel. Horst Hoffmann liefert eine kompakt gestaltete Arbeit ab.
Eine Ahnung von Beschaulichkeit alter Sternenvölker, die viel Wärme ausstrahlt. Ein letzter Hort der Ruhe inmitten der anrollenden Woge des Schreckens?



Letztes Update dieser Seite am 04.12.2005