Band 2309:
Die Augen von Charon

Zyklus: TERRANOVA
Erscheinungsdatum: 18.11.2005
offizielle Romanvorstellung  auf der Perry-Rhodan-Website

Autor: Uwe Anton
Titelbild: Alfred Kelsner
Illustration: Michael Wittmann

Kommentar: Im Galaktischen Zentrum
Extra. Clubnachrichten

Rezension:
Bild
(Andy Schmid)
Text (Erich Wallner


Bild-Rezension (Andy "Lumpazie" Schmid)

"Da fliegt mir doch das Blech weg" - an diesen Hit der Neuen Deutschen Welle musste ich als erstes denken, nachdem ich das aktuelle Heft in die Hand nahm. Das Raumschiff, welches hier in die Charonwolke eindringt, erinnert mich an die Aglazarraum-schiffe aus dem Tradomzyklus. Das Eindringen in die Wolke aus kosmischen Staub verheißt nichst Gutes! Nicht nur der vordere Teil des rechten Zylinders löst sich in seine Bestandteile aus, nein auch ein gutes Stück des Mittelteils fliegt in die Weiten des Weltalls, und den hinteren Teil des Triebwerks zerreißt es in einer mörderischen Explosion. Also da möchte ich kein Besatzungsmitglied sein.
Die Wolke sieht aus wie Schneegestöber, passenderweise fällt hier bei uns in Nürnberg der erste
Schnee - Zufälle gibt es ;-)

Kurzer Kommentar zum Roman selbst:
Uwe Anton gelingt es hier, ein spannende Handlung aufzubauen, obwohl eigentlich gar nichts passiert. Mich stört, dass er dabei den Unsterblichen Atlan ständig über den "verdammten
Hyperaumschock" fluchen lässt und wie langsam die Raumschiffe dadurch werden - im gleichen Atemzug philosophiert er darüber, wie wichtig das Salkrit sein könnte, um dies zu ändern. Dieser Stoff ist derzeit nur in der Charonwolke zu finden, aber Atlan wartete ganze 10 Jahre, um dieser Wolke mal einen Besuch abzustatten.
Oh weia, da wäre eine Erklärung, was in diesen 10 Jahren denn so wichtig war, sehr hilfreich!
Solche Unlogik kommt eben von den Zeitsprüngen zwischen dem Zyklusende und dem neuen Jubiläumsband :-(

Illustration:
Michael Wittmann stellt uns ein weiteres Splittervolk der Bestien vor: die Kolonnen-Prospektoren Charnaz Bakr. Diese sind zwar größer als Haluter aber auch filigraner im Körperbau. Sie können ihre Körperstruktur nicht verändern, haben keinen Konvertermagen und nur ein Hirn. Es sieht so aus, als ob die Chaotarchen an den Bestien einen Narren gefressen haben.
Michael stellt diese Wesen sehr schön dar, nur bei dem zweiten Prospektor finde ich den Kopf ein wenig zu spitz geraten!


Handlungsrezension (Erich "E-Man Wall-1" Wallner)

Mit der VERA CRUZ und der TABASCO steht Atlan seit Wochen wartend vor CHARON. Die AUBERG trifft ein, und bringt den neuen Kantor-Sextanten mit. Nun können sie umherschwirrende TRAITOR-Einheiten orten, und laufen ihnen während ihrer Forschungen nicht vor die Waffen.
Außerdem hat er Marc London angefordert.
Von Whocain her kennen wir Hajmo Siderip. (Begegnung von Lukas- und Thurner-Figuren; war Uwe Anton in Wien?)
Offenbar glaubt Atlan, aus CHARON heraus agiere ein Wesen, welches sie parapsychisch beobachtet.

Gon-Orbhon (der Befreite) gab einen Datensatz ab und gab Hinweise auf das "GOLDENE SYSTEM"; außerdem erwähnte er das Vorkommen von Hyperkristallen der Sorte SALKRIT. Eben jenes Material, hinter dem die Chaosflotte ebenfalls her ist.
Das seltsame Phänomen um die Wolke bezeichnete Gon-O als „Strukturgestöber“.
In der Nähe des Dengejaa Uveso potenziert sich die Auswirkung der Hyperimpedanz noch. Tryortanschlünde können Massen sogar von Sonnengröße ausstoßen - als würden die kosmischen Staubsauger rückwärts laufen.
Außerhalb des Strukturgestöbers bilden acht Sonnen einen Würfel, der für die Energieversorgung des Kokons sorgte. Es ist kein Eingang, wie man hoffte.
Atlan entdeckt weitere 30 Sonnen, die einen Ring um das unzugängliche Raumobjekt bilden.
Mit arkonidischen Forschern versucht man gewonnene Erkenntnisse auszutauschen. Eine friedlich-freundliche Begegnung, wie wir sie aus TRADOM-Zeiten kennen. Man hat jedoch den Eindruck, Warnungen über die Chaosflotte kommen nicht recht an.
Die schwankenden Strangeness-Werte der so genannten "CHARON-Schranke" sind da interessanter.
Beim Weiterflug der VERA CRUZ werden stabile Zonen im Gestöber ausgemacht. Wie Blasen auf einer Seifenlauge folgen sie den Beobachtern. Könnte da eine Affinität zu Atlans Aura als Ritter der Tiefe bestehen – oder zieht sie der Psi-Korresponder an?
Ein aufgefangener Notruf führt sie zu den Wracks der Gwalon-Kelche und Begleitschiffen des Konvois ihrer letzten Gesprächspartner.
Sie sind ultrakompensiert! Die Terminale Kolonne war hier!
Deren Kommandant arbeitet mit Bestien in Normalgröße, die jedoch kein Sekundärhirn oder –herz aufweisen. Schlampereien hatten ihn veranlasst, bei den Progress-Wahrern einen Kolonnen-Motivator anzufordern.
Die Ballerfreizügigkeit dieser Einheit hier bei Charon war ebenso wenig vorgesehen wie am Sol-System, aber der Salkrit-Fund macht es schwer, selbst den Führungsstab ruhig zu halten.
Brenzlig wird es für die Terraner, als zwei große Objekte unter Dunkelschirmen sehr nahe vorbeikommen. Zwar ebenfalls entdeckt, aber ignoriert, dürfen sie der gewaltsamen Tunnelöffnung ins Strukturgestöber beiwohnen.
Höchst interessant ist, dass die gekoppelten Kolonneneinheiten dafür ihre Tarnung aufgeben (müssen).
Beeindruckend die extremen Hyperbarie-Werte, mit sichtbarem Erfolg des Eindringens. Nur schlägt das Gestöber zurück. Die ausgespuckten Wracks sind nicht gequetscht sondern zerfressen.
Da wird das seltsame Titelbild Kelsners plötzlich wieder stimmig.
Bei der Untersuchung dieser Wracks stößt man auf Überlebende. Ein Speicherkristall (der mit dem Tagebuchreport,) wird eingesteckt. Bevor weitere technische Details geborgen werden können, läuft auf den „Beibooten“ der TRAITOR-Kolonne die Selbstzerstörung an.
Gehen wir davon aus, dass sich diesmal niemand abgesetzt hat.


Letztes Update dieser Seite am 29.12.2005