Bild-Rezension (Andy
"Lumpazie" Schmid)
"Da fliegt mir doch das Blech weg" - an
diesen Hit der Neuen Deutschen Welle musste ich als erstes denken, nachdem
ich das aktuelle Heft in die Hand nahm. Das Raumschiff, welches hier
in die Charonwolke eindringt, erinnert mich an die Aglazarraum-schiffe
aus dem Tradomzyklus. Das Eindringen in die Wolke aus kosmischen Staub
verheißt nichst Gutes! Nicht nur der vordere Teil des rechten
Zylinders löst sich in seine Bestandteile aus, nein auch ein gutes
Stück des Mittelteils fliegt in die Weiten des Weltalls, und den
hinteren Teil des Triebwerks zerreißt es in einer mörderischen
Explosion. Also da möchte ich kein Besatzungsmitglied sein.
Die Wolke sieht aus wie Schneegestöber, passenderweise fällt
hier bei uns in Nürnberg der erste
Schnee - Zufälle gibt es ;-)
Kurzer Kommentar zum Roman selbst:
Uwe Anton gelingt es hier, ein spannende Handlung aufzubauen, obwohl
eigentlich gar nichts passiert. Mich stört, dass er dabei den Unsterblichen
Atlan ständig über den "verdammten
Hyperaumschock" fluchen lässt und wie langsam die Raumschiffe
dadurch werden - im gleichen Atemzug philosophiert er darüber,
wie wichtig das Salkrit sein könnte, um dies zu ändern. Dieser
Stoff ist derzeit nur in der Charonwolke zu finden, aber Atlan wartete
ganze 10 Jahre, um dieser Wolke mal einen Besuch abzustatten.
Oh weia, da wäre eine Erklärung, was in diesen 10 Jahren denn
so wichtig war, sehr hilfreich!
Solche Unlogik kommt eben von den Zeitsprüngen zwischen dem Zyklusende
und dem neuen Jubiläumsband :-(
Illustration:
Michael Wittmann stellt uns ein weiteres Splittervolk der Bestien vor:
die Kolonnen-Prospektoren Charnaz Bakr. Diese sind zwar größer
als Haluter aber auch filigraner im Körperbau. Sie können
ihre Körperstruktur nicht verändern, haben keinen Konvertermagen
und nur ein Hirn. Es sieht so aus, als ob die Chaotarchen an den Bestien
einen Narren gefressen haben.
Michael stellt diese Wesen sehr schön dar, nur bei dem zweiten
Prospektor finde ich den Kopf ein wenig zu spitz geraten!
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Handlungsrezension
(Erich "E-Man Wall-1" Wallner)
Mit der VERA CRUZ und der TABASCO steht Atlan seit
Wochen wartend vor CHARON. Die AUBERG trifft ein, und bringt den neuen
Kantor-Sextanten mit. Nun können sie umherschwirrende TRAITOR-Einheiten
orten, und laufen ihnen während ihrer Forschungen nicht vor die
Waffen.
Außerdem hat er Marc London angefordert.
Von Whocain her kennen wir Hajmo Siderip. (Begegnung von Lukas- und
Thurner-Figuren; war Uwe Anton in Wien?)
Offenbar glaubt Atlan, aus CHARON heraus agiere ein Wesen, welches sie
parapsychisch beobachtet.
Gon-Orbhon (der Befreite) gab einen Datensatz ab und gab Hinweise auf
das "GOLDENE SYSTEM"; außerdem erwähnte er das
Vorkommen von Hyperkristallen der Sorte SALKRIT. Eben jenes Material,
hinter dem die Chaosflotte ebenfalls her ist.
Das seltsame Phänomen um die Wolke bezeichnete Gon-O als „Strukturgestöber“.
In der Nähe des Dengejaa Uveso potenziert sich die Auswirkung der
Hyperimpedanz noch. Tryortanschlünde können Massen sogar von
Sonnengröße ausstoßen - als würden die kosmischen
Staubsauger rückwärts laufen.
Außerhalb des Strukturgestöbers bilden acht Sonnen einen
Würfel, der für die Energieversorgung des Kokons sorgte. Es
ist kein Eingang, wie man hoffte.
Atlan entdeckt weitere 30 Sonnen, die einen Ring um das unzugängliche
Raumobjekt bilden.
Mit arkonidischen Forschern versucht man gewonnene Erkenntnisse auszutauschen.
Eine friedlich-freundliche Begegnung, wie wir sie aus TRADOM-Zeiten
kennen. Man hat jedoch den Eindruck, Warnungen über die Chaosflotte
kommen nicht recht an.
Die schwankenden Strangeness-Werte der so genannten "CHARON-Schranke"
sind da interessanter.
Beim Weiterflug der VERA CRUZ werden stabile Zonen im Gestöber
ausgemacht. Wie Blasen auf einer Seifenlauge folgen sie den Beobachtern.
Könnte da eine Affinität zu Atlans Aura als Ritter der Tiefe
bestehen – oder zieht sie der Psi-Korresponder an?
Ein aufgefangener Notruf führt sie zu den Wracks der Gwalon-Kelche
und Begleitschiffen des Konvois ihrer letzten Gesprächspartner.
Sie sind ultrakompensiert! Die Terminale Kolonne war hier!
Deren Kommandant arbeitet mit Bestien in Normalgröße, die
jedoch kein Sekundärhirn oder –herz aufweisen. Schlampereien
hatten ihn veranlasst, bei den Progress-Wahrern einen Kolonnen-Motivator
anzufordern.
Die Ballerfreizügigkeit dieser Einheit hier bei Charon war ebenso
wenig vorgesehen wie am Sol-System, aber der Salkrit-Fund macht es schwer,
selbst den Führungsstab ruhig zu halten.
Brenzlig wird es für die Terraner, als zwei große Objekte
unter Dunkelschirmen sehr nahe vorbeikommen. Zwar ebenfalls entdeckt,
aber ignoriert, dürfen sie der gewaltsamen Tunnelöffnung ins
Strukturgestöber beiwohnen.
Höchst interessant ist, dass die gekoppelten Kolonneneinheiten
dafür ihre Tarnung aufgeben (müssen).
Beeindruckend die extremen Hyperbarie-Werte, mit sichtbarem Erfolg des
Eindringens. Nur schlägt das Gestöber zurück. Die ausgespuckten
Wracks sind nicht gequetscht sondern zerfressen.
Da wird das seltsame Titelbild Kelsners plötzlich wieder stimmig.
Bei der Untersuchung dieser Wracks stößt man auf Überlebende.
Ein Speicherkristall (der mit dem Tagebuchreport,) wird eingesteckt.
Bevor weitere technische Details geborgen werden können, läuft
auf den „Beibooten“ der TRAITOR-Kolonne die Selbstzerstörung
an.
Gehen wir davon aus, dass sich diesmal niemand abgesetzt hat.
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