Bild-Rezension (Andy
"Lumpazie" Schmid)
STAR WARS lässt grüßen: Luke Skywalker
und Obi Wan Kenobi fliegen im Flitzer durch die Wüsten Tatooiens;
weil im Hinterland ein Sandsturm aufzieht, haben sie das Verdeck schonmal
vorsorglich geschlossen.
Raumgleiter oder Raumschiffe sind nicht gerade Swens Stärke - da
sind mir Aliens und Menschen von ihm lieber. Dieses Motiv hätte
Alfred Kelsner wohl besser gelegen. Zu glatt, zu weich ist mir der Flitzer
geraten. Aber man muss nehmen, was man bekommt. Mal sehen, was sich
Swen für nächste Woche ausgedacht hat.
Die Innenillustration
setzt die Szene des Titelbildes fort; der Gleiter stürzt in Ruinen
ab, einer der Insassen rettet sich mit einem Hechtsprung in die Tiefe.
Vermutlich handelt es sich um eine Vorabskizze für das Titelbild,
welche Swen dann doch nicht realisierte. Das ist eine beliebte Vorgehensweise
des Kasslers.
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Handlungsrezension
(Erich "E-Man Wall-1" Wallner)
Durch die fortgeschrittene Biographie hat Kempo seine
Jugendzeit endgültig abgeschlossen. Auch Marc London hat seine
Unbeholfenheit etwas überwunden. Zwar gefährdet sein Talent
den Einflug, und er muss in Tiefschlaf gelegt werden, aber die beiden
finden Ablösung in jungen Kids, die alle Anzeichen rebellischer
Natur tragen.
Ihre kleine Stadt grenzt an Gelände, das wegen Rohstoffgewinnung
nicht der üblichen Gravitation unterliegt, und um die wie bei Bergwerks-
und Minengelände Sicherheitsabsperrungen gezogen sind. Aber auch
Ruinen und Legenden aus alter Zeit sind für die drei Fragezeichen
unwiderstehlicher Magnet. Ist es der Knopf, der aufs Strukturgestöber
Einfluss nehmen kann, den sie da drücken?
Doch soweit können die kleinen Chaoten gar nicht denken. Verantwortungslosigkeit
und Gier nach Anerkennung treibt sie.
Beinahe werden sie von der Ruine verschüttet. Arrest und Sperre
der Gleiternutzung handeln sie sich zu Recht ein. Manipulation ihrer
Zulassung und Gleiterdiebstahl offenbaren ihr hohes kriminelles Potential.
Als alte Anlagen das einfliegende terranische, für sie unbekannte,
Schiff orten, läuft eine seit Ewigkeiten lauernde Verteidigungsmaschinerie
an. Wegen Hochstarten der Energiepotentiale fällt das Schutzfeld
zusammen, und die herum albernden Kids plumpsen mit dem nicht mehr gestützten
Geröll in den Schacht eines Strahlengeschützes. Es ist ausgerichtet
auf ihre Stadt und den Raumhafen, auf den die Besucher gerade gelandet
sind.
Sie geraten in ziemlichen Trouble, als sie sich selbst nicht mehr retten
können und zusätzlich die Vernichtung ihrer Mitbürger
verhindern müssen. Das vierte Mitglied ihrer Gang spürt sie
vor dem alarmierten Suchtrupp auf, und zusammen können sie ganz
knapp das Geschütz stoppen.
Sie werden noch als große Helden gefeiert, als die Selbstzerstörung
der unterirdischen Anlagen den kleinen Asteroiden erschüttert.
Das ausgelöste Beben ist fast genauso gefährlich für
die Siedlung der Strukturpiloten.
Die neuen Gäste greifen rettend ein. Ein Paratron-Schirm verhindert
vorerst das Entweichen der Atmosphäre, bis alle energieliefernden
Einheiten wieder repariert sind. Auf diese Weise sichert man sich das
Wohlwollen der zivilen Bevölkerung Charons.
Die nun folgende Unterstützung durch den Rat kommt trotzdem einer
Kehrtwendung bisherigen Verhaltens gleich. Nicht mal eine Legitimation
der Geschichten von der Außenwelt wird mehr eingefordert. Wie
sollen sie auf die Schnelle geglaubt und verstanden werden können?
Das Erkennen der erforderlichen Mobilisierung, sowie Zusammenarbeit
mit der neuen Charon-Garde könnten eine erste Stütze des Austauschs
sein. Aber nein, man führt die Fremden sofort zum Heiligtum des
Systems, für das man sich seit Aufenthalt im Kokon selbst nicht
gut genug fand.
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