Band 2314:
Die Leben eines Seecharan

Zyklus: TERRANOVA
Erscheinungsdatum: 23.12.2005
offizielle Romanvorstellung  auf der Perry-Rhodan-Website

Autor: Hubert Haensel
Titelbild: Swen Papenbrock
Illustration: Swen Papenbrock

Kommentar: Im Goldenen System
Extra: Journal

Rezension:
Bild
(Andy Schmid)
Text (Erich Wallner


Bild-Rezension (Andy "Lumpazie" Schmid)

Jawohl, das ist der Swen Papenbrock, so wie ich ihn kenne!!! Dieses Titelbild hat alles, was ich mir von dem Künstler wünsche.
Hier lässt Swen seine Stärke voll zur Geltung bringen. Atlan in Begleitung mit einem Seecharan. Swen lässt bewusst den Hintergrund weg, um das Auge des Betrachters voll auf die beiden Akteure zu lenken.
Der Arkonide schaut etwas verkniffen, zwickt es ihm in der Unterhose oder ist es einfach so anstrengend, den Ausführungen seines neuen Freundes zu folgen?
Der tintenfischartige Seecharan sieht klasse aus - vertraut und doch fremdartig zu gleich. Laut Romanvorlage sollten seine Augen zwar menschenartig sein, aber die geschlitzten Pupillen einer Katze passen viel besser zu dem Alien. Swen schasft es, dem Wesen trotz seiner Fremdartigkeit eine friedliche Aura ausstrahlen zu lassen.
Herr Papenbrock - bitte mehr von solchen Bildern!!!

Lenka Angrost, die Kommandantin des SKARABÄUS 2, begrüßt uns in dieser Woche in der Innenillustration.
Streng sieht die Dame aus - der Kurzhaarschnitt, der strenge Blick - würde mich nicht wundern, wenn die Dame in ihrer Freizeit in ein Ledermieder steigt und ... aber das gehört nicht hier her ;-). Vom Stil her passt das Bild in die 50er/60er Jahre, da dürfte wohl die Vorlage zu suchen sein.
Anscheinend hat Swen etwas in seiner umfangreichen Bibliothek geblättert, als ihm einfiel, dass er noch eine Innenillustration für PR zeichnen muss. Tja, oft bleibt einem das Zuletztgesehene im Unterbewusstsein und fließt mit ins Bild ein.
Also mir ging es schon mal so - Swen auch??? Wer weiß ... ;-)


Handlungsrezension (Erich "E-Man Wall-1" Wallner)

Atlan lässt sich in der letzten Bastion der vierarmigen Kraken, die gerade wegen der Rettung des Skarabäus der Besucher vor der Vernichtung durch die Techniten steht, die Anfänge des Konflikts erzählen. Bei der Teilung der Körper der Seecharan geht das alte Wissen an den Nachkommen weiter, so dass die Minenarbeiter als Chronisten anzusehen sind. Die Volkserinnerung wird mittels „Truhe“, einer biologischen Festplatte, bewahrt.
Im fast gleichzeitig erscheinenden Band 42 der Atlan-Reihe lernen wir die Drieten kennen, die ebenfalls das Urwissen der Ahnen bei der Fortpflanzung weiter reichen. Jedoch verdoppeln es diese und sterben damit.

Nach dem Abzug der Schutzherren hatte der Handel mit den Charoni keine Bedeutung mehr. Der Kontakt brach ab, als die rebellierenden Hilfsmaschinen den Handelsstützpunkt vernichteten - gerade als die einfachen Minenarbeiter Rettung am allernötigsten hatten. Die kleinen Maschinchen waren Helferwerkzeuge der Schutzherren und hatten im Goldenen System eigentlich keine Funktion ... so dass ihr Vernichtungsfeldzug als gewollte Programmierung gesehen werden könnte.
Vielleicht sollten sie damals schon die Salkritgewinnung vernichten, damit sie nicht Feinden von ES in die Hände fällt? Die Sanftheit der Krakenarme beim Salkritabbau machte sie unentbehrlich, das Wissen der Truhen aber gefährlich.
Die Wichtigkeit des Goldenen Systems bliebe aber unbestritten bestehen. Die Besonderheit des Systems gibt primitiver, aber robuster Technik den Vorzug.

Dr. Gregorian diagnostiziert den ersten Fall von Strangeness-Schock.
Aus dem uralten Wrack eines Techniten entschlüsselt er zudem die fragmentarische Programmierung. Mit der Einschleusung eines Selbstzerstörungsimpulses beseitigt er schnell den übermächtig gewordenen Feind.

Damit ist eine große Hoffnung auf Mystik am wertvollsten Ort der Milchstraße als Farce verpufft. Nur die Beliebtheit Hubert Haensels rettet den Doppelband vor der Undankbarkeit des mageren Stoffs. Interessant wird der Lieferpakt mit den Seecharan von Salkrit an die Terraner. Die Genehmigung für den Einflug kam lediglich von einem Stations-Bürgermeister der Charoni.
Der Hohe Rat weiß noch gar nichts davon, und soll nachträglich den Willkürakt gutheißen? Da steht eine gewaltige Entzweiung der Charon-Zivilisation im Raum.
Der zielgerichtete Arkonide als Verführer des unbedachten und selbsternannten Führers der Charon-Garde könnte sich jetzt mit ihm zusammen einen gehörigen Satz heißer Ohren einfangen.


Letztes Update dieser Seite am 06.02.2006