Bild-Rezension (Andy
"Lumpazie" Schmid)
Jawohl, das ist der Swen Papenbrock, so wie ich ihn
kenne!!! Dieses Titelbild hat alles, was ich mir von dem Künstler
wünsche.
Hier lässt Swen seine Stärke voll zur Geltung bringen. Atlan
in Begleitung mit einem Seecharan. Swen lässt bewusst den Hintergrund
weg, um das Auge des Betrachters voll auf die beiden Akteure zu lenken.
Der Arkonide schaut etwas verkniffen, zwickt es ihm in der Unterhose
oder ist es einfach so anstrengend, den Ausführungen seines neuen
Freundes zu folgen?
Der tintenfischartige Seecharan sieht klasse aus - vertraut und doch
fremdartig zu gleich. Laut Romanvorlage sollten seine Augen zwar menschenartig
sein, aber die geschlitzten Pupillen einer Katze passen viel besser
zu dem Alien. Swen schasft es, dem Wesen trotz seiner Fremdartigkeit
eine friedliche Aura ausstrahlen zu lassen.
Herr Papenbrock - bitte mehr von solchen Bildern!!!
Lenka Angrost, die Kommandantin des SKARABÄUS 2, begrüßt
uns in dieser Woche in der Innenillustration.
Streng sieht die Dame aus - der Kurzhaarschnitt, der strenge Blick -
würde mich nicht wundern, wenn die Dame in ihrer Freizeit in ein
Ledermieder steigt und ... aber das gehört nicht hier her ;-).
Vom Stil her passt das Bild in die 50er/60er Jahre, da dürfte wohl
die Vorlage zu suchen sein.
Anscheinend hat Swen etwas in seiner umfangreichen Bibliothek geblättert,
als ihm einfiel, dass er noch eine Innenillustration für PR zeichnen
muss. Tja, oft bleibt einem das Zuletztgesehene im Unterbewusstsein
und fließt mit ins Bild ein.
Also mir ging es schon mal so - Swen auch??? Wer weiß ... ;-)
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Handlungsrezension
(Erich "E-Man Wall-1" Wallner)
Atlan lässt sich in der letzten Bastion der vierarmigen
Kraken, die gerade wegen der Rettung des Skarabäus der Besucher
vor der Vernichtung durch die Techniten steht, die Anfänge des
Konflikts erzählen. Bei der Teilung der Körper der Seecharan
geht das alte Wissen an den Nachkommen weiter, so dass die Minenarbeiter
als Chronisten anzusehen sind. Die Volkserinnerung wird mittels „Truhe“,
einer biologischen Festplatte, bewahrt.
Im fast gleichzeitig erscheinenden Band 42 der Atlan-Reihe lernen wir
die Drieten kennen, die ebenfalls das Urwissen der Ahnen bei der Fortpflanzung
weiter reichen. Jedoch verdoppeln es diese und sterben damit.
Nach dem Abzug der Schutzherren hatte der Handel mit den Charoni keine
Bedeutung mehr. Der Kontakt brach ab, als die rebellierenden Hilfsmaschinen
den Handelsstützpunkt vernichteten - gerade als die einfachen Minenarbeiter
Rettung am allernötigsten hatten. Die kleinen Maschinchen waren
Helferwerkzeuge der Schutzherren und hatten im Goldenen System eigentlich
keine Funktion ... so dass ihr Vernichtungsfeldzug als gewollte Programmierung
gesehen werden könnte.
Vielleicht sollten sie damals schon die Salkritgewinnung vernichten,
damit sie nicht Feinden von ES in die Hände fällt? Die Sanftheit
der Krakenarme beim Salkritabbau machte sie unentbehrlich, das Wissen
der Truhen aber gefährlich.
Die Wichtigkeit des Goldenen Systems bliebe aber unbestritten bestehen.
Die Besonderheit des Systems gibt primitiver, aber robuster Technik
den Vorzug.
Dr. Gregorian diagnostiziert den ersten Fall von Strangeness-Schock.
Aus dem uralten Wrack eines Techniten entschlüsselt er zudem die
fragmentarische Programmierung. Mit der Einschleusung eines Selbstzerstörungsimpulses
beseitigt er schnell den übermächtig gewordenen Feind.
Damit ist eine große Hoffnung auf Mystik am wertvollsten Ort der
Milchstraße als Farce verpufft. Nur die Beliebtheit Hubert Haensels
rettet den Doppelband vor der Undankbarkeit des mageren Stoffs. Interessant
wird der Lieferpakt mit den Seecharan von Salkrit an die Terraner. Die
Genehmigung für den Einflug kam lediglich von einem Stations-Bürgermeister
der Charoni.
Der Hohe Rat weiß noch gar nichts davon, und soll nachträglich
den Willkürakt gutheißen? Da steht eine gewaltige Entzweiung
der Charon-Zivilisation im Raum.
Der zielgerichtete Arkonide als Verführer des unbedachten und selbsternannten
Führers der Charon-Garde könnte sich jetzt mit ihm zusammen
einen gehörigen Satz heißer Ohren einfangen.
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