Band 2316:
Rivalen der Kolonne

Zyklus: TERRANOVA
Erscheinungsdatum: 06.01.2006
offizielle Romanvorstellung  auf der Perry-Rhodan-Website

Autor: Arndt Ellmer
Titelbild: Dirk Schulz
Illustration: Michael Wittmann

Kommentar: Aufmarsch der Chaosmächte (1)
Extra: Report

Rezension:
Bild
(Andy Schmid)
Text (Erich Wallner


Bild-Rezension (Andy "Lumpazie" Schmid)

Mit einem düsteren Setting startet Dirk Schulz die nächste Staffel:
Den Arkoniden im Vordergrund plagen anscheinend starke Kopfschmerzen, dabei sollte er aufpassen, viel mehr Schmerzen werden ihm gleich die Flammen am Boden bereiten, welche ihre Spur in den Hintergrund des Bildes führen, um dort in einer hellen Explosion zu münden.
Was soll das denn darstellen?
Aussehen tut es, wie die Spur des Delorien aus dem Film "Zurück in die Zukunft".
Vielleicht zerbricht sich der Arkonide darüber den Kopf.
Seine hübsche Begleiterin lässt das ziemlich kalt (und das, obwohl die auch heiße Füße bekommen wird, steht ja mitten drin, in der Flammenspur). Die Dame sieht eher etwas trotzig aus - warum? Ist sie sauer, weil sie extra für ihren Freund das enge Mieder angezogen hat (welches ihre weiblichen Rundungen perfekt zur Geltung bringt) – dieser aber über Kopfschmerzen klagt?
Oder weil der Duale Kapitän im Hintergrund lüstern ihren strammen Po betrachtet - also dann darf ich so ein enges Teil aber nicht anziehen ;-).

Insgesamt recht gelungen, bin gespannt, ob der Roman genauso düster wird wie das Tibi.

Michael Wittman präsentiert uns mit seiner Innenillustration ein weiteres duales Wesen!
Diesmal eine Mischung aus Mor´Daer und einem humanoiden Awour.
Hier sind die körperlichen Unterschiede noch krasser als beim Dualen Kapitän, das bringt Michael auch voll zum Ausdruck. Sieht recht komisch aus und ich frage mich, warum die Chaosmächte so einen Blödsinn machen. Wäre es nicht geschickter, nur die Köpfe zu verpflanzen und dem gesamten Wesen einen neuen Körper zugeben?
Oder will die PR-Redaktion damit den "Chaosmächten" eine chaotische Note geben? Na ja ...

Ergänzung E-Man:

Für den Dualen Kapitän hat D. Schulz zur gleichen Lösung gegriffen wie bereits O.Scholl: als Andeutung im Hintergrund. Ab jetzt kann man nicht mehr davon ausgehen, dass der Zeichner den Roman liest und dann eine Szene aus der Handlung umsetzt. Eher sind die Zeichner von vorneherein in die Konzipierung miteingebunden.
Sicher wäre auch der Gedanke faszinierend, dass sie unabhängig zur gleichen Idee fanden. Habe ich schließlich mit eigener Zeichnung selbst schon mal erlebt.


Handlungsrezension (Erich "E-Man Wall-1" Wallner)

Wiederholt ist der Duale Kapitän in ominöse Weiten entschwunden. Genauso tritt er hier in voller Präsenz wieder ins Rampenlicht. Er begegnet im Führer des angeflogenen Kolonnenforts einem früheren Kampfgefährten, als eine Art Spiegelbild.
Zwar ist einer der Köpfe seines Gegenübers der von einem menschenähnlichen Wesen, nur gerät der Dialog zwischen zwei solchen Gestalten zur Nervenprobe. Nimmt der eine Part die Singularhal-tung ein, also Verschmelzung der beiden individuellen Geister, fällt das Gegenüber vielleicht gerade wieder in die Dualität. Diese Variablen geben zwar Vielfältigkeit ab, aber da ja alle vier Köpfe Streithähne sind, werden sie dem Leser schnell anstrengend.
Hinzu kommt, dass die Köpfe gleicher Art, hier die Schlangenköpfe, über die unterschiedlichen Positionen hinweg miteinander sympathisieren.
Ich glaube, Arndt Ellmer dürfte der einzige Autor sein, der bei der Ausgestaltung auch noch eine diebische Freude empfindet. Er löst es auch abwechslungsreich und witzig.
Der Rest des Teams, habe ich das Gefühl, würde Haare raufend davonlaufen.

Der Blick in die Vergangenheit zeigt, dass die Einigkeit der TRAITOR-Kolonne eindeutig Propaganda ist. Allerdings steht die Schilderung der großen Niederlage, die zur Strafversetzung Zerberoffs führte, noch aus. Wenn der versprochene Helfer aus diesen Reihen kommt, bleiben uns die Doppelköpfe leider noch lange erhalten.

Ein neues Material wird uns näher gebracht, welches für die Auskleidung der Negakuhle verwendet wird. Es trägt wahrscheinlich auch zur Umgehung der Hyperimpedanz bei, weil es sogar vielleicht durch diese Änderung der kosmischen Konstanten erst wirksam wird. So muss es auch gar nicht aus unserer Dimension stammen.

Es erstaunt sehr, dass die Übernahme anderer Kommandos in der Kolonne wohl Usus ist; denn es wird fraglos hingenommen. Entscheidend sind die erworbenen Leistungspunkte.
Tafhoned-Aferier, also sein Ex-Vizekapitän „Tafferier“, hat, ebenso ungewöhnlich, die geplanten Plätze zweier Kolonnenforts einfach tauschen lassen. Statt einige seiner Fabriken nach Hayok abzugeben, setzte er sich damit selbst vor die fetten Pfründe Jamondis ...
Zerberoff triumphiert. Jetzt hat er einen noch eindeutigeren Hinweis, dass die Dunklen Ermittler gepfuscht hatten. Andererseits ist das auch kein allzu aufregendes Wunder. Bei den Sondierungen waren die Sternenozeane eben noch nicht da.
Dass ein weiteres Kolonnenfort ausgefallen ist, könnte vielleicht durch Arkoniden verursacht sein – oder es gab bei der Anreise einen Unfall. Da aber gegenseitige Piraterie üblich ist, gehört interner Krieg zum Wesen der TRAITOR-Kolonne. Es erklärt auch besser den Begriff „Chaos-Armada“.

Ein überraschendes Wiedersehen mit den Caiwanen ... Doch das Khalumvatt wird uns weiterhin noch ein hohes Anliegen sein.
Der militärische Schutz dieser Welt dürfte nicht gerade unbedeutend gewesen sein. Trotzdem fliehen die arkonidischen Einheiten kopflos, als sich die Fabriken enttarnen. Als allererste werden die Stützpunkte ausgebrannt. Der Botschafter sieht zusammen mit seiner Freundin den Zusammenbruch der Planetenaura, den Tod der Schaspaaken, den Symbionten der nierenlosen Humanoiden. Wie Erntemaschinen häckseln sie die Planetenkruste regelrecht und hinterlassen tote Schotterebenen. Der Aufwand muss höher sein als der Ertrag.
Doch dann wird der Planet entkernt. Viel schlimmer wüten auch Arkonbomben nicht.


Letztes Update dieser Seite am 06.02.2006