Bild-Rezension (Andy
"Lumpazie" Schmid)
Mit einem düsteren Setting startet Dirk Schulz
die nächste Staffel:
Den Arkoniden im Vordergrund plagen anscheinend starke Kopfschmerzen,
dabei sollte er aufpassen, viel mehr Schmerzen werden ihm gleich die
Flammen am Boden bereiten, welche ihre Spur in den Hintergrund des Bildes
führen, um dort in einer hellen Explosion zu münden.
Was soll das denn darstellen?
Aussehen tut es, wie die Spur des Delorien aus dem Film "Zurück
in die Zukunft".
Vielleicht zerbricht sich der Arkonide darüber den Kopf.
Seine hübsche Begleiterin lässt das ziemlich kalt (und das,
obwohl die auch heiße Füße bekommen wird, steht ja
mitten drin, in der Flammenspur). Die Dame sieht eher etwas trotzig
aus - warum? Ist sie sauer, weil sie extra für ihren Freund das
enge Mieder angezogen hat (welches ihre weiblichen Rundungen perfekt
zur Geltung bringt) – dieser aber über Kopfschmerzen klagt?
Oder weil der Duale Kapitän im Hintergrund lüstern ihren strammen
Po betrachtet - also dann darf ich so ein enges Teil aber nicht anziehen
;-).
Insgesamt recht gelungen, bin gespannt, ob der Roman genauso düster
wird wie das Tibi.
Michael Wittman präsentiert uns mit seiner Innenillustration
ein weiteres duales Wesen!
Diesmal eine Mischung aus Mor´Daer und einem humanoiden Awour.
Hier sind die körperlichen Unterschiede noch krasser als beim Dualen
Kapitän, das bringt Michael auch voll zum Ausdruck. Sieht recht
komisch aus und ich frage mich, warum die Chaosmächte so einen
Blödsinn machen. Wäre es nicht geschickter, nur die Köpfe
zu verpflanzen und dem gesamten Wesen einen neuen Körper zugeben?
Oder will die PR-Redaktion damit den "Chaosmächten" eine
chaotische Note geben? Na ja ...
Ergänzung E-Man:
Für den Dualen Kapitän hat D. Schulz zur gleichen Lösung
gegriffen wie bereits O.Scholl: als Andeutung im Hintergrund. Ab jetzt
kann man nicht mehr davon ausgehen, dass der Zeichner den Roman liest
und dann eine Szene aus der Handlung umsetzt. Eher sind die Zeichner
von vorneherein in die Konzipierung miteingebunden.
Sicher wäre auch der Gedanke faszinierend, dass sie unabhängig
zur gleichen Idee fanden. Habe ich schließlich mit eigener Zeichnung
selbst schon mal erlebt.
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Handlungsrezension
(Erich "E-Man Wall-1" Wallner)
Wiederholt ist der Duale Kapitän in ominöse
Weiten entschwunden. Genauso tritt er hier in voller Präsenz wieder
ins Rampenlicht. Er begegnet im Führer des angeflogenen Kolonnenforts
einem früheren Kampfgefährten, als eine Art Spiegelbild.
Zwar ist einer der Köpfe seines Gegenübers der von einem menschenähnlichen
Wesen, nur gerät der Dialog zwischen zwei solchen Gestalten zur
Nervenprobe. Nimmt der eine Part die Singularhal-tung ein, also Verschmelzung
der beiden individuellen Geister, fällt das Gegenüber vielleicht
gerade wieder in die Dualität. Diese Variablen geben zwar Vielfältigkeit
ab, aber da ja alle vier Köpfe Streithähne sind, werden sie
dem Leser schnell anstrengend.
Hinzu kommt, dass die Köpfe gleicher Art, hier die Schlangenköpfe,
über die unterschiedlichen Positionen hinweg miteinander sympathisieren.
Ich glaube, Arndt Ellmer dürfte der einzige Autor sein, der bei
der Ausgestaltung auch noch eine diebische Freude empfindet. Er löst
es auch abwechslungsreich und witzig.
Der Rest des Teams, habe ich das Gefühl, würde Haare raufend
davonlaufen.
Der Blick in die Vergangenheit zeigt, dass die Einigkeit der TRAITOR-Kolonne
eindeutig Propaganda ist. Allerdings steht die Schilderung der großen
Niederlage, die zur Strafversetzung Zerberoffs führte, noch aus.
Wenn der versprochene Helfer aus diesen Reihen kommt, bleiben uns die
Doppelköpfe leider noch lange erhalten.
Ein neues Material wird uns näher gebracht, welches für die
Auskleidung der Negakuhle verwendet wird. Es trägt wahrscheinlich
auch zur Umgehung der Hyperimpedanz bei, weil es sogar vielleicht durch
diese Änderung der kosmischen Konstanten erst wirksam wird. So
muss es auch gar nicht aus unserer Dimension stammen.
Es erstaunt sehr, dass die Übernahme anderer Kommandos in der Kolonne
wohl Usus ist; denn es wird fraglos hingenommen. Entscheidend sind die
erworbenen Leistungspunkte.
Tafhoned-Aferier, also sein Ex-Vizekapitän „Tafferier“,
hat, ebenso ungewöhnlich, die geplanten Plätze zweier Kolonnenforts
einfach tauschen lassen. Statt einige seiner Fabriken nach Hayok abzugeben,
setzte er sich damit selbst vor die fetten Pfründe Jamondis ...
Zerberoff triumphiert. Jetzt hat er einen noch eindeutigeren Hinweis,
dass die Dunklen Ermittler gepfuscht hatten. Andererseits ist das auch
kein allzu aufregendes Wunder. Bei den Sondierungen waren die Sternenozeane
eben noch nicht da.
Dass ein weiteres Kolonnenfort ausgefallen ist, könnte vielleicht
durch Arkoniden verursacht sein – oder es gab bei der Anreise
einen Unfall. Da aber gegenseitige Piraterie üblich ist, gehört
interner Krieg zum Wesen der TRAITOR-Kolonne. Es erklärt auch besser
den Begriff „Chaos-Armada“.
Ein überraschendes Wiedersehen mit den Caiwanen ... Doch das Khalumvatt
wird uns weiterhin noch ein hohes Anliegen sein.
Der militärische Schutz dieser Welt dürfte nicht gerade unbedeutend
gewesen sein. Trotzdem fliehen die arkonidischen Einheiten kopflos,
als sich die Fabriken enttarnen. Als allererste werden die Stützpunkte
ausgebrannt. Der Botschafter sieht zusammen mit seiner Freundin den
Zusammenbruch der Planetenaura, den Tod der Schaspaaken, den Symbionten
der nierenlosen Humanoiden. Wie Erntemaschinen häckseln sie die
Planetenkruste regelrecht und hinterlassen tote Schotterebenen. Der
Aufwand muss höher sein als der Ertrag.
Doch dann wird der Planet entkernt. Viel schlimmer wüten auch Arkonbomben
nicht.
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