Bild-Rezension (Andy
"Lumpazie" Schmid)
Huch, was ist das denn?
Graf Dracula steigt aus seiner Gruft, zückt das Handy und beschwert
sich beim Hersteller seines Sarges über dessen runde Form? - So
mein erster Eindruck.
Das düstere Setting wird fortgeführt, aneinanderlegen kann
man die Bilder aber nicht - obwohl dieses im selben farblichen Ton wie
sein Vorgänger gehalten wird.
Das Bild hätte man aber auch leicht für einen JOHN SINCLAIR-Roman
verwenden können, wären da nicht die globigen Kessel im Hintergrund.
Der wütende Arkonide im Vordergrund ist auf jeden Fall ziemlich
sauer! Ist es das gelbe Zeug, das am Boden herumfleucht (Energie, Feuer,
Flammen???), oder hat der die Kombination zu seinem Safe vergessen.
Das Titelbild hat auf jeden Fall durch das Handy mehr seinen Platz in
der Gegenwart als in der Zukunft.
Soll das die Kids ansprechen? Dazu ist das Handy zu groß und klobig,
und der Arkonide viel zu untrendy angezogen (bald ist Fasching, denkt
sich da wohl die Jugend von heute).
Man darf auf die kommende Woche gespannt sein, ob Dirk diese Art von
Motiven fortsetzt!?
„Wir kiffen, wir kiffen, wir kiffen“ ... so ein Titel von
Stefan Raab. Das denken sich die Arkoniden in dieser Innenillustration
auch - ein riesen Joint reckt sich da in den Himmel, triumphierend breitet
er seine Arme aus. Vermutlich sollen die Leute im Vordergrund panisch
wirken, nachdem der Duale Kapitän einen dunklen Obelisken auf Arkon
platzierte.
Aber panisch schaut eigentlich nur einer der Betroffenen; die beiden
Anderen, nun ja, bekifft schauen die drein ;-)
Aber vielleicht gehört das ja auch so, da will ich mal erst den
Roman lesen :-).
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Handlungsrezension
(Erich "E-Man Wall-1" Wallner)
FAMUG-Themen R. Castors sind eigentlich gerade nicht
zur Mentalität Uwe Antons passend. Aber vielleicht ist das gerade
das Geheimnis, wieso es jetzt gemäßigt und human lesbar ausfällt.
Und es ist für die Serie und so manche Leser einfach erfreulich,
dass das Göttliche Imperium zurücksetzt auf Kristall-Imperium.
Gerade mal zwei Kantor-Giraffen, versiegelt, kommen als Geschenk von
Perry. Sehr bezeichnend kommt nur eins zum Einsatz und das andere wird
nutzlos der Forschung, also Siegelumgehung, geopfert.
Arkonidische Leistung, die Kurzbezeichnung: KUM.
Die Ironie über die Brillanz von Betonköpfen weiß Uwe
Anton vor dessen Augen gut zu verstecken. Über der Ekliptik von
Arkon lokalisieren sie zumindest das Kolonnenfort. Die militärtechnischen
Erfahrungen in TRADOM sollten eine nicht geringe Chance zum Befreiungsschlag
bieten. Vielleicht ist Arkon trotz Masse jetzt aber in der wissenschaftlichen
Konkurrenz ins Abseits geraten?
Neuestes Rätsel aus der Chaosflotte ist der Obelisk, der vor Arkon
Stellung bezieht. Sieht so das neue Machtinstrument aus, von dem die
galaktischen Völker ihre Weisungen bekommen? Ist es nur ein Kommunikationsgerät,
oder doch ein Dirigentenstab?
Nachdem Bostich das Kolonnenfort doch nicht ankratzen kann, bläst
er mit spärlichen Erkenntnissen zum Rückzug. Durch die Ressourcenschonung,
aber auch Übermacht, bleibt es trotz Irrsinnsverluste der Schutzflotte
Arkons verhältnismäßig ruhig nach dem Kampf.
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