Band 2328:
Mission der SOL

Zyklus: TERRANOVA
Erscheinungsdatum: 31.03.2006
offizielle Romanvorstellung  auf der Perry-Rhodan-Website

Autor: Frank Borsch
Titelbild: Dirk Schulz
Illustration: Michael Wittmann

Kommentar: Hangay (1)
Extra: Report

Rezension:
Bild
(Andy Schmid)
Text (Erich Wallner


Bild-Rezension (Andy "Lumpazie" Schmid)

Endlich beginnt die SOL-Handlungsebene!
Kein Wunder, dass Dirk Schulz das Generationenraumschiff auf dem Titelbild verewigt.
Dabei recycelt er sich selbst, indem er den Hintergrund des Schwarmcoverbildes verwendet (sieht dem zumindestens sehr ähnlich).
Das finde ich, ehrlich gesagt, nicht so toll.
Besser wäre die Galaxis Hangay im Hintergrund - Allerdings kann es natürlich sein, dass der Roman nur die Reise zur bedrohten Nachbargalaxis schildert und das Generationenraumschiff diese erst im nächsten Heft erreicht.
Ich vermute mal, dass Dirk das Motiv nur verwendet hat, um der SOL diese hübsche Spiegelung auf der Oberfäche zu geben. Diese ist zwar gelungen, trotzdem strahlt das gesamte Bild etwas Kaltes aus - da fehlt die Wärme.
Außerdem wäre es schön, eines der Besatzungsmitglieder zu sehen (Fee Kileend, Dao Lin Hay oder Ronald Tekener).
Mal sehen, was der Roman bringt.

Was mir Dirk Schulz verwehrt, macht Michael Wittmann in der Innenillustration möglich - er zeichnet ein Portrait von Dao Lin Hay.
Das ist ihm auch sehr gelungen, wenn auch die Katzendame für mich wenig Weiblichkeit ausstrahlt. Nun gut, sie ist ja auch ein Alien, und was Ronald Tekener an der Guten fand, war mir schon immer schleierhaft. Jeder nach seinem Geschmack, sage ich da nur.
[Die schulz'schen Kartanin haben plötzlich auch reichlich "Holz vor der Hütte" entwickelt, ;-) - Anm. Joe]
Michael konzentriert sich ganz auf die Katzendame und belässt den Hintergrund im Dunkeln. Dabei wäre ein Fenster mit Blick auf die Galaxis Hangay doch recht nett gewesen. Aber man kann halt nicht alles haben.
Schön wäre es, wenn Michael weitere Personenportraits bringen würde.


Handlungsrezension (Erich "E-Man Wall-1" Wallner)

Ich hatte im Vorfeld von Hangay erst einige Anzeichen der Negasphäre erwartet, irgendwelche Veränderungen, doch es beginnt am Herrschaftssitz der Kartanin. Die Giraffe an Bord, die Dunkelfelder zu orten, aber bei niemandem macht es Klick, da es der Anschlag auf die Delegation der Tochter des Herrschers einer Kolonnenaktion gewesen sein könnte.
Nicht Wahrhaben-wollen der Kolonne ... Zusammenbruch von Dao Lin H’ay – nichts was sein müsste.

Was nur teilweise verwundert: Dass Hangay nach der Hyperimpedanz politisch konsolidiert ist.
Die überschüssige Kampfeslust kann durch diese Belastung nicht mehr so ausgelebt werden.
Ob der schnelle Schritt nach Karapon mehr von der Negasphäre zeigen soll, ist zu bezweifeln. Vielleicht entsteht das Zentrum eben doch in der Milchstraße. Vielleicht erfolgte das Eindringen nur an den Umrissen des Tarkan-Transfers.
Wenn aber der Unterjochungsakt in Hangay erst später erfolgt, könnte früher dagegen angegangen werden. Wenn von Kartanin und Karaponiden dann noch etwas übrig bleibt, wird es nicht als Hilfe für die Milchstraße ausreichen.

Der Kaiser von Karapon, bei aller Hinterhältigkeit, hält nicht nur aus Begeisterung über Dao ein Geschenk bereit. Man könnte sagen, ein kosmischer Kern steckt in seinem wilden Wesen.
Blo Rakane, der Ersatz-Norman (wollte sagen: Albino-Haluter) verbessert seine Hyper-Giraffe. Damit entdeckt die SOL einen Beobachter-Impuls.

Als sie das Tarkan-Artefakt untersuchen, kommen diese 'komischen Diskusse’ und zerstören die Anlage. Es gab also damals bereits Warnstationen vor der Negasphäre.
Ging Tarkan nicht gerade wegen einer Negasphäre zugrunde?
Das Schwarze Loch Athaniyyou kam erst nach den Schwarzen Sternstraßen an.
Sollte das etwa daran hindern, dass inzwischen neue gebaut wurden?

Es erweist sich als Ankunftsort für den Aufmarsch der Chaos-Kolonne.
Doch dann erst strandet die SOL wegen der Hyperimpedanz.
Wenn da mal die Chronologie keinen Kopfstand gemacht hat.
Oder ist es Ausdrucksweise einer Negasphäre, dass die Kausalitäten gegenläufig werden?

Frank Borsch mag den knallharten TRAITOR-Szenen noch nicht gewachsen sein. Aber die Hangay- und die SOL-Atmosphäre ist bei ihm neu durchgeputzt und glänzt wie die Kelsner-Version auf dem Cover. Das lässt die naiven Übergänge zwischen den Etappen leicht übergehen. Bis wir wieder Hangay’ler werden, darf es eh noch etwas dauern.



Letztes Update dieser Seite am 22.04.2005