Bild-Rezension (Andy
"Lumpazie" Schmid)
Dirk Schulz meets Johnny Bruck - dieses Bild ist
wie ein Ausflug in die Vergangenheit der Perry Rhodan-Serie.
Zusehen sind zwei Graukartanin: einer im Vordergrund, einer in der verschneiten
Schneelandschaft. Ein sehr schönes, ruhiges Bild. Glatt könnte
man meinen, der Altmeister Johnny Bruck hat hier den Zeichenstift geschwungen,
wäre da nicht der verräterische Helm des Kartanin.
Dieser ist eindeutig MADE BY DIRK SCHULZ. So ist das Bild nicht ganz
im Retro-Look und kann eindeutig der neuen Generation der Perry Rhodan
Zeichner zugeordnet werden.
Trotzdem, ein sehr schönes Bild, das mich an die Zeit erinnert,
in der ich anfing, die Erstauflage der Perry Rhodan-Serie zu lesen.
Michael Wittmann zeigt das Titelbild in der Innenillustration
nochmal aus einer anderen Perspektive, dazu das Kettenfahrzeug, welches
die Kartanin zur Fortbewegung durch die vereiste Landschaft benutzen.
Allzu irdisch erscheint mir die Szene, keinerlei futuristische Ansätze
bei der Kleidung der Kartanin, als ob sie bei Willi Bogner nebenan eingekauft
hätten. Auch die Maschinenpistole, welche der Kartanin bedrohlich
auf den Betrachter des Bildes richtet, sowie das Kettenfahrzeug im Hintergrund,
erinnern mehr an einen James Bond-Film.
Wären da nicht die katzenartigen Schnauzen der Handlungsakteure,
man könnte glatt glauben, dass Michael ein Bild für den Bondfilm
"Im Angesicht des Todes" gezeichnet hätte.
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Handlungsrezension
(Erich "E-Man Wall-1" Wallner)
Natürlich ist es erst der Zeitpunkt, als die Sternenozeane
aus dem Hyperkokon fielen, da die SOL auf dem Exilplaneten von Kartanin
notankert.
Als die Hyperraumortung abbricht, vermuten die Siedler erst eine kriegerische
Aktion der Hangay-Imperien. Dao Lin H’ay kann zumindest dem Bürgermeister
ziemlich schnell von der friedlichen Mission der SOL vereinnahmen.
Es ist die seelische Nähe zu Ron-Sha-R’itt, die dem anderen
Ron (-ald Tekener) Kummer bereitet. Dabei könnte die ähnliche
Fellzeichnung eher auf einen fernen Nachkommen naher Verwandter der
unsterblichen Dao hinweisen.
Was nicht unbedingt leidenschaftliche Gefühle unterbindet.
Befremdend wirkt der große Eifer, wie Dao ohne Rücksprache
die SOL plündert, um Versorgungsengpässe der Schneeburgen
auszugleichen. Verhindern lässt sich allerdings nicht mehr, dass
plündernde Karaponiden gelyncht werden.
Bei Sichtung ihres Militärstützpunktes wird ein großes
Waffenkontingent für Kriegsvorbereitungen aufgedeckt. Doch wegen
der Schwierigkeiten in der Raumfahrt ist wohl kein Vergeltungsschlag
mehr zu erwarten.
Auf der vergeblichen Suche nach der alten Sendequelle wird noch ein
Gefährt zur Fahrt zum Mond mobilisiert.
Die SOL aber wird sich auf eine mehrjährige Auszeit auf dieser
abgelegenen Welt einrichten müssen. Frühzeitig werden Spuren
von Diskussen in Dunkelfeldern entdeckt. Ebenso die Leiche eines Gaschkaren.
Wenn bei kleinen Zeitsprüngen an die Gegenwart in der Milchstraße
aufgeschlossen wird, ist die Übernahme von Hangay durch die Chaos-Armada
weiter fortgeschritten als in der Heimat der SOL.
Und Dao trennt sich sehr schnell von Tekener, denn nicht nur mit ihrem
Herzen ist sie jetzt wieder zu Hause.
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