Bild-Rezension (Andy
"Lumpazie" Schmid)
Nach dem Titelbild von Perry Rhodan Heft Nr. 2303
"Die Mikrobestie", beschert uns Dirk Schulz wiederum einen
Haluter in voller Aktion. Diesmal ist es allerdings keine Mikrobestie
sondern Blo Rakane.
Der Albinohaluter mit dem blauen Anzug hat es ziemlich eilig, recht
grimmig schaut er drein. Was ihn so verärgert, bleibt dem Betrachter
des Bildes erstmal verborgen, dazu muss er schon den Roman lesen.
Diesmal gelingt es Dirk Schulz nicht, den Haluter richtig dynamisch
erscheinen zu lassen. Eher kommt mir das Bild sehr statisch vor, als
ob es in Zeitlupe eingefroren wurde. Vielleicht ist es ja auch so, der
Inhalt des Romans wird es zeigen.
Ganz zufrieden bin ich mit dem Bild nicht; naja, aber immerhin schon
das dritte (mit Hefttitelbild 2304 das vierte) Mal, dass ein Haluter
bzw. einer ihrer Verwandten auf dem Titelbild zu sehen sind.
Sehr gut!!!
Die Innenillustration
haut mich auch nicht vom Hocker - ja ich weiß, heute bin ich wieder
sehr am meckern, aber was soll ich sagen:
Michael Wittmann zeigt eine Kampfszene zwischen Lebewesen - sind es
Ganschkaren oder Mor´Daer?
Man kann es nicht genau sagen; die seitlichen Augenklappen sprechen
für die Datenbrillen der Ganschkaren - allerdings vogelähnlich
sehen diese Wesen nicht aus. Eher wie die echsenhaften Mor´Daer,
dazu passen aber wiederum die Haare nicht.
Wie Federn sehen diese abstehenden Büschel aber auch nicht aus.
Also weder Fisch noch Fleisch, pardon, ich meinte natürlich weder
Vogel noch Schlange.
Sollen das etwa Kartanin sein?
Dann wäre die Zeichnung aber voll daneben gegangen.
Lassen wir uns mal überraschen.
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Handlungsrezension
(Erich "E-Man Wall-1" Wallner)
Mag ja sein, dass man am Osterwochenende 2006 anderes
zu tun haben sollte, als den neuen Perry aufmerksam zu lesen.
Mein Hangay-Spaß ist aber leider jetzt verdorben. Da erhofft man
sich Abwechslung – und was ist?
Mit den Ganschkaren erlebt man dasselbe in Grün.
Die perfekte überragende Kolonnentechnik soll Schrott produzieren?
Die Hyperimpedanz hat sie überrascht?
Dabei sah es aus, als wären sie in dessen Gefolge aufgetreten.
Wenigstens Benjamin Jacinta beehrt uns wieder mit seinen Zeroträumen.
Wenn er anfänglich nichts blickt, sollte es kaum an den Dunkelfeldern
liegen.
Breiten sich bereits die Wurzeln der Negasphäre aus? Wenn er so
schmerzhaft hinein- und hinabgezogen wird, dann wirkt sich der Nega-Einfluss
wohl bereits auf die SOL-Besatzung aus?
Eine abspenstige Dao und ein frustrierter Ron Tekener sind aber noch
kein ausreichendes Indiz.
Die SOL scheint nun für die nächsten Jahrhunderte oder für
immer in Hangay festzuliegen. Dass die Wärmedämmung nicht
klappt und sie im schwimmenden Eis versinkt, ist da das kleinere Übel.
In der Heimatgalaxis fliegen doch auch größere Schiffe, will
man protestieren. Aber da konnte man auf Technik der Anfänge des
Hyperraumfluges zurückgreifen.
Das Generationenschiff ist jedoch, wohl für Fernflüge konzipiert,
nicht mit alternierenden Möglichkeiten versorgt. Ein Fluchtort
im Randbereich schneidet damit auch alle Umbau-Möglichkeiten ab.
Die havarierte Dunkelkapsel wurde dann doch nicht gefunden. Die kryotische
Zeitüberbrückung lief auch schief. Erst nach elf Jahren kommt
die Handvoll Überlebender wieder zum Zug – ein halbes Jahr
wäre geplant gewesen.
Ein Zeitsprung der verpassten Gelegenheiten.
Interessant auch, welche Errungenschaften den Graukartanin gebracht
wurden. Sie verfallen dem Skifahren, und tragen vermehrt Gipsbeine.
Wie sich inzwischen die Lage in Hangay verändert hat, ob sich die
Katzenvölker dem Joch der Chaos-Armada angepasst haben –
oder erlegen sind ...
werden erst die Folgebände zeigen.
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