Band 2331:
Die Eisstadt von Vaccao

Zyklus: TERRANOVA
Erscheinungsdatum: 21.04.2006
offizielle Romanvorstellung  auf der Perry-Rhodan-Website

Autor: Uwe Anton
Titelbild: Dirk Schulz
Illustration: Michael Wittmann

Kommentar: Baustelle SOL (2)
Extra:   Risszeichnung: Der Kantor-Sextant

Rezension:
Bild
(Andy Schmid)
Text (Erich Wallner


Bild-Rezension (Andy "Lumpazie" Schmid)

Ein Ausflug ins Star Trek Universum oder doch nur Zufall?
Der Herr, welcher so fasziniert ein Hologramm in seinen Händen hält, hat viel Ähnlichkeit mit dem Captain der ENTERPRISE C aus "Star Trek - The Next Generation".
Tatsächlich zeigt uns Dirk Schulz hier Tanges den Falken, der einen Datenkristall betrachtet. Die fremdartigen Symbole darauf sehen echt toll aus, meines Wissens ist es das erste Mal, dass ein Zeichner der Perry Rhodan-Serie sich bemüht, eine solche Szene mit einem Datenkristall darzustellen!
Großes Lob an Dirk Schulz, das ist ihm sehr gelungen.

Der Helm von Tanges sieht sehr futuristisch aus und hat Ähnlichkeit mit den Kopfbedeckungen der Graukartanin aus Perry Rhodan-Heft Nr. 2329.
Da sich in dem Heft mittlerweile einige Solaner auf der Welt der Graukartanin angesiedelt haben, kann es ja durchaus sein, dass diese Kopfbedeckung aus deren gewerblichen Arsenalen stammt.

Ob nun Dirk Schulz ein Fan von Patrick Stewart ist, dem Darsteller von Jean-Luc Picard, oder die Ähnlichkeit mit dem Schauspieler nur Zufall ist, werden wir wohl nie erfahren. Für die geplante Verfilmung der Perry Rhodan Serie hätte man aber hier schon mal den Wunschkandidaten für Tanges den Falken gefunden ;-)

Die Innenillustration zeigt die vorangegange Situation des Titelbildmotivs:
Benjameen da Jacinta birgt aus dem havarierten Trai-Versorger den Behälter mit den Hyperkristallen. Viel sieht man von dem arkonidischen Zeroträumer nicht, den Michael Wittmann packt ihn in einen dicken Schutzanzug - jaja, Strahlungsgefahr droht. Benjameen guckt auch nicht gerade glücklich drein, aber vielleicht sind die Kristalle oder deren Behältnis einfach zu schwer?
Gerade in den heutigen Tagen, an denen in den Medien an die Katastrophe von Tschernobyl erinnert wird, bekommt diese Zeichnung eine erschreckende Aktualität.

[Ergänzung E-Man Wall-1]

Der Helm des Mannes wirkt bereits wie ein Artefakt. Der Datenträger in seinen Händen raunt in alten Sternensprachen über fremdartige Geheimnisse des Kosmos. Der Handlung nach könnte es aber auch eine Energiequelle der Chaosflotte sein.



Handlungsrezension (Erich "E-Man Wall-1" Wallner)

Die Geheimnisse der Eisstadt liegen nicht viel anders als in Sonnenlicht 18, wo Blo Rakane jedoch gestört wurde. Die Genesung des schwer verletzten Haluters wurde rasant vorangetrieben.
Doch nur er konnte weitermachen, und zu den Erkenntnissen über THOREGON (einer deren ersten Messenger ist überhaupt die Grundlage für die Bildung von Chaos-Proto-Zellen in diesem Bereich) und Zusammenhängen mit Heptamer und dem Herrn der Elemente kommen.
Es ist auch der erste Hinweis auf multiuniverselle Zugänge.
Der Hangay-Transfer bleibt eben nicht einem Perry Rhodan vorbehalten.
Hat schon der Dritte Weg für Instabilität gesorgt, so ist eine Negasphäre eine echte Krebszelle für den Moralischen Kode. Es bedeutet aber auch, dass die so lange verschleppte Lösung der Dritten Ultimativen Frage jetzt abzuwickeln ist.

Es ist wirklich nur Intuition, den Technik- und Energiediebstahl am havarierten Dunkelschiff zu verschleiern. Auch wenn die Aggregate versiegelt sind, können aus der Materialzusammensetzung wichtige neue Erkenntnisse gewonnen werden.
Ist das geborgene seltsame Material, bei dem Deflagration ein Hinweis auf höhere hyperdimensionale Eigenschaften ist, vielleicht eine künstliche Version von Salkrit?
Möglicherweise liegt es für Wissenschaftler damit offener vor, als der Stoff es bieten kann, mit dem sich Daellian in der Heimat herumschlägt.

Awour, Bluthunde der Chaosflotte, sind gerade erst angefunkt und schon hier.
Die neuen Möglichkeiten können in der SOL natürlich noch gar nicht angewendet werden.
So dass die Flucht vor den Häschern mehr oder weniger noch im Status zur Zeit der Havarie abgeht. Denn zu einem Probeflug nach den Reparaturen ist es noch nicht gekommen.
Nach elf Jahren Zeitsprung steht die SOL noch mit leeren Händen da.

Wie Ronald Tekener.
Menschliche Siedler bleiben in großer Zahl bei den Graukartanin zurück.
Nicht Dao Lin H’ay.
Als Unsterbliche kennt sie ihre kosmische Aufgabe.
Nur Tekener wird sie nach 11 Jahren Abspenstigkeit nicht zurücknehmen.
Diese Zeit ist für einen Unsterblichen nicht viel.
So, wie für den Leser die Affäre nur über zwei Hefte lief.
Ein ungezwungener Umgang als Freunde, wie bei Perry und Mondra dürfte jetzt das höchste der Gefühle bleiben.
Ob Tek eine Chance hat, wieder zu einem menschlicheren Part zu finden?
Kaum!

Einzig Atlan bleibt noch als ewig Unbelehrbarer.
Wo ihm doch schon seit Jahrtausenden sein Extrasinn zuflüstert: Narr!



Letztes Update dieser Seite am 26.05.2005