Band 2333:
"Die Universal Schneise"

Zyklus: TERRANOVA
Erscheinungsdatum: 5.5.2006
offizielle Romanvorstellung auf der Perry-Rhodan-Website

Autor: Michael Marcus Thurner
Titelbild: Swen Papenbrock
Illustration: Swen Papenbrock

Kommentar: Die Friedensfahrer
Extra: Clubnachrichten

Rezension:
Bild
(Andy Schmid)
Text (Erich Wallner

Tibi - Perry Rhodan-Band 2333

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Bild-Rezension (Andy "Lumpazie" Schmid)

Bei dem dieswöchige Bild von Swen Papenbrock fühle ich mich in meine Kindheit zurückversetzt - da haben wir am Schulhof gerne mit Glasmurmeln gespielt.
Swens Friedensfahrerschiff sieht auch so aus - nicht wirklich wie ein Raumschiff, aber was will er machen? Die Beschreibung steht genauso in dem Roman.
Gekonnt setzt er wieder die Lichteffekte ein, bei denen der Betrachter den Eindruck hat, die ganze Szene durch ein Fenster (oder Objektiv) zu betrachten, in dem sich die Sonne spiegelt. Das Raumschiff FORSCHER fliegt auf die Mondkette Rosella Rosado, das Hauptquartier der Friedensfahrer zu. Die dicht aneinandergereihten Monde des Gasriesen verstärken meine Assoziation eines Murmelspiels.
Physikalisch wäre eine so dichte Planetenkette natürlich nicht möglich, aber hallo, wir lesen doch SF-Geschichte, da ist alles möglich.
Das Bild ist schön anzuschauen, aber mein Lieblingsbild wird es nicht. Es ist o.k.

Die Innenillustration nutzt Swen für ein weiteres Alaska-Portrait - das kann mich richtig begeistern, soviel kosmisches Flair drückt es aus.
Ein mit dem Oberkörper vornüber gebeugter Saedelaere, im Hintergrund der Weltraum mit Planeten. Das All durchdringt den Terraner mit der Maske, im Vordergrund des Bildes fliegt das Friedensfahrerschiff FORSCHER. Es sieht fast so aus, als ob es aus dem Herzen Alaskas kommt. Zeigt dieses Bild symbolisch Alaskas Hinwendung zu der Organisation der Friedensfahrer?
Ich denke, so könnte man es interpretieren - eine wundervolle Zeichnung!

[Ergänzung E-Man:
Das Tropfenschiff wirkt wie eine Glasbirne. Die Wächter der Schneise brauchen eine hochrangige Technik und dementsprechende Fahrzeuge. Deren Kräfte werden mit aufgereihten Planeten symbolisiert. So ergibt sich eine bildliche Kraftpotenzierung. Für SF eine sehr magische Interpretation. Die Illustration scheint wie so häufig eine verworfene Skizze, diesmal wohl, weil das Tropfenschiff wie aus Alaskas Herz wächst. ]


Handlungsrezension (Erich "E-Man Wall-1" Wallner)

Castors Kommentar nimmt diesmal zwar viel vorneweg. Mit umso größerer Begeisterung habe ich mich darauf gestürzt. Eröffnet es doch einen Blick in das Potential der Friedensfahrer. - Was nach vielen Abenteuern mit diesen Wesen hoffen und sehnen lässt.
Eine ominöse Gründermutter, parallel die Gruelfin-Abenteuer in ATLAN, wer denkt da nicht an das Ende von Pluto, zerstört von der Urmutter?
Was zwar nur ein robotisches Monster war, könnte aber in Urzeiten aus Verehrung für dieses Wesen gebaut worden sein.
Zeitlich wäre es zu kurz gegriffen. Da ergeben sich eher Bezüge zur Kaiserin von Therm, meinetwegen auch ESTARTU.
Aber muss ein Geheimbund denn so alt sein? Hüter des Lichts, Ritter der Tiefe – in kosmischen Dimensionen sind sie doch miteinander verknüpft.
Das rätselhafte humanoide Volk, das dahinter stecken soll, könnten Vorväter wieder der Takerer und Ganjasen sein.
OREON-Kapseln, erinnert das nicht etwas an Ovaron?
Die Enthonen jedenfalls sind ein unverbrauchter Begriff, nehmen aber auch nur den Rang etwa der Antiker in STARGATE ein.
Lassen wir uns überraschen. Es stecken nette Kombinationsmöglichkeiten darin. Und wir wissen, dass sie niemals zu weitgreifend wirken dürfen.

Von Samburi Yura in Sachen Cappin-Fragment, nach Alaskas Vorstellung im Stich gelassen, bemüht sich Xa-Vaa-Riin um seinen neuen Protege.
Der ihn auch zum Friedensfahrer rekrutiert.
Denn er sucht einen Nachfolger. Bis zur Ankunft im Domizil der Friedensfahrer (Ingarran) übernimmt Roboter Mirket die Ausbildung.

Die UNIVERSALE SCHNEISE ist eine Achse zwischen zwei Materiequellen. Das Tropfenschiff wird mit der QUARTALEN KRAFT betrieben. Ein System, ähnlich dem der „Gänger des Netzes“.
Das wäre bereits die Grundlage einer eigenständigen Heftserie „Der Maskenmann mit Quartaler Kraft durch die Universale Schneise“!
Was aber hochrangig phantasiegeladene Autoren erfordert.

Vielfältigkeit erstrebt der Geheimbund. Grundsatz eines Friedensfahrers ist der Einsatz fern seiner Heimat und seiner Wurzeln, um nicht zur Vorteilnahme verleitet zu werden. So ist Alaskas Besuch auf Terra eigentlich bereits der erste Regelbruch. Es bedeutet jedoch auch, dass er von nun an wie einst Ernst Ellert in den Weiten des Universums verschwinden wird. Zufällige Begegnungen werden also künftig sehr selten sein.
Die anderen Friedensfahrer sind endlich wieder ein großes Spektrum an Fremdvölkern. Leider nur kurz angerissen.
Alaska zieht aber auch Parallelen zum Shifting der Galornen, wenn bei Kriegsparteien physisch und psychisch der Antrieb gedämpft wird.
Nachdem Alaska in Andromeda lange vor dem Auftreten der Kolonnenforts in der Milchstraße Kontakt hatte, spricht doch nichts dagegen, dass er Kulturen seiner künftigen Mitstreiter einmal besuchen wird. Erst wird er von der höher geordneten Instanz „Heiße Legion“ überprüft, dann von Kollegen in spe begutachtet.

Überhaupt sollte man sich jetzt intensiv um die Friedensfahrer-Sequenzen bemühen – es könnte die letzte Gelegenheit sein, den Maskenmann zu begleiten.

Die Friedensfahrer haben noch einen Revisor, der gegen Missbrauch der Friedensfahrer-Einrichtungen vorsorgen soll. Die Strafmaßnahmen bestehen allerdings nur aus Ausschluss aus dem Geheimbund, Abnahme der OREON-Kapsel und lebenslange Sperre.
Die Richtlinien des Revisors bestimmen Enthonen mit Veto- und Weisungsrecht.
Also eine undemokratische und undurchsichtige Zielsetzung.
Alaska findet es dennoch reizvoll, irgendwo kosmischem Frieden zu dienen, und lässt sich aufnehmen. Die Initiierung findet in einer Glasbasilika statt.
Ist es eine direkte Abkommenschaft der Dom Kesdschan-Tradition der Verleihung der Ritter-Aura oder versucht man, Anklänge an diese vergangene Einrichtung neu zu schöpfen?
Alaska entdeckt, dass Samburi Yara von Enthonen stammt. Kamari Ingarae, der Neunte Garant, ist nämlich ein Enthone.
Der Mentor kehrt heim und stirbt, und Alaska findet dort Freunde. Freunde des glücklichen Sterbens. Eine Einstellung, die ihm als Unsterblicher verwehrt ist.
Dann stellt ein Mitstreiter, Chlyndor, fest, dass bei Hangay die Quartale Kraft versagt. Wieder das Dilemma des Dritten Weges. Man kann sich nicht ewig aus den Kämpfen der Kosmokraten und Chaotarchen heraushalten.

Damit endet der über zwei Hefte laufende Bericht von MMT über Alaska.
Leo Lukas hängt sich mit einem Doppelband über Kantirans Erlebnisse mit den Friedensfahrern an.


Letztes Update dieser Seite am 08.06.2006