Bild-Rezension (Andy
"Lumpazie" Schmid)
Alfred setzt seine Staffel im selben Stil wie in der
Vorwoche fort - leider kann man aber die Bilder nicht aneinander legen.
Die rote Sonne verdeutlicht, dass es sich um den selben Schauplatz handelt.
Die Raumstation RUFER ähnelt sehr dem Todesstern aus "Die
Rückkehr der Jedi-Ritter" - liegt wohl in der
Natur der "kugeligen" Baustelle ;-).
Aber es ist wenig los - wo sind die ganzen Zubringerschiffe, die im
Roman beschrieben werden?
Eins fliegt zwar gerade hin, das war es aber auch schon. Ein paar sieht
man noch an der Außenhülle (sehr klein, an Felsbrocken erinnernd),
aber das war es dann schon.
Da hätte ich mir mehr Raumschiffverkehr gewünscht.
Leider verweigert uns Alfred auch einen Blick auf ein Seesternraumschiff
der Prophozeuten, welche doch auch haufenweise dort rumfliegen sollten
- Schade!!!
Trotzdem gefällt mir das Bild sehr gut - es passt prima zu seinem
Vorgänger der Vorwoche.
Die Innenillustration
zeigt wieder ein duales Wesen der Terminalen Kolonne - Vizekapitän
Malikati (gibt es eigentlich auch Admiräle in der Terminalen Kolonne?).
Leider ist Malikadi aus zwei (sehr kleinen) humanoiden Wesen entstanden,
das lässt die Exotik vermissen. Wieder ist die eine Hälfte
ein sehr bulliges, kompaktes Wesen, die andere Hälfte ein sehr
dünnes, schmächtiges Bürschlein - das sieht recht komisch
aus.
Michael hat da ein Talent, das richtig gut rüber zubringen. Er
hält sich da viel strenger an die Beschreibung als Dirk Schulz.
Für die anwesenden Ganschkaren muss das recht komisch sein, von
so einem Zwerg herumkommandiert zu werden. Die sehen aber dank ihrer
Datenbrillen die Sache recht lässig - streng dem Motto:"Lass
den Alten doch plärren, wie er will ...".
Tja, im Roman selbst nehmen sie es nicht so locker, wie es die Wittmann-Illustration
vermittelt.
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Handlungsrezension
(Erich "E-Man Wall-1" Wallner)
Im JOURNAL ist die Verantwortlichkeit des amerikanischen
Präsidenten für die Vogelgrippe höchst informativ. Dazu
Bezüge zu Aids – Pandemie-isch eben.
Hartmut Kaspar fragt an, ob Besprechungen neuer SF-Bücher im JOURNAL
bei Lesern erwünscht seien?
Nun prinzipiell ja, würde ich denken.
Die STARDOC-Reihe von S.L. Viehl hat etwas mit wissenschaftlicher Fiktion
zu tun.
Denke ich da an den Weltraumarzt von Murray Leinster – oder Doc
Methusalem von L.R. Hubbard, so sehe ich da nur das Aufgreifen eines
uralten Themas.
Als EMERGENCY ROOM-Geschädigter kann ich mir sogar Überdruss
vor Medizin vorstellen.
Reizvoll ist wohl allemal, dass ein weiblicher Tausendsassa Entspannung
bei ihrer Katze sucht. So wird wohl viel positive Energie einer Heilerin
transportiert.
Ist das der neue SF-Trend: Mit mehr Liebe in die Wissenschaft?
Handlung:
Unter den P.R.-Fans gibt es wohl auch Überschneidungen mit Fußball-Fans.
Zudem ist es ein DEUTSCHES Ereignis.
Scheint so, als würde mit dem Feldhoff- Roman ein Stopp der Handlungsentwicklung
für vier Bände eingelegt. Sozusagen eine Phase des Dümpelns,
bevor man furios weiterfährt.
Nun ist Roi Danton jedoch bekannt dafür, wagt er sich schon einmal
in die Höhle des Löwen, dass er kaum unbeschadet daraus hervorgeht.
Oder bleibt es gegen TRAITOR beim Verlust seines Beines, gleich zu Beginn
dieser Begegnung?
Nachdem dem Dunklen Herold und seinen Obelisken nicht allzu viele Eigenheiten
abgerungen wurden, sind auch keine besonderen Erkenntnisse über
die Einrichtung des RUFERs zu erwarten. So wie der Tempel der Degression
und vielleicht auch bereits SEELENQUELL, ist dies vermutlich nur ein
weiteres Hilfsmittel, die Negasphäre zu entwickeln. Auch wenn es
klarer definiert ist, und jetzt wirklich ernst gemeint ist – die
Stahlbänder um die Situation seit Zyklusbeginn werden nicht beweglicher.
Parallelen zu den Abenteuern der Siganesen im Kolonnenfort laufen ab.
Sicher sind deren Kenntnisse auch wertvoll für diesen Einsatz.
Dieses Einschleichkommando schlängelt sich ebenfalls ziemlich ungehindert
durch Material verschlingende Baustellen.
Wenn man schon die Technik der Dunkelfelder nutzt, sollte an Bord dieser
Schiffe wenigstens ein Erkennungspeiler den eigenen Bestand kontrollierbar
machen, geht man davon aus, dass eine eigene Ortungstechnik unmöglich
ist.
Die nebenher auftretenden Phänomene; wie der präkognostische
Traum des jungen Technikers Tobi Sullivan, übrigens ein Multitalent
mit großen Chancen als längerfristige Serienfigur, werden
unaufdringlich und feinsinnig eingesponnen.
Kleine Lebewesen, die die fertige Station für den Übertritt
des Progresswahrer Antakar von Bitvelt angleichen.
Die Funktion des RUFERS muss nicht nur Positionshilfe, eher sogar der
Torpfosten für den Durchgang sein.
Wenn Uwe Anton einer Castor-Vorgabe Leben einhauchen kann, dann gibt
Arndt Ellmer den Sense of Wonder hinzu. Was bislang auch nicht immer
so selbstverständlich war.
Ob die neuen Erkenntnisse nun an Quinto-Center gelangen, bleibt offen.
Das Einsatzteam wird letzten Endes doch geschnappt.
So wie die Friedensfahrer mir Appetit für den bisher von mir ausgeklammerten
Zyklus „Gänger des Netzes“ machen, weckt dieser Band
Nachholbedarf für den Tarkan-Zyklus.
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