Bild-Rezension (Andy
"Lumpazie" Schmid)
Düster geht es weiter mit Alfred Kelsners Staffel.
Ein Mensch auf einem OP-Tisch der Terminalen Kolonne - der Titel lässt
nichts Gutes erahnen.
Ganz offensichtlich wird hier geplant, einen Menschen in ein duales
Wesen zu verwandeln. Da im Roman der Vorwoche die drei USO-Spezialisten
unter der Führung von Roi Danton gefangen genommen wurden, ist
die Frage, wer da seziert wird, nicht schwer:
Michael Reginald Rhodan dürfte der halbe Mensch sein.
Au Backe, traut sich das PR-Ream wirklich so einen Schritt zu?
Müssen wir von einem weiteren Unsterblichen Abschied nehmen?
Hier wird schon durch den Titel und das Bild unheimlich viel Spannung
aufgebaut!!!
Interessante Gedanken schwirren da durch meinen Kopf.
Wenn Roi tatsächlich halbiert wird, müsste die eine Hälfte
von ihm dann ja nach 62 Stunden zerfallen, weil die Impulse des Zellaktivatorchips
ausbleiben. Sein dualer Partner (mal sehen, welches Wesen sie dafür
auswählen) dürfte sich freuen - durch Roi wird auch er unsterblich.
Viel hat er aber nicht davon, denn wie wir aus der Lebensgeschichte
des Dualen Kapitäns wissen, wird der alte Intellekt unterdrückt
und eine neue Persönlichkeit geschaffen.
Außerdem sind die neuen Zellaktivatorchips auf ihre Träger
geeicht - hat sich also was mit der Unsterblickeit. Die duale Hälfte
Rois dürfte durch den Zellaktivator ständig abgestossen werden.
Der Titel "Dantreys Qual" in drei Wochen läßt darauf
schließen.
Ein duales Wesen - na, da bietet sich der gute Roi natürlich gerade
zu an ;-).
Michael Reginald Rhodan, alias Roi Danton, alias Advok, alias Torric.
Und nun noch ein duales Wesen. Ich bin echt gespannt. Das Titelbild
erinnert mich an den James Bond-Film "Goldfinger": Ganz im
Old Fashion Style, das ganze Labor. Richtig kultig finde ich das grüne
Plasma rechts im
Bild. Trotzdem hätte Alfred das Ganze noch etwas dunkler und düsterer
darstellen können - so kommt das Labor recht bunt daher.
Der arme Roi, er kann
einem leid tun ........
Und die Innenillustration
zeigt die ganze Meute, welche sich an Roi vergreifen wird.
Die Kolonnen-Anatome sind das genaue Gegenteil unserer Halbgötter
in Weiß. Denen ist nichts heillig und einen hypokratischen Eid
kennen die schon gar nicht. Trotzdem kommt etwas Vertrautes bei den
finsteren Gesellen herüber.
Erinnert der Anatom im vorderen Bereich des Bildes nicht stark an Alfred
Biolek? "Lecker schmeckt Rois gebackene Leber, dazu ein wohlschmeckender
Spätburgunder" scheint er zu sagen.
Sein Kollege reibt sich schon genüsslich den Bauch, während
der spockähnliche
Vulkanier-Anatom strengguckend die ganze Situation in Bioleks Kolonnenküche
analysiert.
Oha, da geht mal wieder die Phantasie mit mir durch!
Michael bleibt seiner Darstellung der Anatome aus PR-Heft Nr. 2305 treu
- das freut den Betrachter ;-)
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Handlungsrezension
(Erich "E-Man Wall-1" Wallner)
An Bord der Schiffe der TRAITOR-Kolonne gilt die vornehme
Zurückhaltung gegen die Milchstraßenvölker nichts mehr.
Die Mitglieder von Dantons Team werden kurzerhand getötet, während
er selbst für Experimente dem medizinischen Gruselkabinett überstellt
wird.
Die Daten vieler Vivisektionen an lebenden Menschen aus den letzten
Tagen liegen vor.
Die von A. Kelsner gewählt düsteren Farben bekommen einen
Sinn: Perry Rhodan ist in den Horrorsektor abgedriftet.
Es könnte 1999 auf dem TRINITY-EURO-Con im Harenberg-Center in
Dortmund gewesen sein: P.R.-Fans widmen sich mittags der Frage der unterschiedlichen
Anwendungsmöglichkeiten von Zellaktivator bzw. ZA-Chip.
Verlorene Gliedmaßen ersetzt keine der beiden Versionen.
Das Umhänge-Ei könnte aber bei tödlichen verletzten Freunden
bis zur Aufnahme in einer Ara-Klinik das Leben erhalten. Beim ZA-Chip
müsste man den Verletzten aber schon organisch mit dem Unsterblichen
verbinden.
Im allgemeinen Hintergrundgeräusch einer solchen Veranstaltung
gerät so ein Meinungsaustausch leicht in Missverständnisse.
Besonders wenn man Neulinge vergackeiern will.
Wie passt da das halbe Hähnchen rein, das gerade jemand bestellt?
Na, es würde weiterleben – vorausgesetzt, es wäre noch
nicht gebraten, denn in frisch getöteten Wesen steckt immer noch
Lebensenergie.
Allerdings muss der Kopf noch dran sein.
Man hüte sich vor Spekulationen auf einem CON – vor allem,
wenn der Exposè-Redakteur am Nebentisch auf dumme Gedanken kommen
könnte.
Für das Umsetzen von Leservorschlägen und –wünschen
droht jetzt der GAK (Größte anzunehmende Katastrophe).
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