Bild-Rezension (Andy
"Lumpazie" Schmid)
Hiiiilllfffee, die Borg greifen an!!!
Nun wird Terra fallen, die halb menschlichen-kybernetischen Wesen aus
dem Star Trek Universum greifen dabei auf den Slipstream aus der TV-Serie
ANDROMEDA zurück, da hilft wohl auch kein Terranova-Schirm mehr,
oh weia.
Willkommen zu einer neuen Folge aus "Recycling for Rhodan".
Die eigene Kreativität von Dirk Schulz kennt anscheinend Grenzen
- all zu sehr erinnert diese Bildkombination an die genannten Serien
von Gene A. Roddenberry.
Oder ist es durchaus von der Perry Rhodan-Redaktion gewollt und beabsichtigt?
Starkes Engagement der Perry Rhodan-Redaktion auf Stargate- und Star
Trek-Cons weisen ja darauf hin.
Neuleser angeln mit vertrauten Motiven ... naja, wenn es klappt, warum
nicht.
Aber wenden wir uns ab von düsteren "Verschwörungstheorien"
und betrachten das Cover genauer.
Dieses weist trotz der vertrauten (oder gerade wegen dieser) bekannten
Elemente durchaus zu gefallen. Im letzten Perry Rhodan Roman schaffte
es TRAITOR ja mit Hilfe der Koryphen, 296 Dunkelkapseln mit Mikrobestien
durch den Terranova-Schirm zu schleusen - genau das dürfte dieses
Bild zeigen.
Oder sind die Borgähnlichen Schiffe tatsächlich LFT-Boxen,
die durch ein aufbrechendes Wurmloch in Not geraten? Das kann durchaus
sein - allerdings richtig riesig kommen mir die Dinger nicht vor. Die
"Türe" im vordersten Kubus lässt den Eindruck eines
kleineren Objekts zu. Das kann natürlich täuschen ;-)
Insgesamt trotz Fremdserien-Anleihen ein sehr schönes Bild!
Grmmblllll, die Innenillustration
zeigt fast das selbe Motiv wie das Titelbild. Entweder ist das die Vorzeichnung,
aus dem die Idee des eigentlichen Farbbildes entstand (ähnlich
wie letzte Woche bei dem Gucky) - oder Dirk hatte wirklich keine bessere
Idee.
Bei dieser Zeichnung ist das im Titel enthaltene Wurmloch nun anscheinend
stabil. Der Betrachter sieht die Sonne und Merkur (oder einen Planeten
des Sonnensystems samt Mond; da beides nicht wirklich ausgearbeitet
ist, ist die erste Vermutung wohl richtig).
Auch hier fliegt ein Borgähnliches Raumschiff durch den entstandenen
Kanal - allerdings ist es viel länglicher.
Beim genauen Betrachten der Zeichnung erkennt man, dass es die Boxen
vom Titelbild sind, nur aneinander gehängt. Ergo zeigt das Titelbild
das erlöschende Wurmloch und die Invasoren, welche sich voneinander
lösen.
So mal meine Vermutung.
Mal sehen, wie es im Roman steht ...
[Ergänzungen E-Man]
Cover:
Energieentladungen um High Tech-Quader. Lichtspiele sind gerade bei
P.R. nicht das Außergewöhnliche. Hochinteressant erweist
sich die neue Art, Räumlichkeiten zu schaffen.
Illu:
Ein Tunnel mit Maserungen, wie sie durch Lichtverzerrungen auf einer
spiegelnden, gekrümmten Oberfläche das Auge verwirren. Im
Durchgang werden zwei Himmelskörper sichtbar.
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Handlungsrezension
(Erich "E-Man Wall-1" Wallner)
Nachdem in der Perry Rhodan-Serie eigene kosmophysikalische
Vorstellungen entwickelt werden, war man erst gar nicht auf die Wurmloch-Theorie
angewiesen.
Da dann STAR TREK sehr viel damit operierte, wurde es obsolet.
Die Verbindung zwischen Black Holos bezeichnete man dann der Einfachheit
wegen als„Schwarze Sternstraßen“.
So hoffen wir doch, dass es schon ein besonderer Tunnel durch den Paratron-Schirm
ist, der nun auftaucht.
Man erkennt, dass der Schirmbeschuss zum Entstehen des Wurmlochs (was
ja eine Flucht- und Versorgungsmöglichkeit für die Eingekesselten
wäre) beiträgt.
Der erste Kontakt (ein Roboter bringt eine verschollene Sonde zurück)
zeigt die verheerende Auswirkung des Wurmlochs auf die Umgebung am anderen
Ende.
Bevor man sich auf unerwartete Hilfe unbekannter Schiffe bei den ominösen
Sonnen freuen kann, dringen 6 Traitanks ins System ein.
Hoffnung auf eine nicht ersichtliche Taktik und neueste, aber unerprobte
Technik lassen zweifeln an Rhodans Zuversicht, jetzt den Traitanks mehr
entgegenhalten zu können.
Die Mikrotom-Jäger sind so zahlreich und erfolgreich, dass das
gesamte eingeschleuste Kontingent an Dunkelkapseln aufgerieben wird.
Man kann jetzt also etwas gegen die Läuse der Kolonne ausrichten.
Das wird aber bei weitem nicht reichen.
Schwer irritiert mich der Traitank beim Neptun.
Ist Hubert Haensel da über seine eigenen Fakten gestolpert?
Eine einzige Besatzung Mikrobestien dringt sogar bis zur Waringer-Akademie
vor.
Soweit bereits ein Grund zur Unzufriedenheit für den Dualen Kapitän
mit den Koryphen, da der Schutzschirm unverändert bleibt. Solche
Herrschaften stehen eben ungern mit gebundenen Händen da.
Es war also ein Vorgriff, und Traitanks können eingeschleust werden.
Ein anderer kleiner Ausblick auf solare Verteidigungsstrategien scheint
u. a. Projekt ESCHER zu sein. Die Aufmerksamkeit ist mehr auf die Entstehung
von Perforationen gelenkt, die plötzlich „Wurmlöcher“
heißen.
Die in der Charon-Wolke erforschte Röhrenfeldprojektion ist schon
einsatzbereit und wirksam. Genauso wie die Koryphen den Schirm massierten,
werden jetzt drei Eindringlinge im kleineren Maßstab bearbeitet.
Noch sind die Mikrobomben auf der Erde vom letzten Durchbruch nicht
neutralisiert, dezimiert der letzte Traitank die Heimatflotte.
Mit der Zapfstelle von Seelenenergie für den Nukleus schätzen
die Menschen sehr die Möglichkeit, persönlich etwas für
den Schutz des Solaren Lebensraumes tun zu können. Man braucht
nicht erst besonders an ihre Ehre appellieren.
Als Nebeneffekt erwacht auch das politische Leben wieder – mit
all den schief liegenden Parolen und absurden Pöbeleien. Die Selbstorganisation
um die Psi-Tankstellen, die Globisten, stellen Vermutungen über
eine affine Pararealität hinter dem Zugang zu den orange und weißen
Doppelsonnen an.
H. G. Adams wird von Perry zur Vertuschung angewiesen. Anders kann man
es nicht ausdrücken, wo er die Strangeness über den Zellaktivatorchip
doch selber körperlich spürte.
Wobei einzig dem Leser klar ist, dass die Globisten nur über die
Zapfvorgänge zu diesen Kenntnissen gelangten.
Und wieder scheint das letzte Stündchen geschlagen.
Die Koryphen-Matriarchin schleust ein ganzes Geschwader ein.
Währenddessen zapft Daellian vorzeitig mit den neuen Loretta-Tendern
die Sonne an. Die dabei entstehende Schwankung um die große Schleuse
für die Traitanks entsorgt die neuerliche Gefahr. Zusammen mit
dem gesammelten Wissen der bislang gefährlichsten Gegnerin des
TERRANOVA-Projekts.
Man hat gar nicht den Eindruck, dass hier der erste Teilzyklus zu Ende
ging, so sehr steckt man noch mitten im Geschehen. Dabei sollten die
spärlichen Erkenntnisse um das Wurmloch dem Altleser ersichtlich
klar machen, das es sich dabei bereits um die Vorbereitung des nächsten
Clusters handelt.
Ein Werk von Hubert Haensel mag behäbig voranschreiten, dringt
diesmal dennoch massiv durch, bis auf die Knochen.
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