Bild-Rezension (Andy
"Lumpazie" Schmid)
Einen finster dreinschauenden Gucky, dem anscheinend
just in diesem Moment ein Licht aufgeht (und direkt über seiner
Birne materialisiert).
Was mag der Illt hier nun denken?
Etwa: "..... mein grinsender Nagezahn passt nicht zu meinen finsteren
Gedanken" oder "... etwas weniger Zwiebelsuppe am Abend, verschafft
weniger Verdauungsprobleme" (oder was sind das für seltsame
Nebelschwaden, rings um den Mausbiber?).
Ganz schön alt schaut er aus, der gute Gucky, erinnert glatt etwas
an seinen Schöpfer Clark Darlton. Und was ist das für ein
seltsames Gerät, welches die Schnauze des Ilts hält - etwa
eine Zahnspange für Mausbiber?
Auch Dirk Schulz recycelt sich selbst, denn die Innenillu
von Perry Rhodan Heft 2300 zeigt denselben
Mausbiber, nur komplett, ohne Lichtball, dafür mit Pump-Gun in
den zarten Iltpfoten. Und da passte der Gesichtsausdruck grimmiger Entschlossenheit
auch besser, denn gleich ging es auf Minibestienjagd.
Aber hier in Großaufnahme, mmhhh, nicht so mein Geschmack.
Die Innenillustration
kann sich da schon eher sehen lassen!
Dirk wagt einen Ausflug in das Lovecraft Universum und schickt uns ein
paar Shoggothen auf den Hals?
Nein, es sind nur Koryphen, ein neues Volk der Terminalen Kolonne.
Die sehen aber richtig klasse aus. Vieräugige Krakenwesen mit einer
Vielzahl von dürren Beinen - richtig exotisch.
Eine tolle Zeichnung von Dirk, da stört mich diesmal sogar der
immer wiederkehrende Comicstil nicht.
[Ergänzungen E-Man]
Cover:
Der Mausbiber ist alt geworden, so zauselig wie er aussieht, aber auch
weise.
Illu:
Ein Polypen-Konvoi auf Krebsbeinen.
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Handlungsrezension
(Erich "E-Man Wall-1" Wallner)
Der direkte Anschlussband zu Feldhoffs 2336
bringt uns zurück ins Sol-System.
Hauptfrage: Wie stabil ist der Status Quo?
Nach dem Angriff während der Solaren Meisterschaft ist der Nukleus
nicht nur geschwächt.
Fawn Suzuke berichtet von der dringend gewordenen Notwendigkeit vom
Wachsen und Reifen des Nukleus. Sie bittet um einen Krisengipfel mit
P.R.
Die Euphorie um diesen Wettkampf soll letztlich den Nukleus mit stabilisierender
Psienergie versorgt haben, während ARCHETIM offenbar nur in der
Lage ist, Energieverlust zu kompensieren. - Aber muss das denn ein erneutes
Fußballspiel sein?
Ein Feuerwerk, eine Zirkusvorstellung, oder eine TV-Sendung „Verstehen
sie Spaß“, brächte doch die gleiche Power. Da ist man
immer noch benommen von der WM in Deutschland, die ich schon so gut
vergessen hatte. Dabei finde ich die Klassifizierung des Autorenteams
auf der LKS durch Leo Lukas als Fußballmannschaft höchst
amüsant und aufschlussreich.
Gut, das es anders kommt.
Tatsächlich schafft H.G. Adams Rede zur Einstimmung auf das Experiment
eher eine abwartende lähmende Haltung. Auch wenn das Eintreffen
des Kollektors (Bettelsack) als Direktverbindung zum Nukleus die feierliche
Atmosphäre eines Observatoriums verströmt. Die Teilnehmer
im Stadion werden suggestiv eingestimmt und geöffnet. Dann werden
sie in die Welt des eigenen Unterbewusstseins geführt. Rechtzeitig,
damit der Nukleus einen weiteren Ansturm der TRAITOR-Kolonne abblockt.
Wenn das Ziel ein nur sanftes Öffnen der Glocke ist, zur Ressourcenwahrung,
wird klar, warum der Schirm überhaupt noch steht. Der wiederholte
Ansturm ist aber nicht sinnlos, wenn er zu Testzwecken für Messergebnisse
erfolgt.
Aus den Dienstburgen werden die Koryphen angefordert. Die Funktion dieses
alten aussterbenden Volkes erinnert sehr an die der Kelosker –
meinetwegen auch an die der Arcoana.
Ihre Einstellung ist auch so, bevor die vogelfrei gewordene Thoregon-Region
im Nichts verweht, sollten noch die Ressourcen ausgebeutet werden.
In der Nähe Jupiters weisen Messungen auf eine Hyperperforation
hin. Das Spektrum des Lichts, das diese Erscheinung begleitet, muss
von zwei verschiedenen Sonnen stammen.
Ein Hyperorkan greift von Antares bis nach Sol über. Er brandet
wirkungslos am Schirm ab.
Nicht geschwächt aber destabilisiert, gelingt die Einschleusung
von 296 Dunkelkapseln. Die Modifizierung durch die Matriarchin der Koryphen
war erfolgreich.
Dann wird dem Hefttitel Ehre getragen, bzw. er soll das Interesse für
die zweite Hälfte des Heftes schüren. Es ist absoluter Schmus,
den man sich sparen kann. Er weist auf ein biederes gutbürgerliches
Familienleben des Autors hin, wo alte Heimatfilme, wie „Die drei
von der Tankstelle“ gern geguckt werden.
Mir hätte die Weiterentwicklung der Mikrotom-Jäger zur Stützung
der TERRA-NOVA-Flotte, meinetwegen auch Rainer Castor als Autor, besser
behagt.
Vielleicht soll es aber ablenken davon, dass die Traumreise der Angezapften
zur Aufnahme in den Nukleus führen könnte. - Was „Wachsen“
bei einem Seelenpott einzig bedeutet.
Tatsächlich ist der Einsatz in den Arenen für den Nukleus
nicht ungefährlich. Der Psychologische Tankstellen Service ist
konfrontiert mit Depressionen, Suchtentwicklung und einem ersten Suizid.
Bevor Quarter Phillip der Nukleus-Stärkung erliegt, (auch hier
gilt: Spieler auswechseln!) erblickt er fremde Schiffe bei der weißen
und orangefarbenen Doppelsonne.
Die haben also nichts mit dem Durchdringen des Schirms zu tun. Nur,
wen dürfen wir von dort erwarten?
Wenn das Wurmloch nicht von TRAITOR geschaffen wurde, sollten es Freunde
sein, die hier Zutritt erzwingen. Die eingedrungenen Dunkelfeldschiffe
mit den Mikrobestien können die Verteidigung überfordern.
Erstes Ziel sind natürlich die Loretta-Tender als Schirmstütze,
doch auch der Nukleus ist nicht ganz sicher.
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