Band 2348:
"Quarter Phillips Sehnsucht"

Zyklus: TERRANOVA
Erscheinungsdatum: 18.8.2006
offizielle Romanvorstellung auf der Perry-Rhodan-Website

Autor: Hubert Haensel
Titelbild: Dirk Schulz
Illustration: Dirk Schulz / Horst Gotta

Kommentar: Abermals Cynos
Extra: Risszeichnung - Terranische Technik: Impulstriebwerk
von Holger Logemann

Rezension:
Bild
(Andy Schmid)
Text (Erich Wallner

Tibi - Perry Rhodan-Band 2348

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Bild-Rezension (Andy "Lumpazie" Schmid)

Einen finster dreinschauenden Gucky, dem anscheinend just in diesem Moment ein Licht aufgeht (und direkt über seiner Birne materialisiert).
Was mag der Illt hier nun denken?
Etwa: "..... mein grinsender Nagezahn passt nicht zu meinen finsteren Gedanken" oder "... etwas weniger Zwiebelsuppe am Abend, verschafft weniger Verdauungsprobleme" (oder was sind das für seltsame Nebelschwaden, rings um den Mausbiber?).
Ganz schön alt schaut er aus, der gute Gucky, erinnert glatt etwas an seinen Schöpfer Clark Darlton. Und was ist das für ein seltsames Gerät, welches die Schnauze des Ilts hält - etwa eine Zahnspange für Mausbiber?

Auch Dirk Schulz recycelt sich selbst, denn die Innenillu von Perry Rhodan Heft 2300 zeigt denselben Mausbiber, nur komplett, ohne Lichtball, dafür mit Pump-Gun in den zarten Iltpfoten. Und da passte der Gesichtsausdruck grimmiger Entschlossenheit auch besser, denn gleich ging es auf Minibestienjagd.
Aber hier in Großaufnahme, mmhhh, nicht so mein Geschmack.

Die Innenillustration kann sich da schon eher sehen lassen!
Dirk wagt einen Ausflug in das Lovecraft Universum und schickt uns ein paar Shoggothen auf den Hals?
Nein, es sind nur Koryphen, ein neues Volk der Terminalen Kolonne.
Die sehen aber richtig klasse aus. Vieräugige Krakenwesen mit einer Vielzahl von dürren Beinen - richtig exotisch.
Eine tolle Zeichnung von Dirk, da stört mich diesmal sogar der immer wiederkehrende Comicstil nicht.


[Ergänzungen E-Man]

Cover:
Der Mausbiber ist alt geworden, so zauselig wie er aussieht, aber auch weise.

Illu:
Ein Polypen-Konvoi auf Krebsbeinen.


Handlungsrezension (Erich "E-Man Wall-1" Wallner)

Der direkte Anschlussband zu Feldhoffs 2336 bringt uns zurück ins Sol-System.
Hauptfrage: Wie stabil ist der Status Quo?
Nach dem Angriff während der Solaren Meisterschaft ist der Nukleus nicht nur geschwächt.
Fawn Suzuke berichtet von der dringend gewordenen Notwendigkeit vom Wachsen und Reifen des Nukleus. Sie bittet um einen Krisengipfel mit P.R.
Die Euphorie um diesen Wettkampf soll letztlich den Nukleus mit stabilisierender Psienergie versorgt haben, während ARCHETIM offenbar nur in der Lage ist, Energieverlust zu kompensieren. - Aber muss das denn ein erneutes Fußballspiel sein?
Ein Feuerwerk, eine Zirkusvorstellung, oder eine TV-Sendung „Verstehen sie Spaß“, brächte doch die gleiche Power. Da ist man immer noch benommen von der WM in Deutschland, die ich schon so gut vergessen hatte. Dabei finde ich die Klassifizierung des Autorenteams auf der LKS durch Leo Lukas als Fußballmannschaft höchst amüsant und aufschlussreich.

Gut, das es anders kommt.
Tatsächlich schafft H.G. Adams Rede zur Einstimmung auf das Experiment eher eine abwartende lähmende Haltung. Auch wenn das Eintreffen des Kollektors (Bettelsack) als Direktverbindung zum Nukleus die feierliche Atmosphäre eines Observatoriums verströmt. Die Teilnehmer im Stadion werden suggestiv eingestimmt und geöffnet. Dann werden sie in die Welt des eigenen Unterbewusstseins geführt. Rechtzeitig, damit der Nukleus einen weiteren Ansturm der TRAITOR-Kolonne abblockt.

Wenn das Ziel ein nur sanftes Öffnen der Glocke ist, zur Ressourcenwahrung, wird klar, warum der Schirm überhaupt noch steht. Der wiederholte Ansturm ist aber nicht sinnlos, wenn er zu Testzwecken für Messergebnisse erfolgt.
Aus den Dienstburgen werden die Koryphen angefordert. Die Funktion dieses alten aussterbenden Volkes erinnert sehr an die der Kelosker – meinetwegen auch an die der Arcoana.
Ihre Einstellung ist auch so, bevor die vogelfrei gewordene Thoregon-Region im Nichts verweht, sollten noch die Ressourcen ausgebeutet werden.

In der Nähe Jupiters weisen Messungen auf eine Hyperperforation hin. Das Spektrum des Lichts, das diese Erscheinung begleitet, muss von zwei verschiedenen Sonnen stammen.
Ein Hyperorkan greift von Antares bis nach Sol über. Er brandet wirkungslos am Schirm ab.
Nicht geschwächt aber destabilisiert, gelingt die Einschleusung von 296 Dunkelkapseln. Die Modifizierung durch die Matriarchin der Koryphen war erfolgreich.

Dann wird dem Hefttitel Ehre getragen, bzw. er soll das Interesse für die zweite Hälfte des Heftes schüren. Es ist absoluter Schmus, den man sich sparen kann. Er weist auf ein biederes gutbürgerliches Familienleben des Autors hin, wo alte Heimatfilme, wie „Die drei von der Tankstelle“ gern geguckt werden.

Mir hätte die Weiterentwicklung der Mikrotom-Jäger zur Stützung der TERRA-NOVA-Flotte, meinetwegen auch Rainer Castor als Autor, besser behagt.
Vielleicht soll es aber ablenken davon, dass die Traumreise der Angezapften zur Aufnahme in den Nukleus führen könnte. - Was „Wachsen“ bei einem Seelenpott einzig bedeutet.

Tatsächlich ist der Einsatz in den Arenen für den Nukleus nicht ungefährlich. Der Psychologische Tankstellen Service ist konfrontiert mit Depressionen, Suchtentwicklung und einem ersten Suizid. Bevor Quarter Phillip der Nukleus-Stärkung erliegt, (auch hier gilt: Spieler auswechseln!) erblickt er fremde Schiffe bei der weißen und orangefarbenen Doppelsonne.
Die haben also nichts mit dem Durchdringen des Schirms zu tun. Nur, wen dürfen wir von dort erwarten?
Wenn das Wurmloch nicht von TRAITOR geschaffen wurde, sollten es Freunde sein, die hier Zutritt erzwingen. Die eingedrungenen Dunkelfeldschiffe mit den Mikrobestien können die Verteidigung überfordern. Erstes Ziel sind natürlich die Loretta-Tender als Schirmstütze, doch auch der Nukleus ist nicht ganz sicher.


Letztes Update dieser Seite am 23.10.2006