Band 2353:
"Requiem für einen Mond"

Zyklus: TERRANOVA
Erscheinungsdatum: 22.9.2006
offizielle Romanvorstellung auf der Perry-Rhodan-Website

Autor: Horst Hoffmann
Titelbild: Alfred Kelsner
Illustration: Michael Wittmann

Kommentar: Multiverseller Krieg!
Extra: Clubnachrichten

Rezension:
Bild
(Andy Schmid)
Text (Erich Wallner

Tibi - Perry Rhodan-Band 2353

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Bild-Rezension (Andy "Lumpazie" Schmid)

So wie in der Handlung der Serie die Invasion des Akonsystems fortgeführt wird, so konsequent setzt sie Alfred Kelsner in seinen Bildern um. Diesmal sehen wir eine Kolonnenfähre, welche über Drorah ihre Traitanksflotte absetzt.
Nimmt man alle drei Titelbilder der Akon-Thematik her und vergleicht sie, ergibt es folgende Reihenfolge:

  1. Nr. 2353 (Kolonnenfähre über Drorah),
  2. Nr. 2324 (Traitanks im Orbit von Sphinx (Drorah)),
  3. Nr. 2352 (Traitranks im Anflug auf eine akonische Stadt).

Prinzipell eine originelle Idee - eine andere Art von "zusammenhängenden" Titelbildern.

Für den nächsten Roman wünsche ich mir nun aber mal ein anderes Motiv. Immer nur Raumschiffe (dieselben noch dazu), da wäre ein echter Außerirdischer auf dem Titelbild recht.
Der Titel steht ja schon fest - der Kolonnen-Geometer. Durch die Innenillustion von Heft 2352 wissen wir ja, das sich hinter diesem Begriff insektoide Lebewesen verbergen - das käme Alfred Kelsner doch entgegen - mal sehen, was er uns bietet.

Zur Innenillustration:
Michael Wittmann gönnt uns einen gar seltsamen Anblick.
Ein Stadt mit Maschinen im Vordergrund? Sieht so aus - im ersten Moment dachte ich spontan an die Posbis. Zu denen würde das "Kuddelmuddel" am ehsten passen.
Aber ich vermute mal, das es sich hierr um die Oberfläche des besagten Mondes handelt, auf denen die Akonen ihr Requiem anstimmen (ein Industriemond?).
Das Objekt rechts oben im Bild ist anscheinend Michaels Interpretation einer Kolonnenfähre.
Da hat Alfred Kelsner aber die Beschreibung genauer umgesetzt als Michael.
Es ist aber auch manchmal schwer, solche beschriebenen Raumschiffe zu zeichnen.
Wenn ich nur an die Beschreibung des Kolonnenforts denke, da hat mir auch erst der Perry Rhodan-Report der vergangenen Woche Erleuchtung gebracht, wie sich Rainer Castor das genau vorgestellt hat ;-).
Zurück zur Innenillu ... kann natürlich auch sein, dass ich Michael unrecht tue und er etwas ganz anderes darstellen will. Die Stadt oder die Industrieanlage ist mir etwas zu konfus geraten, aber wie gesagt, es ist schwer, so etwas darzustellen.

Kleiner Hinweis in eigener Sache:
Auf der LKS dieses Heftes ist eine Zeichnung aus meiner Feder veröffentlicht. Sie zeigt die stellare Majestät "Zephyda", eine Motana, und einen bionischen Kreuzer. Ein Motiv aus dem vergangenen "Sternenozean" - Zyklus.:


[Ergänzungen E-Man]

Cover:
Nur ein A.K. kann den nackten schwarzen Metallscheiben einer Kolonnenfähre noch Farbe und das Majestätische herauslocken. Optisch ein absolut undankbares Objekt. Ich fürchte nur, es wird uns die nächsten 3 Jahre noch öfter vor den Augen quer liegen.

Illu:
Ein Beispiel, wie man in Schrottgewirr Harmonie und Vielfalt bringen kann.


Handlungsrezension (Erich "E-Man Wall-1" Wallner)

Der gnadenlose Stolz der Akonen trägt vielleicht dazu mit bei, dass alle Raumflugobjekte abgedrängt werden.
Im havarierten Wrack sollte in erster Linie das Überleben stehen. Doch neben Selbsttötungen ist immer noch der Gedanke an Widerstand der einzig beständige.
Fast verständlich, dass TRAITOR bei der anlaufenden Ressourcenverwertung nicht mehr auf Einzelleben achtet. Wäre auch schwierig, bei der Verweigerung von Arrangements oder Kontakten für Verhaltensschulung.
Schutz für ein Schlupfloch der geistigen Elite Akons in einem Mondbunker stünde ohnehin nicht zur Debatte. Also fehlt es an der Bereitschaft, die Direktiven der Besatzer im Alltag zu integrieren. Unfähigkeit zur Zusammenarbeit in Notzeiten wird hier erstmals sichtbar.

Nach 50 kleinen Schritten, Vorteile gegen die Terminale Kolonne zu ergattern, ist dies der zweite Band, in dem wir erleben, wie es anhand des Studienobjekts Drorah nur abwärts geht.
Es ist nicht etwa Ideenlosigkeit des Autors, wenn die Hoffnungslosigkeit der Betroffenen sich offenbart. Klar ist jedem Leser die deprimierende Situation bewusst. Nur – ist das länger durchzuhalten, sich in diese Lage versetzt zu sehen?

Für die Akonen ist es ein weiteres Unglück, als ihr Mond mit einem Lichtblitz entschwindet. Wäre er in reine Energie umgewandelt worden, so wird nicht ersichtlich, wie die Kolonne diese verarbeiten und nutzen sollte.
Wenn man so große Himmelskörper entfernt, ist die Astromechanik beeinträchtigt. Somit wäre die Aufgabe eines Obelisken die Stabilisierung solcher Eingriffe. Es gibt aber keine Anzeichen, dass dies auf herkömmliche Statik in Raumingenieurskunst basiert.
Der Ausprägung technischer Erscheinungen um die TRAITOR-Grundstruktur nach gehe ich davon aus, dass nur eine Verschiebung des Systems in die Nähe eines Paralleluniversums die wirkungsfreie Entnahme von Planeten zulässt.
Das wäre eine nahe Verwandtschaft zum früheren ATG-Schirm um das Solsystem.
Eine Effizienz, die der TERRANOVA-Schirm eben noch nicht vorweist.
Das Geschehen wäre überhaupt nicht spektakulär, nur dass wir inzwischen das Ziel der TRAITOR-Maßnahmen kennen.
Allerdings steigert sich das Misstrauen gegen die neuen Gäste, die Mächtigen aus fernen Regionen, Miterbauer der Kolonne.


Letztes Update dieser Seite am 23.10.2006