Bild-Rezension (Andy
"Lumpazie" Schmid)
So wie in der Handlung der Serie die Invasion des
Akonsystems fortgeführt wird, so konsequent setzt sie Alfred Kelsner
in seinen Bildern um. Diesmal sehen wir eine Kolonnenfähre, welche
über Drorah ihre Traitanksflotte absetzt.
Nimmt man alle drei Titelbilder der Akon-Thematik her und vergleicht
sie, ergibt es folgende Reihenfolge:
- Nr.
2353 (Kolonnenfähre über Drorah),
- Nr.
2324 (Traitanks im Orbit von Sphinx (Drorah)),
- Nr.
2352 (Traitranks im Anflug auf eine akonische Stadt).
Prinzipell eine originelle Idee - eine andere Art
von "zusammenhängenden" Titelbildern.
Für den nächsten Roman wünsche ich mir nun aber mal ein
anderes Motiv. Immer nur Raumschiffe (dieselben noch dazu), da wäre
ein echter Außerirdischer auf dem Titelbild recht.
Der Titel steht ja schon fest - der Kolonnen-Geometer. Durch die Innenillustion
von Heft 2352 wissen wir ja, das sich hinter diesem Begriff insektoide
Lebewesen verbergen - das käme Alfred Kelsner doch entgegen - mal
sehen, was er uns bietet.
Zur Innenillustration:
Michael Wittmann gönnt uns einen gar seltsamen Anblick.
Ein Stadt mit Maschinen im Vordergrund? Sieht so aus - im ersten Moment
dachte ich spontan an die Posbis. Zu denen würde das "Kuddelmuddel"
am ehsten passen.
Aber ich vermute mal, das es sich hierr um die Oberfläche des besagten
Mondes handelt, auf denen die Akonen ihr Requiem anstimmen (ein Industriemond?).
Das Objekt rechts oben im Bild ist anscheinend Michaels Interpretation
einer Kolonnenfähre.
Da hat Alfred Kelsner aber die Beschreibung genauer umgesetzt als Michael.
Es ist aber auch manchmal schwer, solche beschriebenen Raumschiffe zu
zeichnen.
Wenn ich nur an die Beschreibung des Kolonnenforts denke, da hat mir
auch erst der Perry Rhodan-Report der vergangenen Woche Erleuchtung
gebracht, wie sich Rainer Castor das genau vorgestellt hat ;-).
Zurück zur Innenillu ... kann natürlich auch sein, dass ich
Michael unrecht tue und er etwas ganz anderes darstellen will. Die Stadt
oder die Industrieanlage ist mir etwas zu konfus geraten, aber wie gesagt,
es ist schwer, so etwas darzustellen.
Kleiner Hinweis in eigener Sache:
Auf der LKS dieses Heftes ist eine Zeichnung aus meiner Feder veröffentlicht.
Sie zeigt die stellare Majestät "Zephyda", eine Motana,
und einen bionischen Kreuzer. Ein Motiv aus dem vergangenen "Sternenozean"
- Zyklus.:
[Ergänzungen E-Man]
Cover:
Nur ein A.K. kann den nackten schwarzen Metallscheiben einer Kolonnenfähre
noch Farbe und das Majestätische herauslocken. Optisch ein absolut
undankbares Objekt. Ich fürchte nur, es wird uns die nächsten
3 Jahre noch öfter vor den Augen quer liegen.
Illu:
Ein Beispiel, wie man in Schrottgewirr Harmonie und Vielfalt bringen
kann.
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Handlungsrezension
(Erich "E-Man Wall-1" Wallner)
Der gnadenlose Stolz der Akonen trägt vielleicht
dazu mit bei, dass alle Raumflugobjekte abgedrängt werden.
Im havarierten Wrack sollte in erster Linie das Überleben stehen.
Doch neben Selbsttötungen ist immer noch der Gedanke an Widerstand
der einzig beständige.
Fast verständlich, dass TRAITOR bei der anlaufenden Ressourcenverwertung
nicht mehr auf Einzelleben achtet. Wäre auch schwierig, bei der
Verweigerung von Arrangements oder Kontakten für Verhaltensschulung.
Schutz für ein Schlupfloch der geistigen Elite Akons in einem Mondbunker
stünde ohnehin nicht zur Debatte. Also fehlt es an der Bereitschaft,
die Direktiven der Besatzer im Alltag zu integrieren. Unfähigkeit
zur Zusammenarbeit in Notzeiten wird hier erstmals sichtbar.
Nach 50 kleinen Schritten, Vorteile gegen die Terminale Kolonne zu ergattern,
ist dies der zweite Band, in dem wir erleben, wie es anhand des Studienobjekts
Drorah nur abwärts geht.
Es ist nicht etwa Ideenlosigkeit des Autors, wenn die Hoffnungslosigkeit
der Betroffenen sich offenbart. Klar ist jedem Leser die deprimierende
Situation bewusst. Nur – ist das länger durchzuhalten, sich
in diese Lage versetzt zu sehen?
Für die Akonen ist es ein weiteres Unglück, als ihr Mond mit
einem Lichtblitz entschwindet. Wäre er in reine Energie umgewandelt
worden, so wird nicht ersichtlich, wie die Kolonne diese verarbeiten
und nutzen sollte.
Wenn man so große Himmelskörper entfernt, ist die Astromechanik
beeinträchtigt. Somit wäre die Aufgabe eines Obelisken die
Stabilisierung solcher Eingriffe. Es gibt aber keine Anzeichen, dass
dies auf herkömmliche Statik in Raumingenieurskunst basiert.
Der Ausprägung technischer Erscheinungen um die TRAITOR-Grundstruktur
nach gehe ich davon aus, dass nur eine Verschiebung des Systems in die
Nähe eines Paralleluniversums die wirkungsfreie Entnahme von Planeten
zulässt.
Das wäre eine nahe Verwandtschaft zum früheren ATG-Schirm
um das Solsystem.
Eine Effizienz, die der TERRANOVA-Schirm eben noch nicht vorweist.
Das Geschehen wäre überhaupt nicht spektakulär, nur dass
wir inzwischen das Ziel der TRAITOR-Maßnahmen kennen.
Allerdings steigert sich das Misstrauen gegen die neuen Gäste,
die Mächtigen aus fernen Regionen, Miterbauer der Kolonne.
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