Bild-Rezension (Andy
"Lumpazie" Schmid)
Nein, Alfred Kelsner tut mir den gewünschten
Gefallen nicht und bietet uns auch diese Woche "nur" ein übliches
Weltraummotiv mit Raumschiffen.
Gut, wenigstens keine Traitanks, aber eine typische Kelsnerzeichnung.
Schroffe Asteroiden, dazwischen die halbkugelförmigen Raumschiffe
der Kolonnengeometer.
Sind die Felsbrocken Reste des Mondes aus dem Vorgängerromans?
Die Raumschiffe erinnern stark an überdimensionale Helme ;-)
Ein düsteres Rot im Hintergrund sorgt für Untergangsstimmung.
An sich ein sehr schönes Bild - doch ich möchte nächste
Woche bitte mal wieder etwas Lebendiges auf dem Cover sehen!
Ahhhh, dafür tut mir Michael Wittmann den Gefallen und präsentiert
uns die Hauptperson des Romans: den Kolonnen-Geometer Jaghiro Ackan.
Premiere hatten diese Wesen ja schon in der Innenillustration
von Perry Rhodan Heft Nr. 2352 - dort aber nur als kleine Abbildung.
Diesmal gönnt uns Michael eine richtige Studie dieser Insektenwesen.
Zwangsweise erinnert mich die Abbildung nun wieder an den Film "Die
Fliege" ;-)
Eine sehr gelungene Wittmann-Ilustration!
[Ergänzungen E-Man]
Cover:
Schroffes Asteroidengestein, in dem sich Curlingpfannen mit Kammwulst
verbergen. Frontfenster und rote Positionslichter am Sockelwulst geben
ihnen einen listigen Blick. Simples Formdesign bekommt hier mehr Charakter,
als man für möglich hält.
Illu:
Spinnenfuß und Krötenbein innerhalb eines beeindruckenden
Maschinenarrangements. Warum nur ist der Ausdruck des Wesens so gnomenhaft
niedlich?
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Handlungsrezension
(Erich "E-Man Wall-1" Wallner)
Bislang begegneten wir den Kolonnenvölkern nur
aus distanzierter Sicht von außerhalb.
Mit Ausnahme vielleicht der Effremi wird man hier erstmals in die Mentalität
am Beispiel der Oahm’Cara hineinversetzt.
Erneut die Verführbarkeit eines Volkes mit besonderen Eigenschaften
durch Kolonnenpropaganda. Vielleicht ist ein Regelwerk zwischen Kosmokraten
und Chaotarchen tatsächlich so vorgesehen, dass nach einem Versuch
des Dritten Weges, also Pilzdomseuche, der betroffene Sektor für
die „gute Seite“ als abgetreten gilt.
Während die Kosmokratenposten überbesetzt sind und die Bildung
neuer Geistwesen unterbunden wird, will die Nega-Seite nur absichern
gegen die ordnenden Kräfte, und fördert den Kannibalismus
des körperlosen Lebens.
Die Schulung der Geometer ist die übliche Talentförderung,
Formung unter Bedingungen einer insektoiden Lebensform mit einer Brütermutter.
Nach Generationen der Bereithaltung ohne Aufgabe, ist das jetzt mit
viel Aufregung verbunden. Schließlich steht das Eintreffen im
neuen Aktionsgebiet bevor.
Der besonders ausgeprägte Orientierungssinn macht sie zur idealen
Hilfskraft für die Positionierung der Marksteine eines Obelisken.
In einem Asteroidenfeld mit einer Hyperraumverwerfung aktivieren sie
ihren Parasinn.
Damit wird klar, dass sie ein Gegenstück zu den Charoni im Strukturgestöber
bilden.
Dieses Rückzugsgebiet ist somit nicht mehr sicher, wenn die Kapazitäten
für die Fertiginstallation der Obelisken nicht mehr gebraucht werden.
Noch dazu stehen Oahm’Cara unter strenger Geburtenregelung, denn
ein Ansteigen der gemeinsamen Parakraft würde sogar die Kolonne
gefährden.
Der Schulungsbeste sieht sich ständigen Attacken dieses Jahrganges
ausgesetzt.
Nach einem Sabotageakt besteht für Jaghiro Ackan die Gefahr einer
Gedächtnislöschung.
Doch alle Aktionen, die gegen die Effektivität der Geometer gerichtet
sind, bleiben für Arfyss E’lhacc, mit der besonderen Herkunft,
ohne Konsequenzen.
Verdächtig sollte allerdings sein, dass dessen Daten von der Auskunftei
blockiert sind.
Als der strahlende Held dieses Kadettenabenteuers tot im Weltall schwebt,
keimt der Verdacht weiter, dass es nicht nur um bloße Eifersucht
geht.
Vielmehr werden wir wohl dem Geheimen Widerstand im Hintergrund der
Chaos-Armada schrittweise zugeführt.
Aber sind denn nicht die Bösen unter den Negativen die wahren Meister
des Chaos?
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