Band 2355:
"Die Ressourcen-Welt"

Zyklus: TERRANOVA
Erscheinungsdatum: 06.10.2006
offizielle Romanvorstellung auf der Perry-Rhodan-Website

Autor: Arndt Ellmer
Titelbild: Alfred Kelsner
Illustration: Michael Wittmann

Kommentar: Beispiel ZENTAPHER (1)
Extra: Risszeichnung -
Terranische Kleinst-Space-Jet 1344 NGZ
von Christoph Anczykowski

Rezension:
Bild
(Andy Schmid)
Text (Erich Wallner

Tibi - Perry Rhodan-Band 2355

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Bild-Rezension (Andy "Lumpazie" Schmid)

Und weiter geht der Trip durchs Weltall - seufz - dieselben Felsbrocken, eine sehr schöne MASCHINE der Anin An, diffuser Nebel im Hintergrund.
Alfred Kelsner entführt uns in das Proto-Kabinett, welches die Kolonnen-Geometer aus dem Mond Xölyar gebastelt haben.
Eine routinierte, sehr schöne Arbeit, da macht man Kelsner nichts vor.
Doch eigentlich sieht man nicht wirklich etwas Neues, abgesehen vom anderem Hintergrund und dem unterschiedlichen Raumschifftyp, hat man eigentlich dasselbe Bild wie in der letzten Woche. Dabei gäbe der Roman doch genug spannende Szenen her - z.B. den Kampf zwischen Jaghiro Ackan und Arfyss El´lhacc.
Aber Alfred bevorzugt es lieber kosmisch.........

Ganz anders dagegen Micheal Wittmann - dieser überzeugt mich auch diesmal voll mit seiner Innenillustration. Erst mal muss ich mich bei Michael entschuldigen!
Vor zwei Wochen hatte ich noch gemeckert, das Michael in der Innenillustration des Perry Rhodan-Hefts 2353 den Traitender zu ungenau umgesetzt hat.
Hahhh, weit gefehlt, das war gar nicht seine Absicht.
Michael hat nämlich eine MASCHINE der Anin-An über dem Mond Xölyar dargestellt und nicht das Mutterschiff der Tritanks, so wie das Alfred Kelsner auf seinem Titelbild getan hat.
Autsch - tausendmal sorry, die MASCHINE hätte ich eigentlich erkennen müssen (fan sollte wirklich erst den Roman lesen und dann die Rezi schreiben ;-).

Bei der aktuellen Innenillustration greift Michael auf ein bekanntes Motiv zurück, welches wir in ähnlicher Form schon aus dem Perry Rhodan-Heft 2317 kennen:
Den Obelisken von Traitor.
Doch während er das erste Mal keine wirklich überzeugende Arbeit lieferte, schafft er das diesmal mit Bravour. Der Akone im Vordergrund hebt wütend einen Stein, dahinter der Obelisk, eine wütende Meute und die Stadt der Akonen. Am Boden wirbelt der Nebel auf, welcher gleich alles verschlingen wird.
Ein Bild mit düsterer Atmosphäre, welches genau so im Roman beschrieben wird. Klasse umgesetzt - sehr gut!!!

Hinweis in eigener Sache - auf der LKS dieses Romans findet fan wieder eine Zeichnung von mir!
Sie zeigt einen Gurrad, der eine außerirdische Viehherde hütet (die Tiere stammen aus dem Film STARSHIPTROOPERS); begleitet wird er von einer Terranerin.


Premiere hatten diese Wesen ja schon in der Innenillustration von Perry Rhodan Heft Nr. 2352 - dort aber nur als kleine Abbildung.
Diesmal gönnt uns Michael eine richtige Studie dieser Insektenwesen. Zwangsweise erinnert mich die Abbildung nun wieder an den Film "Die Fliege" ;-)
Eine sehr gelungene Wittmann-Ilustration!


Handlungsrezension (Erich "E-Man Wall-1" Wallner)

Natürlich war klar, wenn der frisch aufgebaute Hauptheld eines Doppelbandes im ersten Heft stirbt, wird er im zweiten Teil wiederbelebt weitermachen. Da sich nunmehr bereits der 5. Band um die Herzwelt der Akonen dreht, lässt es Abenteuer um Arkon in weite Ferne rücken. Was ich soweit nicht schlecht finde. Bedauerlich nur, dass aus dem gleichen Grund Haluter für längere Zeit ganz unerreichbar sein werden.
Dafür erleben wir hier ausführlich, wie ein Serienstiefkind für immer ausgelöscht wird.
Um es samt lebendem und mobilem Inventar in Kavernen zu stecken, beginnen die Geometer mit der Parzellierung. Wundern würde mich, sollte die kleine Gruppe von akonischen Quertreibern noch ihr Ei des Kolumbus finden. Erstrangig wäre das ein Mittel, die Obelisken an ihrer Arbeit zu hindern. Das emsige Team stößt sogar auf einen vergessenen Uraltbunker. Der Sinn, ihr nutzloses Treiben zu begleiten, liegt wohl mehr darin, die Vorgänge um den Obelisken und die neue Arbeit der Marksteine zu beschreiben.
Nebelähnliche Polster, die Übergänge der Verankerungen in andere Dimensionen, erinnern auffällig an die Faktordampfbarrieren. Was Arndt Ellmer dann sogar selber so vergleicht.
Das Antlitz dieser Welt verändert sich rapide.
Der Bevölkerung nützt es nichts, in die Berge zu flüchten. Die Miniaturisierung läuft nicht gefahrlos ab, chaotisch eben. Als würde man einen gedeckten Tisch ins Tischtuch einpacken. Unermesslicher Schaden wird da angerichtet. Eine Rückführung der zerstörten Welten wird weniger möglich sein als Dantyrens Rettung.
Abenteuer in der heimatlichen Milchstraße können künftig nur trostlos ausfallen. Was soll sich in einer Trümmerwüste noch Bewundernswertes finden lassen?
Immer noch wird die Anreise der Jung-Geometer beschrieben, während Drorah sein Armageddon bald hinter sich hat.

Arndt Ellmer verbreitet eine Fülle von Eindrücken. Mag auch das sinnlose Agieren der „letzten“ Akonen enttäuschen, liegt hier doch ein Highlight an Fülle hyperphysikalisch technischer Wunder vor. Sowohl akonischer Terror wie Sabotage des Schwarzen Schafes der Geometer könnten den Vorgang so schwer stören, dass auch die Kuchenstücke Drorahs ausgelöscht werden. Doch der aufmerksame Held sichert den Umwandlungsprozess. Dem Widersacher ist inzwischen Bestleistung wieder wichtiger als alles andere. Ihre Reibereien waren wohl nur Irreführung?
Aufklärung im Geometerproblem erfahren wir erst, als der Kontrahent ausgeschaltet ist. Er war nur Reservehaltung, sollte die domestizierte Form ihres Volkes keinen kompetenten Führer hervorbringen. Ebenso werden die anderen „Waisen“ abgezogen, nachdem das gemeinsame Objekt der Begierde künftige Stammesmutter wird.



Letztes Update dieser Seite am 30.12.2006