Bild-Rezension (Andy
"Lumpazie" Schmid)
Und weiter geht der Trip durchs Weltall - seufz -
dieselben Felsbrocken, eine sehr schöne MASCHINE der Anin An, diffuser
Nebel im Hintergrund.
Alfred Kelsner entführt uns in das Proto-Kabinett, welches die
Kolonnen-Geometer aus dem Mond Xölyar gebastelt haben.
Eine routinierte, sehr schöne Arbeit, da macht man Kelsner nichts
vor.
Doch eigentlich sieht man nicht wirklich etwas Neues, abgesehen vom
anderem Hintergrund und dem unterschiedlichen Raumschifftyp, hat man
eigentlich dasselbe Bild wie in der letzten Woche. Dabei gäbe der
Roman doch genug spannende Szenen her - z.B. den Kampf zwischen Jaghiro
Ackan und Arfyss El´lhacc.
Aber Alfred bevorzugt es lieber kosmisch.........
Ganz anders dagegen Micheal Wittmann - dieser überzeugt mich auch
diesmal voll mit seiner Innenillustration.
Erst mal muss ich mich bei Michael entschuldigen!
Vor zwei Wochen hatte ich noch gemeckert, das Michael in der Innenillustration
des Perry Rhodan-Hefts 2353 den Traitender zu ungenau umgesetzt hat.
Hahhh, weit gefehlt, das war gar nicht seine Absicht.
Michael hat nämlich eine MASCHINE der Anin-An über dem Mond
Xölyar dargestellt und nicht das Mutterschiff der Tritanks, so
wie das Alfred Kelsner auf seinem Titelbild getan hat.
Autsch - tausendmal sorry, die MASCHINE hätte ich eigentlich erkennen
müssen (fan sollte wirklich erst den Roman lesen und dann die Rezi
schreiben ;-).
Bei der aktuellen Innenillustration greift Michael auf ein bekanntes
Motiv zurück, welches wir in ähnlicher Form schon aus dem
Perry Rhodan-Heft 2317 kennen:
Den Obelisken von Traitor.
Doch während er das erste Mal keine wirklich überzeugende
Arbeit lieferte, schafft er das diesmal mit Bravour. Der Akone im Vordergrund
hebt wütend einen Stein, dahinter der Obelisk, eine wütende
Meute und die Stadt der Akonen. Am Boden wirbelt der Nebel auf, welcher
gleich alles verschlingen wird.
Ein Bild mit düsterer Atmosphäre, welches genau so im Roman
beschrieben wird. Klasse umgesetzt - sehr gut!!!
Hinweis in eigener Sache - auf der LKS dieses Romans findet fan wieder
eine Zeichnung von mir!
Sie zeigt einen Gurrad, der eine außerirdische Viehherde hütet
(die Tiere stammen aus dem Film STARSHIPTROOPERS); begleitet wird er
von einer Terranerin.
Premiere hatten diese Wesen ja schon in der Innenillustration
von Perry Rhodan Heft Nr. 2352 - dort aber nur als kleine Abbildung.
Diesmal gönnt uns Michael eine richtige Studie dieser Insektenwesen.
Zwangsweise erinnert mich die Abbildung nun wieder an den Film "Die
Fliege" ;-)
Eine sehr gelungene Wittmann-Ilustration!
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Handlungsrezension
(Erich "E-Man Wall-1" Wallner)
Natürlich war klar, wenn der frisch aufgebaute
Hauptheld eines Doppelbandes im ersten Heft stirbt, wird er im zweiten
Teil wiederbelebt weitermachen. Da sich nunmehr bereits der 5. Band
um die Herzwelt der Akonen dreht, lässt es Abenteuer um Arkon in
weite Ferne rücken. Was ich soweit nicht schlecht finde. Bedauerlich
nur, dass aus dem gleichen Grund Haluter für längere Zeit
ganz unerreichbar sein werden.
Dafür erleben wir hier ausführlich, wie ein Serienstiefkind
für immer ausgelöscht wird.
Um es samt lebendem und mobilem Inventar in Kavernen zu stecken, beginnen
die Geometer mit der Parzellierung. Wundern würde mich, sollte
die kleine Gruppe von akonischen Quertreibern noch ihr Ei des Kolumbus
finden. Erstrangig wäre das ein Mittel, die Obelisken an ihrer
Arbeit zu hindern. Das emsige Team stößt sogar auf einen
vergessenen Uraltbunker. Der Sinn, ihr nutzloses Treiben zu begleiten,
liegt wohl mehr darin, die Vorgänge um den Obelisken und die neue
Arbeit der Marksteine zu beschreiben.
Nebelähnliche Polster, die Übergänge der Verankerungen
in andere Dimensionen, erinnern auffällig an die Faktordampfbarrieren.
Was Arndt Ellmer dann sogar selber so vergleicht.
Das Antlitz dieser Welt verändert sich rapide.
Der Bevölkerung nützt es nichts, in die Berge zu flüchten.
Die Miniaturisierung läuft nicht gefahrlos ab, chaotisch eben.
Als würde man einen gedeckten Tisch ins Tischtuch einpacken. Unermesslicher
Schaden wird da angerichtet. Eine Rückführung der zerstörten
Welten wird weniger möglich sein als Dantyrens Rettung.
Abenteuer in der heimatlichen Milchstraße können künftig
nur trostlos ausfallen. Was soll sich in einer Trümmerwüste
noch Bewundernswertes finden lassen?
Immer noch wird die Anreise der Jung-Geometer beschrieben, während
Drorah sein Armageddon bald hinter sich hat.
Arndt Ellmer verbreitet eine Fülle von Eindrücken. Mag auch
das sinnlose Agieren der „letzten“ Akonen enttäuschen,
liegt hier doch ein Highlight an Fülle hyperphysikalisch technischer
Wunder vor. Sowohl akonischer Terror wie Sabotage des Schwarzen Schafes
der Geometer könnten den Vorgang so schwer stören, dass auch
die Kuchenstücke Drorahs ausgelöscht werden. Doch der aufmerksame
Held sichert den Umwandlungsprozess. Dem Widersacher ist inzwischen
Bestleistung wieder wichtiger als alles andere. Ihre Reibereien waren
wohl nur Irreführung?
Aufklärung im Geometerproblem erfahren wir erst, als der Kontrahent
ausgeschaltet ist. Er war nur Reservehaltung, sollte die domestizierte
Form ihres Volkes keinen kompetenten Führer hervorbringen. Ebenso
werden die anderen „Waisen“ abgezogen, nachdem das gemeinsame
Objekt der Begierde künftige Stammesmutter wird.
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