Band 2367:
"Rekruten des Chaos"

Zyklus: TERRANOVA
Erscheinungsdatum: 29.12.2006
offizielle Romanvorstellung auf der Perry-Rhodan-Website

Autor: Arndt Ellmer
Titelbild: Dirk Schulz
Illustration: Michael Wittmann

Kommentar: Lemur und Lemurer
Extra: Risszeichnung - Raumschiff der Haluter von Tobias Marecek

Rezension:
Bild
(Andy Schmid)
Text (Erich Wallner

Tibi - Perry Rhodan-Band 2367

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Bild-Rezension (Andy "Lumpazie" Schmid)

Blau gehts weiter mit Dirk Schulz - zum Jahreswechsel werden uns blaue Tonnen präsentiert. So ungefähr habe ich mir die Maschinen der Kelosker vorgestellt. Wer weiß, ob es nicht sogar in diese Richtung geht.
Nach der Lektüre des letzten Romans und dem Logbuch von Klaus N. Frick könnte fan das meinen.
Die beiden Gebilde könnten aber auch walzenförmige Raumschiffe gefangen im Kristallgitter sein - allerdings sieht das eher wie Nebelschwaden aus.
Lassen wir uns überraschen.

[Ergänzung E-Man: Die zwei Öltonnen haben etwas von Fördertürmen. Vielleicht frühgeschichtliche Kolonnentechnik. Nur, wie kommen Lemurer dazu? Sehr blau, sehr sparsam. Feine Details signalisieren Größe, Lichteffekte verschaffen mehr Realismus als Kelsner. Trotz besserer Präsenz fällt es jedoch profaner aus als Monumentalarbeiten von Kelsner. Auch wenn D. Schulz eher der Mann für Personendarstellung ist, sind solche Vergleichsarbeiten hochinteressant für die Einschätzung unterschiedlicher Stile der Künstler.]

Die Innenillustration gefällt mir gar nicht. Vermutlich soll hier der Konvergente Denker und seine Inkarnation Kirkazon dargestellt werden.
Mmmmhh, schön, dass Michael sich diesem seltsamen Wesen aus Kristall und Insekt annimmt, aber die Umsetzung gefällt mir gar nicht. Wenn ich da an den Kolonnengeometer denke, der war viel genialer gezeichnet als diese überdimensionale Stechmücke. Außerdem stellte ich mir die Insektenprojektionen eher wie Gottesanbeterinnen vor.
Das Kristallgitter, die "Wattebäusche" und die seltsamen Kugeln im Hintergrund - nein, die gesamte Komposition des Bildes gefällt mir überhaupt nicht. Schade - eigentlich ein gut gewähltes Motiv - aber die Ausführung findet diesmal nicht meine Zustimmung.
Schauen wir mal, was Michael uns nächstes Jahr alles bietet!


Handlungsrezension (Erich "E-Man Wall-1" Wallner)

Der liebe Arndt Ellmer legt die zweite Hälfte eines Doppelbandes vor, der mit fast unheimlicher Spannung erwartet wird.
Wer oder was ist der Konvergente Denker, und wie kommt Atlan aus dieser Falle? Das sind die großen Fragen.
Der Titel lässt eine weitere Chronik, wie die der "Gefallenen Mächtigen" erwarten. So etwas fällt meist sehr episch aus, wird dann doch immer sehr komprimiert, wenn es in den allgemeinen Ablauf eingequetscht wird.

Atlan hockt in einer hermetischen Mausefalle. Doch wir erfahren die Lebensgeschichte seines Bevormunders.
Dieser ist übrigens von Angst vor den Kosmokraten getrieben. Kirkazon ist das mobile Sprachrohr vom Former von Haardh. Als junge Superintelligenz innerhalb der Mächtigkeitsballung der Kaiserin von Therm standen sie miteinander in sympathischem Bezug.
Ein Comp, mit der Kristallstruktur der Kaiserin, sorgt für Botengänge.
Bei der Entführung durch eine Chaos-Kolonne wird er gleichfalls mitgenommen. Dazu auch die Heimatwelt des Formers, die später halbiert wird. Ohne dass bei dieser Gelegenheit die Bedeutung einer solchen Maßnahme, wieso eine Superintelligenz einen solchen Hort braucht, aufgeklärt würde. Die Möglichkeit, sich in eine Hyperraumnische zu entziehen, wird unterbunden.
In geduldiger Kleinarbeit verschmelzen beide Wesen, Bewusstseinsinhalte eines Volkes und Ableger der Kaiserin, zu einer Einheit.

Nach Jahrtausenden Missbrauch für schreckliche Taten, mit anschließender Gedächtnislöschung, sammelt der geformte Former neue Kräfte an, mit derer zum einen wieder Hyperraumnischen besuchen kann, aber auch die Mauer des Vergessens durchbricht.
Auf seiner jetzt gelingenden Flucht wird er sowohl von Chaotarchen, die ihn wiederhaben wollen, und Kosmokraten, die ihn bestrafen (vernichten) wollen, gejagt.
So ist in etwa verständlich, wieso er Atlans Bitte zur Unterstützung nicht nachkommt.
Die neuen Informationen zur aktuellen kosmischen Lage überzeugen den Former dann doch zur Aufgabe der Falle, die ja eigentlich nur Sammelbecken für im Hyperraum Verunglückte war.

Im Vorgriff auf Sonderschaltung Tanta:
Wenn eine ganze Reihe von Sonnentransmittern in Dunkelwolken versteckt wird und dort in zwei Stationen hintereinander höhere Wesen in ihrem Asyl anzutreffen waren, sollte man hier erwarten, dass auch bei anderen Anlagen abtrünnige oder indifferente Wesen, Schutz vor Vereinnahme durch Kosmokraten oder Chaotarchen, Verstecke suchten.
Freigeister des Dritten Weges im kosmischen Dunkel. Im Nichts wären sie zu leicht zu lokalisieren.

Die Vorbereitung für die Rettungsaktion für die Vermissten nimmt viel Raum ein.
Trotz des Druckes, dem man sich hier ausgesetzt sieht, sollte man doch einen anderen Weg finden, als ein zweites Team in die Mausefalle werfen.


Letztes Update dieser Seite am 05.02.2007