Band 2368:
"Sonderschaltung Tanta"

Zyklus: TERRANOVA
Erscheinungsdatum: 05.01.2007
offizielle Romanvorstellung auf der Perry-Rhodan-Website

Autor: Rainer Castor
Titelbild: Swen Papenbrock
Illustration: Swen Papenbrock

Kommentar: Sonnentransmitter (1)
Extra: Report

Rezension:
Bild
(Andy Schmid)
Text (Erich Wallner

Tibi - Perry Rhodan-Band 2368

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Bild-Rezension (Andy "Lumpazie" Schmid)

Die nächste Staffel von Swen Papenbrock beginnt mit einem nostalgischen Rückblick in die Zeiten der MDI. Der Leser bekommt 5 Steuerpyramiden auf einer Planetenoberfläche zu sehen, mit einem sehr schönen Blick in das Materialisationsfeld eines Sonnentransmitters.
Wer denkt da nicht an Kahalo, das Sonnensechseck im Zentrum der Milchstraße, die MDI usw.
Für so ein Motiv ist Swen Papenbrock der richtige Mann!
Trotzdem wirkt das Titelbild sehr statisch - die Planetenoberfläche stammt von einem realen Bild, auf das die roten Pyramiden draufkopiert wurden. Diese sehen seltsam schief aus, als ob von der linken Seite starker Wind weht und zur Seite drücken.
Dass es sich bei dem Nebel über den Pyramiden um den dazugehörigen Sonnentransmitter handelt, sieht man erst auf dem zweiten Blick, denn der "Perry Rhodan"-Schriftzug verdeckt zwei der dazugehörigen Sonnen etwas.
Das Bild kommt mir etwas "dahingeschludert" vor. Stand Swen unter Zeitdruck?

Die Innenillustration zeigt einen üblichen Kugelraumer der Swenschen Prägung: Die VASCO DA GAMA schwebt über die Oberfläche der Stahlwelt.
Wenn ich ehrlich bin, ein sehr langweiliges Motiv :-(. Da hätte Swen bestimmt mehr daraus machen können. So bleibt es "nur" eine weitere Kugelraumerstudie.

[Ergänzung E-Man: Spitzen von im Sand versunkenen Obelisken, die auf Cyno-Abenteuer hinweisen? Nein! - Aber auch nicht einfach ein Spiel mit Farben und geometrischen Mustern. - Wer sein Auge etwas bemüht, bemerkt dort die 5 Pyramiden, im Kreis stehend. Ungünstig wirkt sich zudem aus, dass die Kopfgestaltung der Heftreihe die Ausgewogenheit der Sonnenstandorte verdeckt. Der Ersteindruck jedoch bleibt: Öde und platt. Besser wäre, den Pyramidenkreis von oben darzustellen, begleitet von einem schroffen Gebirge, á la Bruck und Kelsner.]


Handlungsrezension (Erich "E-Man Wall-1" Wallner)

Zum Autor:

Auch wenn Rainer Castor als Techno-Background-Gestalter festes Team-Mitglied ist, darf man ihn nach seiner langen Pause als Heft-Autor getrost als "Gast-Autor" einstufen. Ohnehin in den Fußstapfen des einen der beiden Serien-Gründe ... vielleicht weniger das schöpferische Genie, aber einen gleichwertigen Enthusiasmus für Raumfahrts-Gigantomanie ... kopiert Castor regelrecht die individuelle Entwicklung des späten Kanonen-Herbert, der auch für lebendigere Schilderungen Können entwickelte, mit der Fähigkeit zur Selbstironie.
So wie bei der Fernseh-Zeitschrift HÖR ZU im Jubiläumsjahr gerade ein wunderbares Revival des Maskottchens "Mecki" zu bewundern ist, werde ich von diesem Band überzeugt durch einen zur Hochform kommenden Epigonen.
Mit der Selbstironie klappt es noch nicht so.

Atlan pur, lemurische Sonnentechnik und K.H. Scheer-Styling als dreifache Nostalgie.
Von einem Altleser gern gesehen - wenn es die Ausnahme bleibt!

Bleibt Wunschdenken!
Ein Extraheft für Datensucher liegt hier vor, das eigentlich aus der Reihe ausgegliedert werden könnte, für Quellentextsucher und Querverweis-Freunde.
Bezüge zur Taschenbuch-Reihe LEMURIA, Aufwärmung der TRAVERSAN-Thematik, erneute Vorlage der Krish'uns, das längst vergessene Kahalo als Ursprung des Begriffs der Tanta-Schaltung überfordern selbst jemanden wie mich, der die Gesamt-Serie kennt.
Man kann sich höchstens ein Bild von Atlans Belastung durch seinen minutiös speichernden Extrasinn machen: Wenn selbst aus dem Menschheitsgedächtnis verschwundene Urkulturen irre Popanze wieder tanzen lassen, nur weil man ihnen mit einer Zeitmaschine einmal über den Weg lief.

Der Frust mit Castors Lust am Wühlen im Unwesentlichen. So, als würde ein Hausmeister die Teile einer Heizung vom Keller bis unters Dach auf der Treppe auslegen. Dabei wollen wir nur wissen, ob die Verschollenen über das Steuernetz des Transmitterverbundes in ihrer Falle lokalisiert werden können.

Zu etwas anderem:
Wenn in einem Skythengrab eine Röhre im Lehmboden (!) gefunden wurde, die von Graubräubern vor 2000 Jahren gegraben wurde, sollte doch so eine von den Raumzeitingenieuren initiierte Station locker 50.000 Jahre überstehen können. Nur steht dem gegenüber, dass in der von Hyperstürmen gebeutelten Region ein Überstehen von 3 Jahren schon zum Bereich der Wunder gehört.



Letztes Update dieser Seite am 05.02.2007