Bild-Rezension (Andy
"Lumpazie" Schmid)
Große Erleichterung - das Titelbild dieser Woche
ist um einiges besser als das der vorangegangenen Woche. So gefällt
mir das schon eher - Swen Papenbrock experementierfreudig! Mit Darstellungen,
die so noch nicht zu sehen waren.
Die Expedition rund um Atlan erreicht das Nagigal-System - der Raumschiffverbund
rematerialisiert im Empfangsfeld des Sonnentransmitters. Swen stellt
die Materialisation als noch nicht vollendet dar!
Der Sternenhintergrund scheint bei dem Kugelraumer durch. Der Flottentender
POLARIS XX erscheint mir etwas klein, ich müsste aber nachschauen,
ob der wirklich im Roman größer beschrieben war. Einzig den
Kugelraumer hätte ich mir etwas detaillierter gewünscht. Schließlich
ist die EDMOND HALLEY ein Entdeckerschiff von 1800m Durchmesser. Dafür
ist die Oberfläche allzu glatt geraten. Aber vielleicht liegt das
ja auch an der noch unvollendeten Remateriallisation.
Auf jeden Fall stellt das Bild im Gegensatz zum vorangegangenen eine
Steigerung dar - war ja auch nicht schwer. Aber die Herkunft aus dem
Computer sieht man demn Bild allzu sehr an :-(
[Ergänzung E-Man: Wenn Kugelschiffe wie Christbaumschmuck
schimmern, mag das ja zur Karnevalsbuntheit passen. Auf den ersten Blick
hat S.P. zu seinem besonderen Können für wabernde Lichteffekte
wieder gefunden. Ein Transmitterdurchgang muss nicht wie ein Blick hinter
die Kulisse aus STARGATE sein. Protuberanzen und Energiebänder
sollten Teile der Objekte verdecken können. Wenn die Farbsprüher
aus farbtechnischen Gründen erst auf dunklem Hintergrund sichtbar
werden, denkt das Auge, es wären Spiegeleffekte davon. Die Rekonstruktion,
aus besserem Wissen, beschert mir Augenkrämpfe.]
Die Innenillustration
präsentiert den Haupthandlungsträger Aheun Arcalotz.
Huch, entdecke ich da etwas Ähnlichkeit mit mir? Swen wird doch
nicht ... Nein das täuscht nur.
Mit auf dem Bild ist der Robtrix Helferlein Einsacht verewigt. Zuerst
dachte ich, Aheun füttert den kleinen Roboter mit etwas. Doch hier
wird der Ring Aheuns analysiert.
Keine spektakulere Zeichnung - aber schön zum Anschauen. Gefällt
mir :-)
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Handlungsrezension
(Erich "E-Man Wall-1" Wallner)
Die 30.000 Jahre bewahrte Panik vor den Schwarzen
Bestien hat natürlich für die Erstbegegnung eine hohe Brisanz.
Durch diese alte Prophezeiung wird jeder Ankömmling zu diesem Feind
stilisiert. Keiner weiß mehr, wie die überhaupt aussahen.
So war es äußerst ungeschickt, die Haluter als Nachkommen
bloß zu stellen.
Der kleine dicke Mönch aus der Küche ist durch das Massaker
an den Anlagenwächtern, allerhöchsten Würdenträgern,
zum obersten Ordinal aufgestiegen. Als geborener Angsthase und aus Feigheit
vor der Verantwortung davon gelaufen, begibt er sich auf die Suche nach
seinen Wurzeln im Ghetto. Der Robotdiener, der übrigens auch seine
Mutter mit ihm als Kleinkind zum Quartier Lemurica führte, beschützt
ihn vor den unwägbaren Gefahren einer übervölkerten Welt.
Für den Kontakt zu Atlan steht deshalb nur die weltliche Regentschaft
zur Verfügung.
Doch wie weit wird sich die ewig dienende Maschinenintelligenz allen
getroffenen Beschlüssen beugen?
Es ergeben sich ganz andere Überraschungen.
Nachdem Aheun Arcalotz seine umnachtete Mutter in den Schlammhöhlen
auffand, erwuchs ihm der heiße Wunsch, die Lebensbedingungen für
die gesamte Bevölkerung anzuheben. Trotz seiner ewigen Ängste
hilft er den gefährlichen Weg zu den Subanlagen zu öffnen.
Formenergie eines unbekannten Volkes, das in Urzeiten wohl den Raphanen
beistand, erklärt auch die seltsamen Formen der Robotdiener. Haluter
werden als Helfer der Reformen in das Volk integriert. Und aus Omega
Centauri wird die Wohnwelt Kharmun überführt. Ohne dieses
Geschenk hätten alle Verbesserungsmaßnahmen nur spärlich
gegriffen.
Ob diese begeisternden Doppelbände allein auf den Mist von Michael
Marcus Thurner gewachsen sind, ist gar nicht so wichtig. Er hat bereits
seinem Namen einen grandiosen Ruf verschaffen.
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