Bild-Rezension (Andy
"Lumpazie" Schmid)
Diese Woche ein sehr schönes und gelungenes Portrait
des Roboters Aquinas - ein Bild ganz nach Dirks Geschmack.
Und mir gefällt es auch sehr gut, auch wenn die im Roman beschriebene
Abnutzung des Materials nicht ganz rüberkommt. Da der Roman aber
teils in der Vergangenheit spielt, könnte es ja auch die ursprüngliche
Form des Roboters sein.
Dirk hält den Hintergrund bewusst diffus, damit sich der Betrachter
voll und ganz auf die Hauptperson des Titelbildes konzentrieren kann.
Nach was Aquinas da gerade greift, was er vor hat, das bleibt im Verborgenen.
Das Gesicht erinnert mich stark an Horus aus der Serie Stargate (bzw.
den Kinofilm).
Nur schade, das der Roboter seinen bildlichen Auftritt schon in der
Innenillustration des letzten Heftes hatte.
Irgendwie viele Wiederholungen in letzter Zeit.
Einer der 7 gefallenen Mächtigen wäre mir auf dem Tibi lieber
gewesen, statt nur deren robotische Variante.
Als ob es Dirk Schulz geahnt hätte, zaubert er tatsächlich
einen leibhaftigen Gyshanian als Innenillustration
hervor. Zwar keinen der sieben Mächtigen, aber immerhin zwei Raumsoldaten
aus diesem Volk. Dabei wird doch im Roman geschrieben, das Aquinas die
sieben "Särge" an Bord der SEOSAMH bringt. Und warum
fehlt dem Gyshanian das zweite, kleinere Armpaar?
Verkehrte Welt manchmal......
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Handlungsrezension
(Erich "E-Man Wall-1" Wallner)
Vorab:
Die in die Mitte geheftete Farbbeilage stellt die vier Bände des
PLOPHOS-Zyklus vor. Es erinnert mich daran, dass Roi Dantons Mutter
einmal Obmann von Plophos war. Wer also einen Einblick in die Welt der
Kindheit von Michael Rhodan nehmen will – selbst wenn das kurz
vor dessen Geburt war – hat damit einen Grund, hier einzusteigen.
Inzwischen war ja im Goethe-Haus in München die 45-Jahre-Feier.
Nicht so pompös wie zum Band 2000 in Mainz, aber nicht weniger
feierlich.
Dabei geriet nun das PR-Jahrbuch 2005 des SFC Universum mit Heftbesprechungen
bis Band 2315 in meine Hände.
Michael Thiesen gilt hier meine Verehrung.
Da ich inzwischen den Aufwand kenne, ein Heft in Kurzform wiederzugeben,
erstaunt mich das präzise Listing umso mehr.
Auch wenn alle Gäste an der ZEITRAFFER-Kollektion vorbei flanierten,
ohne sich einzudecken – es sind unverzichtbare Nachschlagewerke
und bereichern auf alle Fälle das Verständnis der Serie –
selbst von Altlesern und Intensiv-Analysten wie mir.
Ein anderer Zugang zur Comic-Version, die Weiterführung von „PERRY
– unser Mann im All“, wurde den Anwesenden eröffnet.
Das Zeichnerteam vermittelte, mit wie viel Herzblut, zeitraubend, ohne
Aussicht auf kommerzielle Kostendeckung, eine verwehte Zeiterscheinung,
die Pop-Art, reanimiert wird.
Eine förderungswürdige Kulturarbeit.
(Und Zeichnerin Simone Kesterton sieht auch noch aus wie Theta von Auriga.)
Handlung:
Die Mächtigen erzählen von ihrer Beobachtung der Terminalen
Kolonne über Jahrmillionen.
Auf diesem Wege gelangt also vorerst nur Wissen, noch lange kein technischer
Machtfaktor hinter den TERRANOVA-Schirm.
Wir erfahren von einem 7-fach gestaffelten Aufbau:
Untere Ebene die Völker, darüber die Dualen Kapitäne,
darüber Progress-Wahrer wie Antakur von Bitvelt. Übergreifend
auf mentaler Ebene lassen sie sich von Chaopressoren leiten. Diese stehen
im Range einer Superintelligenz wie ES und haben direkten Bezug zu den
Chaotarchen.
Nun sind dies nur 5 Ebenen.
Dunkle Herolde und Dunkle Ermittler sind jedoch beigeordnete Machtfaktoren,
die zwischen den Ebenen Progresswahrer und Chaopressoren agieren.
Dabei ist zu bedenken, dass ihre Kräfte mit denen einer jungen
Superintelligenz wie dem Nukleus vergleichbar sind.
Wer von diesen Dimensionen noch nicht geschockt ist:
Die Terminale Kolonne ist in etwa so unzerstörbar wie der Moralische
Kode.
Das haben nicht einmal die Thoregons an sich.
Warum sie bisher noch nicht in Erscheinung getreten sind?
Sind sie!
Die Dunkle Null, ZENTAPHER, das ist das Ziel, worauf die Milchstraße
hingeführt werden soll. Hier nur als VULTAPHER bezeichnet.
Der Hilferuf (in Band 2346) eines abtrünnigen
Dunklen Ermittlers könnte es gewesen sein, der den Mächtigen
den Weg ins Solsystem eröffnete, nachdem ihnen seit ewigen Zeiten
der Kontakt zur Terminalen Kolonne verloren ging.
Als Verräter zwar verbannt, besteht kein Grund, ihnen ihre Reue
abzunehmen. Wenn ihnen schon damals das Feingefühl für den
richtigen Weg fehlte. Das helfende rettende Potential ist verschwindend
gering, gegen die von ihnen ausgehende Gefahr eines trojanischen Pferdes.
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